20 Mitglieder der IS-Terrorgruppe in Moskau verhaftet

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Moskau im Kampf gegen den IS

Die russischen Sicherheitskräfte haben in der russischen Hauptstadt, Moskau, 20 Mitglieder der IS-Terrorgruppe verhaftet.

Ein russischer Sicherheitsverantwortlicher sagte in diesem Zusammenhang: Bei dem Sondereinsatz des Inlandsgeheimdiensts der Russischen Föderation (FSB) und der russischen Polizei, wurden 20 Mitglieder der Terrorgruppe IS verhaftet.

Die meisten Verhafteten seien usbekische Staatsbürger, die gefälschte Dokumente, wie gefälschte türkische Führerscheine bei sich hatten.

Einer dieser Verhafteten soll vorgehabt haben, einen Terroranschlag in der südwestrussischen Stadt Wolgograd zu verüben.

Zuvor hatte schon der IS die Verantwortung für mehrere Terroranschläge in der Russischen Föderation, hauptsächlich in der Kaukasusregion, übernommen.

Wenn Russlands Präsident Wladimir Putin über seinen Plan für eine internationale Koalition gegen den „Islamischen Staat“ (IS) spricht, verbindet er dies mit harscher Kritik an der von den USA geführten Allianz gegen die Terrormiliz. Die Einsätze der US-Luftwaffe gegen den IS seien nicht sehr effizient, sagte er beispielsweise kürzlich in Wladiwostok. Dass so viele Flüchtlinge nach Europa kommen, schrieb er allein einer verfehlten US-Politik im Nahen Osten zu. Die Krise sei vorhersehbar gewesen, fügte Putin hinzu und will nun die Führung übernehmen.

Dazu unterstützt Russland die syrische Führung seit langem mit Waffen und militärischer Ausrüstung, wie Außenministeriumssprecherin Maria Zakharova am 9. September klarstellte. Als „anti-russische Hysterie“ tat sie Sorgen um gerade auftauchende Berichte ab, Russland verstärke sein militärisches Engagement in Syrien.

Diese Berichte trugen allerdings dazu bei, dass Putins Plan über die Anti-Terror-Allianz größere Aufmerksamkeit erfuhr. Davon gesprochen hatte Außenminister Sergej Lawrow bereits im Juli. Da war es gerade gelungen, das internationale Atomabkommen mit dem Iran abzuschließen, der neben Russland ein wichtiger Verbündeter Assads ist. Lawrow sah daraufhin einen von Barrieren befreiten Weg hin zu einem gemeinsamen Kampf gegen den islamistischen Terror.

Eine der größten Sicherheitsgefahren

 

Russische Sicherheitskräfte bezeichnen den IS als eine der größten Gefahren. Nicht nur Rückkehrer, auch Menschen auf dem Weg nach Syrien seien bereits wegen Mitgliedschaft in terroristischen Organisationen verurteilt worden, berichtet Pakhomenko. Allein im August seien 25 potenzielle IS-Mitglieder festgenommen worden.

Daneben versucht die russische Führung, moderate Muslime zu gewinnen. So biete die staatliche Sberbank Sparmöglichkeiten nach muslimischen Regeln an, sagt Pakhomenko. Auch sollen russische Medien im Nordkaukasus gegen die IS-Propaganda ankämpfen.

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Sicherheit eine Säule für Putins Legitimität

 

Putin muss alles tun, um die Sicherheitslage in Russland stabil zu halten. Die im Vergleich zu den 90er-Jahren hohe Stabilität ist einer der Gründe für Putins Beliebtheit in der Bevölkerung. Ein zweiter war der wachsende Wohlstand, der jedoch durch die Wirtschaftskrise infolge der Sanktionen und des Ölpreisverfalls in Gefahr geraten ist.

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