US-Präsidentschaftswahlen – Was wäre wenn …

EIN ARTIKEL VON HANS JOHANN
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+++ Schon mal darüber nachgedacht? +++

 

Es stehen Präsidentenwahlen in den USA an – die Auswirkungen auf die ganze Welt haben dürften. Doch was kann passieren – wenn der jeweilige Kandidat US-Präsident wird?

Es gibt 4 Möglichkeiten:

 

1.) Hillary Clinton wird US-Präsi:x1-Hillary-Clinton-warmonger-3-1.png.pagespeed.ic.XEwhagkaTL

– Modell: US-Imperialismus.

Sie steht für US-Imperialismus. Außenpolitisch bleibt für die Welt wohl alles unverändert. Aggressive und provokative Außenpolitik und ein neuer Krieg à la Jugoslawien, wie auch schon unter Bill „Billy Boy“ Clinton. So läuft es halt in der Familie. Die US-Staatsschulden werden weiter rasant wachsen. Das wiederum geht nur so lange – wie die USA mit der „Peitsche“ schwingen. Dafür steht „Killary“ ein.

Ach ja innenpolitisch, fast vergessen: Bleibt alles unverändert zu Obama und all den Vorgängern. Republikaner werden Clinton blockieren, was ihr alibitechnisch auch entgegenkommen dürfte, so dass aus Liebe zur Wall Street und dem Pentagon Clinton kaum etwas internes in den USA verändern wird. Quasi das liebste was dem scheuen US-Oligarchat passieren kann und quasi für das sie Hillarys Karriere weiter fördern. Geben und Nehmen.

Stichwort „Killary“: Die NATO und EU dürfte massiv gegen Russland gedrängt werden. Eine Konfrontation an allen Fronten ist denkbar und dürfte in Europa für eine Spaltung sorgen. Westeuropa könnte eher Abstand nehmen – während aus Osteuropa plus Ukraine weiter ein anti-russischer Konfliktgürtel vom Baltischen Meer bis zum Schwarzen Meer geschnürrt wird. Zumindest der Versuch wird unternommen werden. Doch das alles wird zur inneren Stärkung Russlands beitragen und dazu führen, dass sich einige Territorien und Staaten der Russischen Föderation anschließen wollen werden.

2.) Bernie Sanders wird US-Präsi:Bernie-Sanders-2016-Poster-e1441738278223

– Modell: US-Sozialismus.

Bernie ist ein alter Sozialist. Kein Roter – also kein Kommunist, aber das versteht die superreiche und ziemlich gut arrangierte US-Elite nicht, denn nix anderes fürchtet das „Kapital“ in den USA so sehr – wie den Sozialismus, fast schon wie der Belzebub das Weihwasser. Bernie dürfte sich weg von der Außenpolitik – hin zu mehr Innenpolitik und Sozialpolitik wenden. Gut für einfache US-Amerikaner. Gut für die stetig wachsende Unterschicht in den USA. Nicht gut für das Pentagon oder den Auslandsdrang des CIA. Auch nicht gut für die „verwöhnte“ Waffenlobby und Waffenindustrie der USA. John F. Kennedy und sein Schicksal kommt da zur mahnenden Erinnerung!

Die NATO dürfte eher an Bedeutung verlieren. Zu Russland dürfte es eine leichte Annäherung geben oder zumindest keine Konfrontation.

3.) Donald Trump wird US-Präsi:11951378_109493982736965_5866210581794078399_n

– Modell: US-Faschismus.

Auch wenn in den USA gerade so getan wird, Trump sei gegen die US-Eliten und die supperreichen US-Oligarchen – so ist das nicht wahr und pures Hollywood, denn er ist ein integres Teil dieses Systems. Daher ist er nicht das Schlimmste was dem US-Kapital passieren kann – zumindest nicht kurzfristig. Trump ist der Untergang der USA als internationale bunte Union. Die auch so schon vorhandenen Spannungen zwischen Weiss, Schwarz und Latino dürften schnell und stark anwachsen, da Trump fast vollständig auf die „weisse“ Karte setzt, der sog. „Rednecks“ und „white people“ – sprich auf eine Spaltung. Wenn man dazu noch bedenkt wie viele Waffen in den USA im Umlauf sind – weiß keiner so genau ob es nicht zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt. Es weiss auch keiner, ob es dann nicht in jedem US-Staat ein eigenes „Guantanamo“ eröffnet wird, wo unwillige Schwarze oder regimekritische Weiße interniert werden könnten. Trump wird das finazielle Leben des einen Teils der US-Amerikaner recht deutlich und schnell verbessern, aber eben auf Kosten des anderen Teils der noch US-Bürger. Das ist eben der funktionale Teil vom Faschismus.

Es weiss auch keiner, ob die USA dann als Union in mehrere Staaten nach dem Prinzip Europas zerfallen könnten – oder sich womöglich eine Art Konföderation einiger erfolgreicher Staaten herausbildet. Keiner kann sagen, ob Trump eher die softe Variante des Faschismus einschlägt, sein Kapital verfünffacht oder gar verzehnfacht und recht schnell geht – oder doch die blutige Variante à la Hitler oder Mussolini forciert, und dann bleibt noch die Frage ob die US-Amerikaner da überhaupt mitmachen. Wobei genug Supporter wird er sicher auch dafür finden, wenn man weiß wie sehr die US-Bürger popkorntechnisch seit Jahren verblöden.

Aus der NATO wird wohl eher eine dauerhafte „Koalition der Willigen“, also auch der Zahlungswilligen gemacht werden. Zu Russland wird es keine sofortige Konfrontation geben, bis sich intern eine starke Machtvertikale herausgebildet hat und der innere soziale Druck des zerfallenden Staates USA regelrecht zu implodieren beginnt, und deshalb die halbe Welt zur Explosion gebracht werden könnte.

4.) Die letzte Variante ist – dass alles genau beim Alten bleibt, ganz egal wer von diesen adiosen Dreien zum US-Präsidenten gemacht wird.

Was meint ihr dazu? Welche Variante haltet ihr für realistischer und wahrscheinlicher?

 


Über den Autor: Hans Johann

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