Sind bald alle türkischen Früchte in Russland verboten?

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Russland könnte Importe von Früchten und Gemüse aus der Türkei komplett verbieten

Die russische Lebensmittelaufsicht Rosselchosnadsor plant offenbar, alle Importe türkischer Früchte und türkischen Gemüses ab kommender Woche zu verbieten. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax am 12. Mai.

Julia Schwabauskene zufolge, der stellvertretenden Chefin der Behörde, werde diese Maßnahme geplant, weil man weiterhin türkische Lebensmittel finde, die unter Quarantäne gestellt werden müssten.

Kurios ist allerdings, dass die Einfuhrverbote für ein vollständiges Verbot türkischer Lebensmittel nur noch auf Zucchini, Grapefruit und Zitronen ausgeweitet werden müssen. Das übrige Gemüse und die Früchte sind bereits mit Verboten belegt.

Seit dem 1. Januar 2016 unterliegt ein Großteil dieser Lebensmittel als Teil der russischen Sanktionen gegen die Türkei Importbeschränkungen. Sie waren nach dem Abschuss einer russischen Militärmaschine durch die Türkei im syrisch-türkischen Grenzgebiet verhängt worden.

Kreml-Sprecher: „Zusätzlichen Verbote haben nichts mit Politik zu tun“

Zuvor waren bereits türkische Paprika, Granatäpfel und Auberginen, die nicht auf der ursprünglichen Sanktionsliste aufgeführt waren, verboten worden (Ostexperte.de berichtet) – allerdings ebenfalls mit dem Hinweis auf „unzureichende Lebensmittelsicherheit“. Kritiker halten das für eine vorgeschobene Begründung. In Wahrheit seien die Maßnahmen politisch motiviert.

Kreml-Sprecher Peskow sagte dazu allerdings gestern, dass dieser Bann und die Behörde Rosselchosnadsor insgesamt nichts mit Politik zu tun habe. Es gebe „sehr konkrete Begründungen“, wieso diese Restriktionen eingeführt würden, sagte er laut TASS.

Der Preisanstieg bei Lebensmitteln in Russland lag im April bei 1,9 Prozent und sei vor allem auf die Sanktionen gegen die Türkei zurückzuführen, schreibt die Zeitung Nowoje Iswestija (die heute wegen finanzieller Probleme ihre Print-Version eingestellt hat). Tomaten verteuerten sich teilweise um über 50 Prozent.

Quelle: ostexperte.de

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