Natürlicher Rassismus – Der umstrittene Begriff „Rasse“

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Rasse

Menschen aus unterschiedlichen Regionen. Früher hätte man gesagt, Menschen unterschiedlicher Rassen. Ist das heute noch angemessen?

 

Immanuel Kant – ein Rassist?

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In Dresden fand im Oktober 2015 eine Tagung zu einem der umstrittensten Begriffe des Deutschen statt: „der Rasse“. Ausgerechnet in der Pegida-Stadt, ausgerechnet im Hygiene-Museum.

Evolutionsbiologen, die aus Sicht ihrer Disziplin darüber hätten streiten können, ob das Wort „Rasse“ als Kategorie überhaupt Sinn macht oder nicht, hatte man erst gar nicht geladen. Das Gros der Referenten waren Historiker. Und da gingen sich die Kollegen bei ihren Vorstößen in die Geistesgeschichte der Nation schon mal fast an die Gurgel, etwa bei der Frage, ob der große Aufklärer „Immanuel Kant“, der als einer der ersten Deutschen die Menschheit in Rassen einteilte, diese auch in höhere und niedere bewertet habe oder nicht. Ein Streit, der letztlich die Frage berührt, ob das „Konzept“ Rasse auch ohne Rassismus denkbar wäre. Biologische Vielfalt ohne Diskriminierung?

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Rasse ohne Rassismus, wäre das möglich?

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Als Forderung steht es so schließlich im Grundgesetz. „Niemand darf wegen (…) seiner Rasse (…) benachteiligt oder bevorzugt werden“, steht dort im Artikel 3. Entsprechendes findet sich in Landesverfassungen. Nicht nur in der alten Bundesrepublik, in Sachsen-Anhalt wurde auch vor 25 Jahren der Begriff noch neu aufgenommen. Geulen ist dagegen, den Begriff aus dem Sprachgebrauch „zu verbannen und zu tabuisieren, dann bleibt uns nur noch die etwas eigenartige Formel ‚Rassismus‘ übrig, und über deren Definition streiten sich Experten, Öffentlichkeit und Politik genauso.“

Natürlich sei der Rassenbegriff eine Leerformel, „wir sind uns einig darüber, dass es sozusagen im wissenschaftlich strengen Sinne definierbare Rassen nicht gibt. Im wissenschaftlich strengen Sinne definierbare Kulturen oder Nationen gibt es aber auch nicht“, sagte er im Interview. Was letztlich heißt: Der einfache Austausch von „Rasse“ in „Ethnie“, der für viele bequem wäre, weil er sich nicht biologisch, sondern ausschließlich kulturell definiert, führt die Anthropologie auch nicht weiter.

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Die Wissenschaft streitet

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Die meisten Evolutionsbiologen lehnen den Begriff menschlicher Rassen ab, er sei überholt. Mit der Begründung, es fehle die nötige Trennschärfe. Die genetischen Unterschiede innerhalb einer Population – etwa der Afrikaner, Ostasiaten oder Europäer – seien erheblich größer als diejenigen zwischen den „angeblichen“ Rassen. Äußerlich verschiedene Merkmale wie Haut- und Haarfarbe, Haarstruktur und Nasenform seien lediglich Anpassungen an unterschiedliche Klima- und Ernährungsbedingungen, argumentieren zum Beispiel der renommierte Populationsgentiker Luigi Cavalli-Sforza oder auch Richard Lewontin seit den 70er-Jahren. Die Differenzen würden nur von einer kleinen Untergruppe von Genen bestimmt, sagen sie.

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Die Menschenrassen, wie sie 1861 in Brommes „Völkerkunde“ dargestellt wurden Foto: picture alliance / akg-images

Die Menschenrassen, wie sie 1861 in Brommes „Völkerkunde“ dargestellt wurden
Foto: picture alliance / akg-images

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Unumstritten ist diese Position nicht. Der Evolutionsbiologe Armand Marie Leroi etwa warf in einem Aufsatz in der „New York Times“ jenen Kollegen vor, sie würden nur die genetischen Hintergründe der sichtbaren Merkmale untersuchen, „und deshalb dort keine Rassen ausmachen können“. Analysiere man dagegen die Gene auf breiterer Basis, könne man sehr wohl fündig werden und zwischen Europäern, Ostasiaten, Afrikanern, Amerikanern und Australiern unterscheiden. „Der runden Milliarde von Europäern und ihren Verwandten in Übersee sind genetische Varianten gemein, die so bei anderen sehr selten sind. Sie sind eine Rasse.“

Der Nachweis, dass es Rassen gebe, kann nicht gelingen. Der Gegenbeweis allerdings auch nicht. Beides aus einem einfachen Grund: Der Begriff wurde nie klar und allgemein gültig definiert. Als er von Völkerkundlern – oder auch Philosophen wie Kant – im 18. Jahrhundert eingeführt wurde, fehlte das naturwissenschaftliche Handwerkszeug, klare Kriterien für ihn zu benennen. Jetzt, da das menschliche Genom entschlüsselt ist, will dies niemand nachholen. Was mitnichten heißt, dass die Forschung keine populationsgenetischen Ermittlungen anstellte, nicht den Unterschieden in den Erbanlagen der Völker nachginge. Ganz im Gegenteil.

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Die unterschiedlichen Erbanlagen der Völker

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Für diejenigen in Dresden, die das Erkenntnisinteresse zu diesem Thema am liebsten aus allen Lehrplänen und Forschungsvorhaben tilgen wollen, weil sie von unterschiedlichen Erbanlagen unterschiedlicher Ethnien nichts wissen wollen, brachte Veronika Lipphardt, Wissenschaftshistorikerin von der Universität Freiburg, den wohl „ernüchterndsten Beitrag“. Natürlich, auch sie sah sich veranlasst, zu Beginn für erst mal klarzustellen, dass die „menschliche genetische Vielfalt so komplex und dynamisch“ sei, dass „man sie gar nicht adäquat erfassen kann“. Doch anschließend führte sie das breite Spektrum all derer vor, die ein durchaus rationales Interesse an der Erbgutanalyse verschiedener Populationen haben: von der medizinischen Forschung über die Pharmabranche, die Kriminalistik, die unterschiedlichsten Datenbanken bis zu nationalen Projekten einzelner Länder, nicht zuletzt auch Historiker, die frühere Wanderungsbewegungen erforschen.

Viele Hundert abgeschlossene, wissenschaftlich begutachtete Forschungsvorhaben, aufwendig und für viel Geld erstellt, sitzen sie alle dem Mythos eines Rassenbegriffs auf, der ihre Studien komplett entwerten würde? „Ich mache den Forschern den Rassismusvorwurf nicht“, sagte Lipphardt. Gernauso schlimm sei aber ein etwa dahinter stehender „biologischer Determinismus“ – die Annahme also, dass der Mensch ausschließlich durch seine Gene geprägt ist.

Längst konnten Mediziner und Pharmakologen spezielle Resistenzen oder Anfälligkeiten gegenüber Krankheiten bei bestimmten Populationen ausmachen, und entsprechend unterschiedliche Therapien einführen. Das ging so weit, dass die US-Arzneimittelbehörde erstmals in der Geschichte ein Herzmedikament nur für Afroamerikaner zuließ. Wissenschaftler der Stanford-Universität in Kalifornien haben schon mal vorausschauend Richtlinien für einen ethisch korrekten Umgang mit medizinischen Unterschieden zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen verfasst. Man könnte all das auch als „Rassenmedizin“ bezeichnen – muss man aber nicht.

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Mediziner, Kriminalisten, sie nutzen die Forschungen

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Auch die Kriminalpolizei zehrt von den wissenschaftlichen Fortschritten. Die Spurensicherung kann nun Hinweise liefern, die den Täterkreis schärfer eingrenzen. Lutz Roewer vom Institut für Rechtsmedizin der Berliner Charité sagte vor Jahren bereits in einem Interview: „Wenn man nur die richtigen Abschnitte im Genom anschaut, dann kann man schon herausbekommen, zu welcher Ethnie eine Person gehört.“

Lipphardt wies in ihrem Vortrag zwar auf eine der bizarrsten Pleiten der Genom-Forensiker hin – die das Prinzip dennoch bestätigten: Bei den Ermittlungen nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, der mit dem NSU in Verbindung gebracht wurde, hatten sie auf eine Täterin aus Ostmitteleuropa getippt. Merkwürdig nur, dass das identische Genmaterial an unterschiedlichsten Tatorten festgestellt wurde. Eine allgegenwärtige Universalkriminelle? Nach Wochen des Rätselns stellte sich dann heraus, dass in dem gerichtsmedizinischen Institut nicht sauber gearbeitet worden war, und die Spuren von einer Mitarbeiterin herrührten – die allerdings tatsächlich aus der vermuteten Region stammte. Ein Beleg dafür also, dass man regionale Herkunft tatsächlich am Genmaterial bestimmten kann.

Zwischen 1920 und 2015 wurden etwa 80 populationsgenetische Studien über das Volk der Roma veröffentlicht, auch darauf wies die Freiburger Forscherin hin, was schon deshalb befremdlich klingen mag, weil gerade die Rassenforschung an „Zigeunern“ mit die größten Verbrechen unter den Nazis begründete. Überraschend war es da schon, was Klaus-Michael Bogdal auf der Tagung darüber zu sagen hatte: „Die Roma-Aktivisten haben auf die Studien sehr positiv reagiert“, erzählte der Antisemitismusforscher und Autor des Buches „Europa erfindet die Zigeuner“. Sie hätten sich „erfreut darüber gezeigt, endlich zu wissen, wer alles zu ihnen gehört“.

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Ein Stück weit Ratlosigkeit blieb zurück

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Lipphardt, die sich vor allem auch mit der Geschichte der Anthropologie beschäftigt, schilderte all die angewandte Populationsgenetik und ließ damit im Auditorium Nachdenklichkeit, ja auch Ratlosigkeit zurück, der sie sich selbst gar nicht einmal entziehen mochte. All die Datenbanken könnten Sinn ergeben, sagte sie, und sie seien wohl auch getrennt. „Was aber, wenn die Rechten einmal an die Macht kommen und diese Erkenntnisse für ihre Zwecke missbrauchen?“ Gewiss, das Wort Rasse setzen die NPD und Gleichgesinnte in ihrer Programmatik nicht ein, um nicht wegen Volksverhetzung belangt zu werden. Mit den Forschungen im Bereich der Populationsgenetik – der unterschiedlichen Erbanlagen verschiedener Ethnien – wäre aber auch ohne den Rassenbegriff Missbrauch denkbar. All die Geisteswissenschaftler, so kritisierte Lipphardt, hätten sich lange Jahre darauf ausgeruht, sich darauf verlassen, dass der Rassebegriff tabu, verbrannt gewesen sei, ohne zu merken, dass sich die Naturwissenschaft über die Populationsgenetik ihm wieder annähert. „Aber nicht jeder Forscher, der die Unterschiede ergründet, forscht nach Rassen.“

Auch weitergehende Dinge hätten in Dresden, wenn es schon um das „gefährliche Konzept Rasse“ geht, besprochen werden können. Etwa die Kontroverse um den Bildungsforscher Heiner Rindermann, die dieser 2007 mit seinem Interview im Deutschlandradio Kultur zum Thema Intelligenz-Unterschiede auslöste, als er sagte: „Ob sie ethnisch unterschiedlich verteilt ist, wissen wir nicht so genau, aber was wir genau wissen, ist, dass die Intelligenz sich über verschiedene Länder hinweg stark unterscheidet in ihrem Mittelwert, und wir wissen auch sehr genau, dass auf individueller Ebene hierbei neben Umweltfaktoren auch genetische Faktoren relevant sind.“ Und dann sagte er auch noch: „Es gibt auf jeden Fall genetische Unterschiede zwischen den Rassen, wenn man diesen Begriff wählt.“

Nach scharfer Kritik von Ethnologinnen und Afrikanistinnen, die ihm die Verbreitung rassistischer Theorien vorwarfen, stellte sich die Deutsche Psychologische Gesellschaft gleich zwei Mal ausdrücklich hinter Rindermann und bescheinigte ihm „wissenschaftlich einwandfreie und seriöse Äußerungen“. Doch womöglich war in Dresden der Verzicht auf diese Kontroverse im Sinne der „Political Correctness“ getroffen worden und diese Wahrheiten passten auch nicht in das „antifaschistische Konzept“ dieser Tagung! Das ist auch wieder einmal ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Wissenschaft für die politischen Ansichten verdreht wird und wichtige Diskurse im Keim erstickt werden!

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Im Ausland diskutiert man anders

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Vieles deutet darauf hin, dass eine solche Tagung im Ausland, im angelsächsischen Bereich zumal, einen anderen Tonfall hätte. Der Rassebegriff findet dort eine vollkommen andere Rezeption, davon war mehrfach bei Tagungen die Rede. Und Cornel West, schwarzer Universitätsprofessor in Princeton, Kämpfer gegen den Rassismus und Anhänger des verstorbenen Martin Luther King, hat gleich eine ganze Reihe von Büchern geschrieben, die den Begriff „Rasse“ im Titel tragen. Das bekannteste darunter: „Race matters“. Übersetzt hieße das wohl „Rasse ist wichtig“. Das aber, meint Veranstalter Geulen im Gespräch, „könnten sie hier nie auf den Markt bringen, nicht mit dem Titel“.

Es ist, auch nach der Tagung, noch ein weiter Weg für die Verantwortlichen des Hygiene-Museums bis zu einer Ausstellung zum Thema Rasse für ein breites Publikum, bei dem nicht so automatisch die Distanz zum Begriff vorausgesetzt werden kann wie bei den akademischen Teilnehmern der Tagung. Eine andere Frage aber, dieser Eindruck drängte sich auf, ist womöglich noch offen: Inwieweit das Erkenntnisinteresse dem politischen Willen untergeordnet werden und in der geforderten „Dekonstruktion“ des Rassebegriffs münden sollte.

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Rassismus ist ein natürlicher Vorgang

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Da wir nun wissen das es wahrlich Rassenunterschiede gibt und diese nur der politischen Korrektheit wegen weder wissenschaftlich, noch gesellschaftlich besprochen werden sollen, werden wir uns hier dennoch damit befassen. Wenn man eine Sache verteufelt und sie trotz ausgiebiger Faktenlage versucht der Masse vor zu enthalten, wird man das absolute Gegenteil damit erreichen. Es ist sehr wichtig diese Fakten genau zu kennen und zu wissen, dass es keine unbegründeten bösen Gedanken sind, die man da urplötzlich selbst hat und sich selbst verbietet. Nur wenn man genau über etwas bescheid weiß, kann man vernünftig damit umgehen. Und so ist es bei dem Thema Rassismus ganz genau so.

Die verschiedenen Rassen weisen sehr viele Merkmale auf, die sie sehr deutlich voneinander unterscheiden. Sei es objektiv (im Aussehen), genetisch, kulturell, intellektuell oder auch verhaltensmethodisch. Das sind alles Fakten, die man weder von der Hand weisen, noch wegdiskutieren kann. Man muss sie auch grundsätzlich bei politischen Entscheidungen immer im Blick haben, denn eine starke Vermengung führt unabdingbar zu Konflikten, wobei man hier allerdings keiner Rassen einen Vorwurf machen kann und darf. Wichtig hierbei ist lediglich das Wissen darüber und ein Mitdenken bei Entscheidungen, was man bisher bei unserer Regierung vermisst.

Jedes Lebewesen hat Urinstinkte, die latent vorhanden sind und auch bei Bedarf zum Vorschein kommen. Da gibt es Ängste, die in einem gewissen Rahmen notwendig und überlebenswichtig sein können. Es gibt auch bei allen Lebewesen einen gewissen Rassismus, der immer dann zum Vorschein kommt, wenn man seine eigene Art bedroht sieht. Auch das ist nur ein Urinstinkt der das Überleben der eigene Art sichern soll.

Wissenschaftler der University of Massachusetts in Amherst berichten jetzt jedenfalls, dass schon neun Monate alte weiße Babies, die nie oder kaum Menschen mit schwarzer Hautfarbe gesehen haben, deutliche Anzeichen von Rassismus zeigen. Klar ist zumindest, dass Menschen schon extrem früh auf jene Rasse geprägt werden, mit der sie am meisten Umgang haben. Will man diesen Rassismus eliminieren, dann muss man den Müttern also die Kleinkinder wegnehmen und sie möglichst früh in gemischte Gruppen geben. Möglicherweise wird es dennoch nicht funktionieren, Rassismus auszurotten, weil dieser nun einmal in unserer evolutionären Geschichte begründet ist. Religiöse, ethnische und rassistische Vorurteile sind evolutionär gesehen ein reiner Schutzmechanismus. Das legen Studien an Affen nahe, die 2011 veröffentlicht wurden. Im deutschsprachigen Raum ist es politisch nicht mehr korrekt, solche Studien auch nur zu erwähnen.

Der allerbeste Beweis dafür, dass Rassismus ein natürliches Verhaltensmuster ist, ist nun einmal der Unterschied vom Mensch zum Tier! Sind wir nicht auch nur Säugetiere mit einer höheren Intelligenz? Rein anatomisches unterscheiden wir uns nur geringfügig von manchen Tieren, die allgemein gesehen nicht die gleichen Rechte zugesprochen bekommen, wie wir sie als Mensch erhalten. Aber das scheint ja weltweit in Ordnung zu sein. Auch sprechen darf man darüber. So lange sich der Mensch einbildet alles zu wissen und manches Wissen zu verbieten, wird sich auch an den Problemen nichts ändern. Ganz im Gegenteil, je mehr man dagegen angeht, desto mehr fördert man diese Urinstinkte die man zwar verbieten, aber niemals ausrotten kann! Hier muss ein Wandel im Denken passieren!

Ingo Trost

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