Psychopath im Arztkittel: Moskau ermittelt gegen ukrainischen Mörder-Arzt

Anstiftung zur Verwendung verbotener Methoden der Kriegsführung
Anstiftung zur Verwendung verbotener Methoden der Kriegsführung
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Russlands Ermittlungskomitee hat am Mittwoch ein Strafverfahren gegen den ukrainischen Arzt Alexander Tschernow eingeleitet: In einem Interview im ukrainischen Fernsehen hatte dieser mit Stolz erzählt, wie er durch Medikamente diejenigen Patienten, die Kiews Politik nicht unterstützen, töten könne. Dies berichtet die Zeitung RBC Daily.

Tschernow, der früher als Anästhesist in einem Krankenhaus in der Stadt Jenakiewo im Gebiet Donezk tätig war, hat in einem Interview für den TV-Sender Ukrlife.tv seine ukrainischen Kollegen dazu ermutigt, unter „Einhaltung der Konspiration“ den Verletzten des Konflikts im Donbass, also denjenigen, die „die Rechtmäßigkeit der ukrainischen Regierung nicht anerkennen“, ärztliche Behandlung zu verweigern sowie ihnen gar zielgerichtet zu schaden.

„Tschernow riet den Ärzten, solchen Patienten Medikamente zu verabreichen, die nicht für die Behandlung bestimmt sind und darum den Tod herbeiführen können“, heißt es auf der offiziellen Webseite des Ermittlungskomitees.

Die Ermittler leiteten laut dem Sprecher Wladimir Markin ein Strafverfahren wegen Anstiftung zur Verwendung verbotener Methoden der Kriegsführung ein.

Im Interview, das am 17. Juni auf YouTube veröffentlich wurde, gab der Arzt zu, eine „bestimmte Strategie“ erarbeitet zu haben. Diese bestehe unter anderem darin, den „feindlichen Patienten“ mit Medikamenten maximalen Schaden zuzufügen.

„Wenn man will, kann man einen Menschen mit solchen Medikamenten so umbringen, dass es auf den ersten Blick wie ein Herzinfarkt oder Hirnschlag erscheint“, so der Anästhesist weiter.

„Um dahinter zu kommen, dass ein Mensch ermordet wurde, bedarf es eines teuren und gründlichen Gutachtens“, so Tschernow. Den Eid des Hippokrates sieht der ukrainische Arzt dabei nicht als „Freibrief zur Unterstützung des Feindes“.

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Kommentar: Lesen Sie den folgenden Artikel über den psychopathischen Arzt Dr. Heinrich Gross, dessen Verbrechen im System lange unerkannt blieben und der seine psychopathischen Neigungen deshalb ungestraft ausleben konnte: Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross

Hier ein Auszug:

Der hervorragende Dokumentarfilm Ein ganz normaler Arzt von Filmemacher Andreas Nowak, der sich mit den Verbrechen auseinandersetzt, die während des Zweiten Weltkrieges begangen wurden, gewann den österreichischen Dr. Karl Renner-Preis für Journalismus im Jahr 2000. Wir machen diese Dokumentation für ein breiteres Publikum zugänglich, komplett mit englischen Untertiteln, weil sie so deutlich einige der wichtigsten Konzepte veranschaulicht, die von Andzej M. Lobaczewski in seiner bahnbrechenden Arbeit über Psychopathie und Psychopathen an der Macht hervorgebracht wurde, Politische Ponerologie.

Nowaks Film entblößt die systematische Ausübung der Euthanasie – der sogenannten „Sterbehilfe“ – die während des Zweiten Weltkriegs an behinderten Babys und Kindern begangen wurde. Zwar gab es zweifellos viele Ärzte und Krankenschwestern die an solchen Verbrechen zur Zeit des Dritten Reiches beteiligt waren, jedoch konzentriert sich Ein ganz normales Arzt auf Nazi-Arzt und Psychologe Heinrich Gross. Während seiner Leitung des österreichischen Krankenhauses am Spiegelgrund wurden dort 800 Kinder getötet. Nur zwei Mal wurde gegen Gross ermittelt: das erste Mal ein paar Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, was zu einer Verurteilung wegen Tötungsbeihilfe führte, dann jedoch später auf Grund eines Formfehlers vom Obersten Gerischtshof aufgehoben wurde; und das zweite Mal im Jahr 2005, sechs Monate vor seinem Tod. Auch hier wurde die Anklage fallen gelassen mit der Begründung, dass Gross an fortschreitendem Gedächtnisverlust leide. Nach seinen Verbrechen genoss Gross eine hochkarätige, 50 Jahre andauernde Karriere als gerichtlicher Sachverständiger der Psychopathologie.

 

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