Verkleidet als IS-Kämpfer Tschechische Rechtsextreme lösen Panik unter Touristen aus (VIDEO)

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Diese Aktion ging nach hinten los: Eine Aktion tschechischer Islamgegner in Prag ist am Sonntag mit Panik und Verletzten geendet. Wie Radio Prag berichtet, hatte eine Gruppe Rechtsextremer am Altstädter Ring in der Prager Altstadt eine Invasion der Terrormiliz Islamischer Staat in Tschechien inszeniert. Der Anführer der Gruppe, Martin Konvička, sei auf einem Kamel geritten, gefolgt von einem Geländewagen mit Männer, die mit langen Bärten und dunklen Mänteln als Kämpfer der Terrororganisation IS verkleidet waren. Unter „Allahu Akbar“ (Arabisch für „Gott ist der Größte“) – Rufen besetzten sie den belebten Platz in der Prager Altstadt und schossen aus Waffenattrappen in die Luft.

Menschen verschanzten sich in Restaurants

Der Altstädter Ring mit dem historischen Rathaus von Prag ist der zentrale Platz in der tschechischen Hauptstadt, voller Touristen, Händler, Verkaufsständen. Viele Passanten hielten den Angriff offenbar für echt und gerieten in Panik. Augenzeugen zufolge verschanzten Menschen sich in den Küchen der umliegenden Restaurants, das Onlineportal onetz berichtet von einigen Verletzten.

Die Prager Polizei ließ die Aktion abbrechen, um eine Massenpanik zu verhindern. Offenbar war der inszenierte Überfall zuvor als „Theateraufführung“ vom Prager Magistrat genehmigt worden. Der 21. August ist in Tschechien ein geschichtsträchtiger Tag: Vor 50 Jahren, am 21. August 1968, marschierten Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein, um den „Prager Frühling“ niederzuschlagen.

Die Behörden prüfen nun, ob es sich bei der drastischen Inszenierung um eine „Straftat der Verbreitung einer alarmierenden Falschmeldung“ handelt. Rädelsführer Konvicka, der den „Block gegen den Islam“ gründete – ein tschechisches Pendant zur deutschen Pegida-Bewegung – musste sich erst kürzlich wegen Aufhetzens zum Hass gegen Muslime vor Gericht verantworten.

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– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24625264 ©2016

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