Syrien protestiert in Schreiben an UNO gegen türkische Angriffe

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Damaskus (ParsToday/Press TV) – Das syrische Außenministerium hat am Montag in zwei getrennten Schreiben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Vorsitzenden des Weltsicherheitsrats die anhaltenden türkischen Angriffe auf Nordsyrien verurteilt.

In diesen Schreiben heißt es, dass die Verletzung der Souveränität Syriens und die türkischen Militäroperationen in diesem Land Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit seien. Die fortgesetzte allseitige Unterstützung der türkischen Angriffe durch Frankreich, die USA, Großbritannien, Saudi-Arabien und Katar bedeute eine offensichtliche Unterstützung des Terrorismus in Syrien und in den weiteren Ländern.

Der Fernsehsender  al-Jazeera meldete gestern, dass die sogenannte „Freie Syrische Armee“ unterstützt von der Luftwaffe und den Bodenkräften der Türkei 18 Dörfer südlich und westlich der Stadt Dscharabulus in der Provinz Aleppo von den IS-Terroristen gesäubert hätten und auf dem Vormarsch in Richtung der Stadt Manbidsch seien.

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Türkische Regierung droht

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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte den syrisch-kurdischen Milizen weitere Angriffe an, sollten diese sich nicht sofort ans Ostufer des Euphrats zurückziehen. Der zum SDF zählende Militärrat von Dscharablus kündigte daraufhin an, von den aktuellen Stellungen nach Süden abzuziehen, um Zivilisten nicht zu gefährden.

Die türkische Armee war am vergangenen Mittwoch zusammen mit den Aufständischengruppen in den Norden Syriens einmarschiert und hatte zunächst die Stadt Dscharablus von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) eingenommen. Inzwischen rücken sie gegen die SDF vor, die mit den USA verbündet sind. Am Wochenende waren bei zwei Angriffen der türkischen Luftwaffe in Nordsyrien zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

Die Türkei will verhindern, dass die Kurden das Gebiet unter ihrer Kontrolle entlang der türkischen Grenze weiter ausdehnen. Sie befürchtet Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land.

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USA besorgt

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Auch die USA riefen ihren bisherigen Schützling YPG ultimativ zum Rückzug hinter den Euphrat auf. Pentagon-Pressesprecher Peter Cook bezeichnete die Gefechte südlich von Dscharablus als inakzeptabel und Anlass zu großer Sorge. Die USA unterstützten weder türkische Angriffe auf syrisch-kurdische Einheiten noch kurdische Angriffe auf türkische Truppen in Gegenden, in denen keine IS-Kämpfer mehr seien. Der Rückzug der syrischen Kurden ans Ostufer des Euphrats sei „weitgehend passiert“, erklärte Cook.

Die kurdischen Einheiten gehören im Kampf gegen den IS in Syrien zum wichtigsten Verbündeten der von der US-geführten internationalen Koalition, die Luftangriffe gegen die Extremisten fliegt.

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