Ein kleines Weihnachtsgeschenk – Thema Israel und Palästina

image_pdfimage_print

Es gibt kein Thema, welches am heutigen Tage angebrachter wäre als das folgende. Ich baue meine Aussagen auf den neusten Artikel aus RussiaToday auf, hier ein kleiner Auszug daraus:

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet unter Applaus eine Resolution gegen die Siedlungspolitik Israels in Palästina. Die USA haben sich enthalten. Die Resolution wurde am Freitag von einem 15-köpfigen Mitgliedsrat (u.a. Neuseeland, Venezuela, Senegal) vorgeschlagen, nachdem Ägypten diese auf Druck von Israel und President-elect Trump zurückgezogen hatte.

Das ist die erste Resolution in acht Jahren die sich mit dem Konflikt der ehemaligen UN-Schützlinge beschäftigt. Sie erklärt, dass israelische Siedlungen auf palästinensischem Gebiet internationales Recht verletzen und die seit 1967 fortschreitende Besetzung – inklusive Ostjerusalems – illegal sei. Alle Siedlungsaktivitäten müssen unterbunden werden um die Zweistaatenlösung zu ermöglichen.

 

Das ist eine sehr wichtige Meldung und nach meinem Exkurs wird auch deutlich weshalb das so ist.

Der kapitalistisch-industrielle Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden durch den deutschen Faschismus war kein Zivilisationsbruch, sondern der bisherige Höhepunkt der kapitalistischen Zivilisationsbarbarei. Er war Folge einer tiefen Niederlage des Weltproletariats, von denen die jüdischen Proletarier Europas einen Teil darstellten. Die faschistische „Endlösung der Judenfrage“ war der reaktionäre Höhepunkt eines europaweiten – mal brutaleren, mal „feineren“ – Antijudaismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die so genannte „jüdische Frage“ war in seiner Endkonsequenz die Unfähigkeit des osteuropäischen Kapitalismus das Judentum zu assimilieren und in der Rückgängigmachung dieser Assimilation durch den deutschen Kapitalismus als völkischer Krisenlösungsstrategie. Hier geht es nun um die Entwicklung der so genannten „jüdischen Frage“ von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu ihrer mörderischen „Lösungsvariante“ des deutschen Kapitalismus und der Gründung des zionistischen Staates Israel.

Diese Staatsgründung stellt die kapitalistisch-sozialreaktionäre Lösung der „jüdischen Frage“ dar. Das moderne Judentum ist in den modernen Kapitalismus integriert und der Staat Israel Kettenhund des US-Imperialismus im Nahen Osten. Der Zionismus integriert als Apartheid-Demokratie weitgehend das israelische Proletariat und grenzt das palästinensische Proletariat rassistisch aus. Der Zionismus und der Staat Israel sind aber objektiv die Hauptfeinde des israelischen Proletariats, genauso wie auch der palästinensische Nationalismus der Hauptfeind des palästinensischen Proletariats ist. Doch dies ist zurzeit nur einer Minderheit sowohl des israelischen als auch des palästinensischen Proletariats bewusst. So gelingt es den herrschenden Nationalisten beider Seiten das israelische/palästinensische Proletariat in einem völkisch-mörderischen Konkurrenzkampf zu verheizen.

Dabei setzt die arabische Sozialreaktion in ihrem völkischen Konkurrenzkampf gegen Israel auch auf die antijüdische Ideologie der Vergangenheit. Die kleinbürgerliche „antiimperialistische“ Linke verharmlost den Antijudaismus des palästinensischen Nationalismus und gibt sich so als einen Feind des Weltproletariats zu erkennen. Aber auch der Zionismus instrumentalisiert den europäischen Judenhass und seinen mörderischen Höhepunkt, den kapitalistisch-industriellen Judenmord durch den deutschen Kapitalismus, um seine Massenmorde zu rechtfertigen.

Dabei war es der Zionismus, der mit den größten Judenschlächtern, einschließlich den deutschen Nazis, seine politischen Geschäfte machte, um seinen Judenstaat zu erreichen. Zeitgleich auch mit Großbritannien und gefolgt den USA. Also schon vor der Staatsgründung Israels war der Zionismus der Hauptfeind des jüdischen Proletariats.

Jüdische Proletarier und Intellektuelle waren auch klassenkämpferisch an der revolutionären Nachkriegskrise in Europa (1917-1923) beteiligt. Den Sieg der Konterrevolution mussten sie besonders schwer bezahlen –mit ihrer Gesundheit, ihrer Freiheit und ihrem Leben. Ihr Kampf gegen Kapitalismus, Antijudaismus und Zionismus ist auch unserer Kampf, ob rechts, links oder liberal. Der Feind ist nicht eine Glaubensgemeinschaft, nicht der Islam und nicht das Judentum.

Der Kampf gegen den Zionismus ist mir eine Herzensangelegenheit. Er richtet sich gegen die Kumpanei der demokratisch gewendeten Bourgeoisie von Auschwitz mit dem Zionismus. „Solidarität mit Israel!“ ist für die deutsche Bourgeoisie taktisch klug und eine gute Waschanlage, um sich vom Dreck und Blut ihrer faschistischen Vergangenheit reinzuwaschen. Doch inzwischen sind die Hände der demokratischen deutschen Bourgeoisie reichlich beschmiert mit neuem Dreck und neuem Blut, wozu auch die mordbübische Solidarität mit Israel gehört. Ja ich weiß, nicht nur mit Israel, aber es ist gerade hier jetzt so wichtig darauf hinzuweisen. Die so genannten „Antideutschen“ sind in dieser Frage der Lautsprecher der deutschen Bourgeoisie. Doch diese erbärmlichen Kleinbürger stellen nur die Speerspitze des sozialreaktionären antifaschistischen Moralismus dar, dessen Geschäft es ist, den Zionismus und Israel mit Verweis auf Auschwitz in Deutschland vor Kritik abzuschirmen. Auch deshalb ist es gesetzlich untersagt irgendetwas zu erforschen, in Frage zu stellen oder anzuzweifeln. Es geht hier nicht nur um unsere Vergangenheit, sondern auch und gerade hauptsächlich um die der Zionisten und ihre geschäftlichen Verstrickungen, ja gar die Anordnungen von solchen Gräueltaten. Antifa heißt auch in diesem Fall eben nicht Antifaschismus, sondern Faschismus im neuen Gewand und Kapitulation. Kapitulation gegenüber der Demokratie als Diktatur des Kapitals und Kapitulation gegenüber dem Zionismus, dem objektiven Hauptfeind des israelischen Volkes und der Welt.

Wirklich richtige linke Ansichten und Ideologien wird man nicht mehr zu Gesicht bekommen. Auch die rechten Lager sind zu einer Kommerzkomödie verkommen. Liberal heißt heutzutage übersetzt nicht mehr die Mitte, sondern „wie das Fähnlein auf dem Turme, sich kann drehen bei Wind und Sturme“. Fassen wir zusammen, dass sich in jeder (ursprünglichen) politischen Richtung Wahrheiten befinden, diese allerdings in der heutigen Zeit dank des Kapitalismus und Zionismus keine Rolle mehr spielen.

Um wieder auf obigen Artikelsnippet zurück zu kommen, ist es doch eher unwahrscheinlich dass sich im Konflikt zwischen Palästina und Israel etwas verbessern sollte. Ich denke mal, dass es nun darauf ankommen wird wie sich Donald Trump verhält und inwieweit er seinen Kurs beibehalten wird. Ich habe das Gefühl, dass er einer derjenigen ist, der gegen den Zionismus angehen möchte. Aber das sind nur meine Hoffnungen. Wichtig ist auch die Überlegung ob Israel noch weiterhin der Kettenhund der USA ist, oder ob sich das Spiel nicht während der letzten Jahre gedreht hat und die USA bislang schon an der zionistischen Leine hing.

Die Niederlande erwägen den Austritt aus der Euro-Zone!

Amsterdam (Press TV / K-Networld) - Einen Monat vor der Parlamentswahl haben niederländische ...

Learn more
image_pdfimage_print