Die Türkei hatte Giftgas an Dschihadisten in Syrien geliefert

US-Koalition greift C-Waffen-Lager des IS in Deir ez-Zor aus der Luft an - Hunderte Tote um schnell noch Beweise zu vernichten!
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Der Nahostexperte Michael Lüders hat kürzlich in einer Talkshow behauptet: „Wir wissen, dass die Türkei die Nusra-Front und andere Gruppierungen mit Sarin-Gas ausgestattet hat, und sie stellen Sarin-Gas selber her. Und die ersten die darüber berichtet haben, waren türkische Journalisten – darunter auch Can Dündar, den wir in Deutschland kennen.“

Am Dienstag, 4. April 2017, sterben in Chan Scheichun, im Nordwesten Syriens, bis zu 87 Menschen durch einen chemischen Kampfstoff. Die USA und Großbritannien behaupten (und das schon Minuten nach dem Vorfall): Das Assad-Regime sei für die Toten verantwortlich. Syrien und Russland bestreiten, dass die Regierung von Baschar Al-Assad für den Chemiewaffen-Einsatz verantwortlich ist.

Am Tag darauf, am Mittwoch, 5. April 2017, ist der Nahostexperte Michael Lüders in der  ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ eingeladen, um den Vorfall zu kommentieren. Lüders mahnt zur Vorsicht: Man könne nicht per se dem Assad-Regime die Schuld für den Einsatz der Chemiewaffen geben. Er verweist auf einen ähnlichen Giftgasangriff von 2013 und behauptet: „Mittlerweile wissen wir, mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass es nicht das Regime war, das für diesen Giftgaseinsatz verantwortlich war.“

Später untermauerte Michael Lüders in der Talkshow seine These mit dieser Aussage: „Wir wissen, dass die Türkei die Nusra-Front und andere Gruppierungen mit Saringas ausgestattet hat und sie stellen Saringas selber her. Und die ersten die darüber berichtet haben, waren türkische Journalisten – darunter auch Can Dündar, den wir in Deutschland kennen.“

Can Dündar widerspricht: Der ehemalige Chefredakteur von „Cumhuriyet“ und Gründer von özgürüz – eine Kooperation mit CORRECTIV – sagt, er habe über Waffenlieferungen berichtet, niemals aber über Giftgas. Dündar fügt hinzu: Inzwischen habe sich Michael Lüders per SMS bei ihm entschuldigt.

Also betrachten wir diese Angelegenheit mal von anderen Seiten aus um zu sehen, ob an den Anschuldigungen etwas dran sein kann.

Aus Lüders Buch „Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ zeigt sich, dass er sich bei den Behauptungen auf zwei Artikel des renommierten US-Journalisten Seymour Hersh bezieht. Hersh hatte im Dezember 2013 und April 2014 unter Berufung auf einen US-Geheimdienstmitarbeiter geschrieben, die britischen und amerikanischen Nachrichtendienste selbst hätten Zweifel, ob tatsächlich das Assad-Regime das Giftgas eingesetzt habe. Wegen dieser Zweifel habe Obama nicht den Befehl erteilt, Syrien anzugreifen.

Hersh berichtete zudem über enge Verbindungen zwischen der Türkei und der islamistischen Al-Nusra-Front, die gegen Assad und den IS kämpft. So soll die Türkei ein Programm der Al Nusra zur Entwicklung von Chemiewaffen maßgeblich unterstützt haben. Dieses Gas sei dann eingesetzt worden, um den Angriff später dem syrischen Regime in die Schuhe zu schieben – und so einen US-Militärschlag zu provozieren. Eine Operation unter falscher Flagge also (false-flag-operation).

Weiter Indizien dafür, dass die Vorwürfe stimmen kommen durch Angaben eines derzeit in Adana inhaftierten Staatsanwaltes und gerichtliche Zeugenaussagen aus einem eigentlich geheimen Prozess gegen Gendarmeriebeamte, die der Nachrichtenagentur Reuters zugespielt wurden, haben weit über die Türkei hinaus Aufsehen erregt. Dabei solle die ‪‎Türkei‬ umfassende Waffenlieferungen an syrische Rebellen veranlasst haben.

Es geht dabei um die Durchsuchung von vier Lkws in der südtürkischen Provinz durch Polizei und Gendarmerie, von denen eine im November 2013 und drei weitere im Januar 2014 stattgefunden hatten. Der wenig später inhaftierte und derzeit wegen des Verdachts auf Anordnung einer illegalen Durchsuchung angeklagte Staatsanwalt Özcan Sisman hatte diese angeordnet, nachdem ihm ein anonymer Hinweis aus den Reihen der Polizei zugegangen sei, wonach die Fahrzeuge Waffen für dschihadistische Rebellen in Syrien transportieren würden.

Die Anordnung hatte turbulente Szenen zur Folge. So wurden die Lkws von Fahrzeugen der Nationalen Geheimdienstorganisation der Türkei (MİT) begleitet, die im Januar die Gendarmen und Polizeibeamten an der Vollstreckung des Durchsuchungsbefehls teils mit handgreiflichen Mitteln zu hindern versuchten. Sogar der Gouverneur der Provinz musste sich einschalten. In der Türkei können Staatsanwälte in Fragen der nationalen Sicherheit nicht ohne weiteres Eigentum des Geheimdienstes durchsuchen.

Auch türkische Journalisten, die in diesen Fällen recherchieren und versuchen die Wahrheiten an die Öffentlichkeit zu tragen, werden inhaftiert und somit verhindert, dass diese Vorwürfe bekräftigt werden können.

Dass die in deutschen und anderen westlichen Medien und von westlichen Politikern auch heute noch behauptete Story, der syrische Präsident/Machthaber Assad habe Giftgas in Syrien eingesetzt, falsch und seit mindestens drei Jahren widerlegt ist (auch von US-Wissenschaftlern und -Journalisten), wurde hier schon mehrmals angesprochen. Die ehemaligen ARD-Journalisten beziehungsweise -Mitarbeiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer haben im August 2016 zu der Thematik eine Programmbeschwerde bei der ARD eingereicht (Siehe hier bei Rationalgalerie Giftgas? Nicht ohne Genehmigung der ARD! Wie die Türkei zu einem echten Freund der Deutschen wird, vergleiche dazu auch die Propagandaschau, ARD: Erneute Programmbeschwerde wegen Nachrichten-Unterdrückung zum Giftgaseinsatz in Syrien).

Mehr zu der Thematik gibt es auch bei Telepolis. Das Magazin schrieb am 30. Oktober 2015 in dem Artikel Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff? unter anderem Folgendes:

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“Der türkische Geheimdienst soll hinter dem Angriff stecken.

Mehr als zwei Jahre später sitzen am 21. Oktober 2015 zwei türkische Parlamentsabgeordnete an einem Tisch in Istanbul und erzählen ihre Version der Ereignisse. Eren Erdem und Ali Şeker heißen die beiden Co-Vorsitzenden der oppositionellen CHP-Fraktion im türkischen Parlament. Sie wollen neue Beweise vorlegen: Dafür, dass nicht die syrische Armee, sondern dschihadistische Milizen den Angriff ausgeführt haben. Und fafür, dass nicht Assad, sondern der türkische Geheimdienst hinter dem Angriff von Ghouta steckt.

Hintergrund der Pressekonferenz sind Ermittlungen eines Gerichts im südtürkischen Adana. Die Anklage warf dort 13 Türken vor, Giftgas von der Türkei nach Syrien geschmuggelt haben. Doch dem Gericht reichten die Indizien nicht für eine Verurteilung, es ließ die Männer nach drei Monaten wieder frei. Erdem und Şeker hatten nach eigener Aussage Einblick in die Gerichtsakten und kommen bei ihrer Pressekonferenz zu einer ganz anderen Bewertung als das Gericht.”.

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Syrienexperte Prof. Meyer: Kein Giftgas durch Assad, aber durch Terroristen – USA schuld an Syrienkrieg

In einem Interview im Wiesbadener Kurier (“Russlands Einschreiten als Wendepunkt“) vom 6.8.2016, zur Eskalation in Aleppo stellt der führende deutsche Syrien- und Orientexperte, Professor Günter Meyer von der Universität Mainz klar, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Hauptverantwortlichen für den Krieg in Syrien sind und den Sturz des jetzigen syrischen Präsidenten Assad schon seit fünfzehn Jahren geplant haben. Der Wissenschaftler nimmt auch Stellung zu der üblichen Propaganda des Westens und der dschihadistischen Terrorgruppen (“Rebellen”) zum Syrienkrieg und führt aus, dass die syrische Regierung auch aktuell keine Giftgasangriffe durchführte, es aber etliche Beweise für Giftgaseinsätze durch die teilweise vom Westen unterstützten Rebellen gibt. Außerdem weist er darauf hin, dass die “Rebellen” die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbrauchen.

In dem Interview heißt es unter anderem (Interviewer in fetter, Meyer in normaler Schrift): “Professor Meyer, die Meldungen über den Einsatz chemischer Waffen häufen sich dieser Tage. Ist das eine neue Eskalation? Nein, diese Meldungen sind Standardanschuldigungen, die ohne überzeugende Belege immer wieder gegen das Assad-Regime erhoben werden, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu erregen. Dagegen gibt es zahlreiche Beweise für den Einsatz von Chlorgas durch den IS und andere djihadistische Milizen. So auch bei den jüngsten Kämpfen um Aleppo, wo es einige Verletzte durch einen Giftgaseinsatz gegeben hat. […] Ein Brandherd ist dieser Tage Ost-Aleppo…. […] Wie in anderen vom Regime belagerten Städten benutzen die Dschihadisten auch hier die Zivilbevölkerung als Schutzschilde und verhindern, dass sich die Einwohner in Sicherheit bringen können. […] Welche Rolle spielt die USA für die Entwicklung? Die USA ist der Hauptverantwortliche dafür, dass unter der Herrschaft des einstigen Hoffnungsträgers Baschar al-Assad, dem westlich orientierten Kinderarzt, Syrien in eine beispiellose Katastrophe gestürzt ist. Schon unmittelbar nach den Terroranschlägen von Al-Kaida 2001 plante die US-Regierung, die Regime in Syrien und sechs weiteren islamischen Ländern auszuwechseln.”

BBC fälschte dilettantisch Chemiewaffenangriff und britische Regierung straft darüber berichtende Medien ab

Telepolis berichtet über einen Angriff auf die “Feindpresse” in UK: Konten des russischen Senders RT in Großbritannien eingefroren. Am Ende des Artikels heißt es dabei interessanterweise bezüglich des Falls und möglicher Gründe für das britische Vorgehen auch: “Die BBC berichtet, die britische Rundfunkaufsicht habe gegenüber RT für einen einseitigen Beitrag eine Rüge ausgesprochen. RT behauptete, die BBC habe einen Bericht im Zusammenhang mit einem Chemiewaffeneinsatz in Syrien inszeniert. Die Rundfunkaufsicht kam zu dem Ergebnis, dass der RT-Beitrag in der Angelegenheit ‘im Wesentlichen irreführend’ sei.”. Das bizarre daran: Bei dem BBC-Beitrag um einen angeblichen syrischen Chemie- bzw. Brandbombenangriff handelte es sich tatsächlich um eine plumpe Propaganda-Fälschung inklusive grinsender und voll behaarter “Opfer” etc., über die nicht nur RT berichtet hatte: “BBC: „Saving Syria’s Children“ – Lügenmärchen westlicher Propaganda”. Und die BBC selbst bringt die RT-Kritik an diesem Falschbeitrag zumindest indirekt als Grund für die Kontosperrungen ins Spiel.

Die BBC schreibt Folgendes zu der Kontosperrung von Russia Today und der Kritik an der erwähnten BBC-“Doku” zu dem angeblichen Chemiewaffeneinsatz, die von der BBC selbst in einem Zusammenhang gesehen werden: “RT, which is run by the Kremlin, has previously been accused of biased reporting and found in breach of Ofcom regulations. The UK broadcasting regulator criticised a programme in which RT claimed the BBC had “staged” a chemical weapons attack for a news report on Syria. Ofcom ruled that parts of the RT programme were ‘materially misleading’. Russian media outlets have made inroads into the UK recently. The state-funded Sputnik news agency set up in Edinburgh in August to broadcast live radio programmes from Scotland. It said its goal was “telling the untold” to Scottish and UK audiences, although critics say it will act as a Kremlin mouthpiece.”.

Hier im Folgenden einige kleine Auszüge der deutschsprachigen Übersetzung eines englischsprachigen Berichts von bbcpanoramasavingsyriaschildren.wordpress.com, der sich mit dem durch BBC-Journalisten gefälschten angeblichen Angriff syrischer Regierungstruppen in Syrien beschäftigt und diese ganzen Ungereimtheiten und Manipulationen belegt, bei der Propagandaschau. Der Russia-Today-Bericht basiert wohl im wesentlichen auf den Beobachtungen dieses kritischen englischen Blogs mit dem Titel “Fabrication in BBC Panorama ‘Saving Syria’s Children’”.

Der Originalbericht unter bbcpanoramasavingsyriaschildren.wordpress.com und dessen deutsche Übersetzung listen eine Fülle von Falschangaben, Merkwürdigkeiten, krassen Widersprüchen, medizinischen Unmöglichkeiten, Videofälschungen etc. auf, die hier in wenigen Auszügen gar nicht alle abgedeckt werden können.

“Am 29. August 2013, als das britische Parlament (House of Commons) über eine mögliche militärische Intervention in Syrien abstimmte, brachten die 10 Uhr-Nachrichten der BBC einen Bericht von Ian Pannell und Kameramann Darren Conway. Darin wird behauptet, dass ein syrisches Kampfflugzeug eine Brandbombe mit einer „Napalm-artigen“ Substanz – möglicherweise Thermit – auf den Spielplatz einer Schule in Aleppo abwarf. […]

Unten stehendes Foto stammt ursprünglich aus dem BBC-Bericht vom 29. August 2013. Der schmale Bursche mit dem schwarzen Leibchen rechts im Bild, angebliches Opfer derNapalm-artigen Substanz, schaut in die Kamera und grinst breit. […]

Der Säugling bei Minute 31 in „Saving Syria’s Children“ zeigt keine Anzeichen von Verbrennungen, wie in der Erzählung behauptet. Und ganz gewiss nicht die von Dr. Hallam behaupteten 80% (in anderen Berichten „Verbrennungen am ganzen Körper“), dann wären die meisten Teile des Säuglings verbrannt. Er sieht im Gegenteil ziemlich unverletzt aus und zeigt keine Anzeichen von ungewöhnlichem Stress. […]

Eine BBC-Nachricht von Ian Pannell lautete, dass der Vater des Säuglings „ebenfalls Verbrennungen erlitt und hilflos auf einer Liege mit seinem Kind im Arm saß“. Bei 22:17 sagt Dr. Hallam, dass der Vater Verbrennungen im Gesicht habe und dass er Kopfverbrennungen habe. Bei 31:16 sehen wir jedoch den Vater hinter der linken Schulter von Dr. Ahsan bei bester Gesundheit und anscheinend unverletzt (genauso wie bei 31:31, wenn er das Baby hält – lebhaft, unbeschadet, lautstark). […]

Ein praktizierender Arzt hat seine Meinung zu den präsentierten Verletzungen in „Saving Syria’s Children“ dargelegt:

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Ich habe mir die BBC Panorama-Sendung angeschaut. Ein interessanter Bericht, aber ich denke die Szenen mit den Schulkindern und den Brandverletzungen sind Schauspielerei.

Vier Monate habe ich letztes Jahr mit traumatischen Verletzungen und in der Orthopädie gearbeitet, ich kenne also Brandverletzungen aus erster Hand. Die gezeigten Opfer hatten anscheinend „weniger schmerzhafte“ Verletzungen. Sie können sitzen, angefasst werden und sich sogar mit anderen unterhalten. So verhält sich kein Verletzter mit schweren Brandwunden.

  • Diese brüllen den Raum mit ihrem Schmerz nieder. Sogar nach der Wundversorgung und mit Schmerzmitteln haben sie Schmerzen und schreien.

  • Viele Brandverletzte können sich nicht einmal auf einfache Anweisungen konzentrieren, wie sich hinzusetzen und zu warten. Die Sache mit dem Säugling ist besonders seltsam (ich glaube nicht dass es ein kulturelles Phänomen ist. Schmerz ist Schmerz, und er kann einen verrückt machen). […]
  • Bei 33:05 bis 33:46 wendet sich der im gelben Super9-Shirt (Lutfi Arsi) ruhig seinen angeblichen Mitopfern zu, dirigiert ein Mitglied des Hilfsteams zu ihnen, schlendert nach hinten, nimmt einen Stuhl und setzt sich hin.
  • Beachten Sie in der gleichen Sequenz im Hintergrund das übertriebene Hin und Her wälzen des Mannes im weißen T-Shirt. Man kann ihn anhand der drei schwarzen Flecken auf seinem T-Shirt identifizieren. Es ist der angebliche Lehrer, der später (wegen seiner verbundenen Arme) ein entspanntes und überzeugendes Interview gibt, teilweise hier (englisch) übersetzt. […]”

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Wer also nach so vielen Fakten immer noch nicht glaubt, dass man hier von vorne bis hinten belogen wird und dass die Türkei und die USA hinter all dem stecken, dem kann man nicht mehr helfen. Und weil genau jetzt der Zeitpunkt erreicht ist, dass kaum noch jemand an diese Märchen von Assads Giftgasangriffen glaubt, hat man gestern noch eben schnell ein Giftgasdepot des IS in Syrien zerbombt, damit bloß keine weiteren Rückschlüsse gezogen werden können.

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Überträger von Krankheiten? Wissenschaftler bisher ratlos: „Diese Wanzen dürften eigentlich keine Menschen stechen“

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