Raketenabwehrsystem THAAD: China fordert Abzug aus Südkorea

Zwei Fliegen mit einer Klappe?
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Seoul/Peking (ParsToday / K-Networld) – Die Spannungen im Konflikt mit Nordkorea nehmen zu. Am Mittwoch haben die USA nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap damit begonnen, das Raketenabwehrsystem THAAD in  Seongju aufzubauen.

Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch vor der Presse mitteilte, hätten Südkorea und die USA zuvor beschlossen, zunächst Teile des Raketenabwehrsystems in Einsatzbereitschaft zu versetzen. Noch vor Ende des Jahres könnten die restlichen Teile des Systems vollständig installiert werden, so das Verteidigungsministerium in Seoul.

Neben Nordkorea verärgert die Positionierung des Systems auch China, das sich in den letzten Wochen zunehmend von Nordkorea distanziert. Peking sieht durch den Aufbau des Raketenabwehrsystems jedoch seine Sicherheitsinteressen bedroht.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, sagte heute bei seiner täglichen Pressekonferenz mit Journalisten, die Stationierung des US-Raketenabwehrsystem verschärfe die bereits bestehenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. China fodere den Abzug des Systems.

Vor dem THAAD-Gelände im Landkreis Seongju kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten, die gegen die Stationierung des Raketenabwehrsystems protestierten.

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Bereits am Dienstag legte das atomgetriebene Raketen-U-Boot „USS Michigan“ in der südkoreanischen Küstenstadt Busan an, was Nordkorea veranlasste der USA mit einem Atomangriff zu drohen. Aber es ist nicht allein der Grund der Eskalation zwischen Nord- und Südkorea, warum sich China empört. Die USA hatten sich in der Vergangenheit nicht besonders freundlich China gegenüber gezeigt und auch Drohungen ausgesprochen. Dieses Abwehrsystem könnte auch für China mitgedacht sein, so zumindest die Gedanken der chinesischen Führung.

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