Bundespolizei: Krankenstände sind um 40 Prozent gestiegen!

Foto (c) bundespolizei.de

Der Krankenstand bei der Bundespolizei ist seit 2010 um mehr als 40 Prozent angestiegen. Im Jahr 2015 fielen Bundespolizisten durchschnittlich jeden zehnten Tag wegen Krankheit aus.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die dem Redaktions Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Danach lag der Anteil der krankheitsbedingten Fehltage 2010 noch bei knapp 7 Prozent. Beim Zoll nahm die Ausfallquote im Vergleichszeitraum von 7,25 auf 8,7 Prozent zu.

Dramatisch entwickelte sich bei Bundespolizei und Zoll die Zahl der Selbsttötungen. Zwischen 2010 und 2015 registrierte das Bundesinnenministerium  65 Suizide, nachweislich vier mit der Dienstwaffe. Damit war der Anteil der Selbsttötungen in diesen beiden Behörden um das Achtfache höher als bundesweit üblich. Zurzeit beschäftigen Bundespolizei und Zoll  79 000 Mitarbeiter. Frank Tempel, Vizechef der Linksfraktion im Bundestag, sprach von einem „deutlichen Zeichen von Überbelastung“.

Schuld an Krankheit und Verzweiflung seien nicht zuletzt ausufernde Verwaltungsaufgaben. Die hohe Zahl an Suizidfällen nannte Tempel „schockierend“. Eine mangelnde Organisationskultur in den Behörden mache es Vorgesetzten schwer, auffällige Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen und Veränderungen in die Wege zu leiten.

Und das sind nur die Zahlen bis 2015. Es ist anzunehmen, dass die Zahlen seit 2015 noch viel dramatischer ausfallen, weil die Mehrbelastung der Polizisten seitdem, bedingt durch die Massenmigration extrem angestiegen ist. Auch ist die Zahl der Übergriffe auf die Bundespolizei und Zoll erheblich gestiegen, was noch weiteren Druck auf die Beamten ausübt.

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