Papst Franziskus versus US-Senator John Mc Cain

Es ist Endspiel-Zeit. Niemand sollte sich darüber hinwegtäuschen oder hinwegtäuschen lassen. Wer noch Fragen hat, der sollte eine der zahlreichen Twitter-Nachrichten des frisch im Amt befindlichen amerikanischen Präsidenten Donald Trump nachlesen.

Von: Willy Wimmer, Jüchen, den 10. 2. 2017

Niemand konnte es besser formulieren als Präsident Trump. Er bescheinigte seinem Parteifeind Mc. Cain, damit beschäftigt zu sein, wie er am besten den Dritten Weltkrieg auslösen könne. Man muss es nicht für möglich halten. Das kann aber nur gelingen, wenn die eigenen Augen bewusst verschlossen oder die Ohren zugehalten werden. Der Papst Franziskus sagt es seit Monaten jedem, der sich seines Verstandes bedienen will: wir leben im Dritten Weltkrieg. Senator Mc Cain scheint es sich zu Vorsatz gemacht zu haben, diesen Weg unumkehrbar zu machen.

Es ist der Papst Franziskus, der die Dimension deutlich macht. Nichts anderes geschieht am 13. Mai 2017, also in wenigen Monaten. An diesem Tag wird der Heilige Vater, wie er ehrfurchtsvoll von hunderten von Millionen Menschen genannt wird, den Menschen auf der ganzen Welt im portugiesischen Fatima ins Gewissen reden. Es gibt keinen Platz so unmittelbar vor der Apokalypse, der die Dramatik der Lage, in der sich die Menschheit befindet, deutlicher machen kann, als gerade Fatima. Es ist einhundert Jahre her, dass nach Ansicht der katholischen Welt Kindern dort Weissagungen gemacht worden sind, die sich in schrecklicher Weise bisher bewahrheitet haben. Die Weissagung hatte das baldige Ende des Ersten Weltkrieges zum Inhalt. Über die Revolutionen in Russland und Versailles wurde das Tor zur Hölle aufgestoßen und der noch schrecklichere Zweite Weltkrieg avisiert. Haben wir doch hinter uns gelassen, könnte der eine oder andere heute denken. Mitnichten, wenn die Weissagungen von Fatima zum Nennwert genommen werden. Die drei Kinder von Fatima haben für unsere Zeit den Krieg angesprochen, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen wird. Dabei wurde auch der Kern der Auseinandersetzung im Kampf zwischen Gut und Böse verdeutlicht. Es gelte für die Welt, Russland seinen ihm zustehenden Platz auf der Welt zuzubilligen.

Dafür scheint Präsident Donald Trump nach Jahren des Aufmarsches gegen Russland, für den das republikanisch-demokratische Kriegsestablishment unter Führung von Senator Mc Cain in Washington in erster Linie steht, die Hand reichen zu wollen. Das weckt natürlich die Erinnerung an den hingemordeten amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, dem ähnliches unterstellt worden ist. Wer heutzutage den Dauerbeschuss auf CNN gegen den gerade im Amt befindlichen neuen Präsidenten Donald Trump sich als Europäer anhört, kann nur einen Eindruck gewinnen. Es muss unter allen Umständen verhindert werden, Donald Trump in dieser Rolle im Zusammenwirken mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen. Die Dimension der Hetze können wir in Deutschland sehr wohl unter historischen Aspekten abschätzen. Kein Opfer war perfide genug, endlich gegen das kaiserliche Deutschland zu Felde ziehen zu können. George Friedman und andere können heute noch als Kronzeugen für den damit verbundenen Gesamtplan herangezogen werden.

Da ist Ablenkung angesagt. Mit was zu rechnen war, hat der global agierende Strippen- zieher George Soros nach Presseberichten unmittelbar nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten deutlich gemacht. Da wurde in Washington Kriegsrat gehalten Selbst CNN hat darüber berichtet, welche Gemeinschaft wegen der Entwicklung in den USA komplett in Lager gespalten sei. Es ist das gute Recht von all denen, die sich heute nicht nur in Washington oder London und Berlin lautstark gegen Präsident Trump und seinen temporären Einreise-Stopp auf den Straßen und Plätzen vernehmen lassen, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen. Sie müssen sich nur fragen lassen, wo sie eigentlich gewesen sind, als die Zerstückelung dieser fraglichen Staaten durch die Washingtoner Politik mit hunderttausenden von Toten hätte verhindert werden können. Frau Clinton bekam von diesen sadistischen amerikanischen Anwandlungen nach den Fernsehbildern, die Ghaddafi zeigten, doch immer noch nicht genug.

Da wundert es nicht, wenn in den Tagen nach dem berühmten Tweet gegen Senator Mc Cain durch Präsident Trump dieser förmlich Schaum vor dem Mund hatte, als er den neuen Präsidenten der Schändung eines republikanischen Denkmals bezichtigte. Es sei doch Ronald Reagan gewesen, der von den USA als „der glänzenden Stadt auf dem Hügel“ gesprochen habe. Recht hat er, der Senator. Das nennt man Hybris und die ganze Welt wird darüber zur Schlachtbank. Um das darzustellen, ist auf den Westdeutschen Rundfunk Verlass. Das gab es schon einmal. Nach dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien war es ein mutiges Team vom WDR, das den Introitus zu „fake news“ seitens unserer Regierung und der NATO geschrieben hatte. „Es begann mit einer Lüge“, dieser Film zog den scheinheiligen Kriegstreibern des Westens die Masken reihenweise vom Gesicht. Diese Woche langte der WDR wieder zu, auch wenn die späte Aussendung zeitgleich zum Spiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC die meisten Zuschauer Prioritäten setzen lies. Was der WDR sendet, war harter Tobak. „Die amerikanischen Präsidenten und der Krieg“ beschäftigte sich mit dem Verhältnis der USA zu Krieg. Der „ewige Jungbrunnen“ ist nichts dagegen. Die Auseinandersetzung um Präsident Trump lässt es nicht zu, noch von einer transatlantischen „Wertegemeinschaft“ zu sprechen. Wer den WDR-Film über eineinhalb Stunden gesehen hat, kommt ohnehin nicht auf diese Idee.

In München wird derzeit zwischen dem 17. und 19. Februar 2017 bei der jährlich stattfindenden Messe für Kriege und Revolutionen der „rote Teppich“ auf Weisung der Bundesregierung für einen amerikanischen Senator ausgelegt: Senator John Mc Cain. Das alles ist nur noch ein Thema für den „Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag“, wenn es nicht bereits zu spät ist. Es gibt allerdings noch Fatima.

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Russland und die Religion: Wie der Staat den Islam sieht

Ein Artikel von OLEG JEGOROW , zuvor veröffentlicht auf Russia beyond the headlines

Der unpolitische Islam genießt die Unterstützung der russischen Regierung. Quelle: Denis Tarasov/Global Look Press

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Der Islam gehöre zu Russland und sei neben anderen Glaubensrichtungen ein fester Bestandteil der russischen Kultur. So lautet die offizielle Position der russischen Staatsführung. Dennoch wachen die Machthaber penibel darüber, ob Muslime auch wirklich loyale Staatsbürger sind. Organisationen, die sich dem Staat widersetzen – sei es gewaltsam oder politisch –, werden verboten.

„Der traditionelle Islam ist ein unentbehrlicher Teil des geistigen Lebens unseres Landes“, sagte Wladimir Putin im September 2015 bei der Eröffnung der Moskauer Kathedralmoschee, einer der größten Moscheen Europas. Die Traditionen des aufgeklärten Islams hätten sich über Jahrhunderte in Russland entwickelt und der russische Staat werde die islamische Theologie weiterhin fördern, betonte der russische Präsident.

In diesen Worten kommt die offizielle Position des russischen Staates zum Ausdruck: Der Islam sei eine friedfertige und freundliche Religion, die keinen Bezug zu pervertierten Auslegungen radikaler Islamisten und Terroristen habe. Auf seiner Pressekonferenz Ende Dezember betonte Wladimir Putin, er lehne es ab, die Begriffe „Islam“ und „Terror“ im selben Zusammenhang zu gebrauchen.

Vielfältiger Glaube

Wie die säkulare Staatsführung trennen auch die Vertreter der Religion in Russland zwischen radikalem und traditionellem Islam. Der eine sei gefährlich und stifte Terror. Der andere sei tolerant und basiere nicht auf dem Koran allein, sondern auch auf den Traditionen muslimischer Völker und der Idee friedlicher Koexistenz der Religionen.

Warum Burkinis in Russland kein Thema sind

„In jeder russischen Region wird unter traditionellem Islam etwas Anderes verstanden“, weiß der Religionswissenschaftler Igor Sagarin von der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst beim Präsidenten Russlands (RANCHiGS). „Ob Tatarstan, Baschkirien oder Kaukasus: Jede Teilrepublik hat ihre eigenen Bräuche.“ Außerdem hätten Muslime in Russland kein gemeinsames geistiges Zentrum wie etwa die Russisch-Orthodoxe Kirche für die Christen. Jede Region habe ihre eigenen spirituellen Anführer, die jenseits der regionalen Grenzen nicht unbedingt anerkannt würden. „In Russland gibt es Dutzende geistige Zentren und Strukturen, die miteinander konkurrieren“, erklärt der Experte.

 

Gemeinsamkeiten hätten die traditionellen Islamformen russischer Prägung trotzdem, betont Sagarin. Die meisten Muslime in Russland orientierten sich am sunnitischen Islam – und zwar an jenen Schulen, die sich sowohl auf den Koran als auch auf historisch gewachsene Traditionen berufen. Diese Ausprägung des Islams sei gemäßigter als die konservativen Strömungen, die etwa in Saudi-Arabien dominierten.

Tradition vs. Scharia

Die Gegner des traditionellen Islams seien laut Religionswissenschaftler Sagarin vor allem Salafisten. Diese würden für die Läuterung des Islams eintreten: die Rückkehr zu Lebensgrundsätzen aus der Zeit des Propheten Mohammed und die radikale Einhaltung der Scharia.

Bikes statt Burkas: Wie eine Frau Tabus einfach überfuhr

Der salafistische Islam sei in Russland „nicht wirklich akzeptiert“, so Sagarin. So heiße es in einer Fatwa, einer religiösen Rechtsauskunft, die auf einer Islamkonferenz in der tschetschenischen Hauptstadt Grosnyj im August letzten Jahres verabschiedet wurde, Salafisten, Wahabiten und andere Radikale seien „Sektierer und unerwünschte Elemente auf russischem Boden“.

Offiziell verboten sind salafistische Gemeinden aber nicht. Im Nordkaukasus bestehen sie weiter fort. Die gemäßigteren Salafisten seien gegenüber dem Staat loyal und würden offen gegen Gewalt eintreten, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Memorial über die Lage im Nordkaukasus in den letzten zwei Jahren.

Dennoch übe die Regierung Druck auf Salafisten aus: Diese stünden unter besonderer Beobachtung und man versuche, ihre Moscheen zu schließen. „Die Staatsführung behandelt die Salafisten von vornherein so, als wären sie nicht loyal oder könnten jederzeit illoyal werden“, sagt Ilschat Sajetow, leitender Islamforscher der Stiftung Marjani.

Der politische Islam ist Russlands Feind

Im Unterschied zu den Salafisten sind andere muslimische Organisationen in Russland als terroristisch oder extremistisch verboten. Neben dem Islamischen Staat und Al-Qaida stehen aber auch solche Gruppen auf dieser Schwarzen Liste, die sich bislang nicht aggressiv gegenüber Russland verhalten haben. Zu diesen zählen beispielsweise die Muslimbrüder oder die Organisation Hizb ut-Tahrir.

Der Grund für deren Verbot ist die in Russland geltende Regel, politische Parteien nicht auf religiöser Basis gründen zu dürfen: Religiöse Einmischungen in die Politik sehe die Regierung gar nicht gern, erklärt der Islamwissenschaftler Sajetow. Die Hizb ut-Tahrir wollten ein Kalifat errichten, die Muslimbrüder hätten eine Mischung aus Demokratie und Scharia zum Ziel, betont Sajetow. Deshalb verbiete der Staat diese.

„Der Versuch, die Legitimität staatlicher Strukturen vom Standpunkt der Scharia und nicht dem der Verfassung aus anzuzweifeln, würde in jedem Staat auf Widerstand stoßen“, sagt Sajetow. Bei aller Vielfalt des russischen Islams: Für den Staat sind nur solche Islamformen akzeptierbar, die auf kulturell-gesellschaftlicher Ebene agieren – ohne politischen Anspruch.

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Heiden sind keine NAZIS

Damit es jeder aktuell vor Augen hat

Artikel 3 GG (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4 GG (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Wir sind Heiden

The first folio of the heroic epic poem Beowulf, written primarily in the West Saxon dialect of Old English. Part of the Cotton MS Vitellius A XV manuscript currently located within the British Library. This is a digital photographic copy of the folio.

Heidentum oder Paganismus (von lat. paganus ‚heidnisch‘; lat. pagus ‚Ort‘) bezeichnet religionsgeschichtlich den Zustand, nicht zu einer der monotheistischen Religionen zu gehören. In Anlehnung an historische Texte aus Antike und Mittelalter werden diese in Europa und Vorderasien von Christen, Muslimen, Juden, Zoroastriern und Manichäern (den abrahamitischen Religionen) abgegrenzt. In der Primärliteratur dieser Epochen ist die Verwendung aufgrund des religiösen Exklusivitätsanspruches fast immer abwertend (pejorativ). In der neueren Forschungsliteratur wird Heidentum/heidnisch und Pagane/pagane Kulte – bezogen auf die Antike und das Mittelalter – wertneutral benutzt, um damit die Anhänger verschiedener Götterkulte von Christen, Juden, Zoroastriern und Manichäern zu unterscheiden, ohne dass damit eine Abwertung vorgenommen wird.

Die negative Konnotation des Begriffs Heidentum hat allerdings aufgrund weiterhin wirksamer religiöser Prägungen kaum abgeschwächt in den heutigen Sprachgebrauch überdauert. In der Moderne findet der Begriff Heide aufgrund pluralistischer liberaler Tendenzen jedoch keine Anwendung mehr für Atheisten, Agnostiker oder Minderheitsreligionen. Als Selbstbezeichnung von Anhängern neopaganistischer Bewegungen wird er jedoch wieder verwendet.

Auf Atlaskarten aus dem 19. Jahrhundert ist zudem eine Verwendung als Synonym für sogenannte „Stammesreligionen“ zu entnehmen.


Wie auch immer man es nun betitelt oder wie man es versucht einzustufen, Fakt ist dass wir eine Glaubensgemeinschaft bilden und somit eine Minderheit in dieser Welt darstellen. Da die Medien in letzter Zeit immer häufiger die heidnische Kultur in Verbindung mit dem Rechtsextremismus bringen und somit volksverhetzende Thesen in den Umlauf bringen, möchte ich dass die Mediengruppen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Hier einige Beispiele dafür:

Auszug aus einem Artikel bei express.de

Unter Druiden versteht man Anhänger der keltischen Religion. Die Natur sei für den Mann die oberste Gottheit. Die Verbindung aus einem heidnisch-esoterischen Kult mit rechtsextremer Ideologie ist keine Seltenheit. – Quelle: http://www.express.de/25612492 ©2017

Auszug aus einem Artikel bei br.de (hier wurde sich schon vorsichtiger ausgedrückt)

Neo-Druiden und Reichsbürger

Die sogenannten Neo-Druiden beschäftigen sich mit heidnischen Vorstellungen und identifizieren sich mit keltischen Zauberern. Ihre Szene gilt eigentlich als unpolitisch. Offenbar hat sich aber ein Teil abgespalten, der rechtsextrem agiert und im Dunstkreis der sogenannten Reichsbürger aktiv ist. Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterte Bewegung erkennt die Bundesrepublik nicht an und damit auch nicht staatliche Autoritäten wie die Polizei. Viele der laut Behördenschätzung rund 4.500 „Reichsbürger“ gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Die meisten davon leben in Bayern und Baden-Württemberg.

Auszug aus einem Artikel bei tagesspiegel.de

Razzia bei Esoterikern und Reichsbürgern

Die Razzien gegen rechtsextreme Esoteriker wie „Burgos von Buchonia“ und mehrere Reichsbürger zeigen: Es könnte eine neue bizarre Variante rechten Terrors geben.


Also um es mal zu erklären, die heidnische Kultur ist keine Esoterik, es ist ein Glaube! Weiterhin hat dieser nichts mit Rechts- oder Links und absolut überhaupt nichts mit Extremismus zu tun. Weil hier ein Psychopath meint, er sei der Neffe von Merlin und bewaffnet sich und ein paar Andere, wird hier gleich das Heidentum komplett diffamiert.


Ich bin ein Heide und dazu stehe ich. Ich habe ein Problem mit der Christianisierung, die unsere Kultur ausgerottet hatte und ich suche somit unsere Wurzeln. Das mache ich bereits seit 2004 und bin „nicht“ rechtsextrem. Ich habe auch meine Probleme mit der zur Zeit praktizierten Politik, der ganzen Gestezesbrüche durch Angela Merkel, dem Zusehen des gesamten Bundestages und hege auch meine Zweifel an der Richtigkeit des Konstruktes „BRD“. Zumindest kann ich durch meine Recherchen behaupten, und das kann ich auch belegen, dass hier einiges nicht ganz korrekt ist und definitiv aufgearbeitet werden muss. Ich weiß allerdings auch, dass sehr viel Unsinn veröffentlicht wird, was auf zu wenig Bildung zurückzuführen ist, was ich allerdings auch dem Staat zur Last lege.

Es sind Themen, die sogar Juristen teils überfordern und da ist es sicher nicht unverständlich, wenn sich schnell falsche Behauptungen verbreiten. Ich fand es auch wichtig das hier einmal konkret nieder zu schreiben, im Falle man mich demnächst mal aufs Korn nimmt. Was aber jetzt Auftrag für die Bundesregierung und die Massenmedien wird, ist es aufzupassen dass das Heidentum (Glaubensrichtung) nicht zu einer gehetzten Minderheit wird.

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Häuptling Seattle und seine Weisheiten

Von unbekannt – [1], Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=291956

Aktueller denn je!

Etwas Grundsätzliches unterscheidet indianisches Denken und indianische Lebenshaltung von unserem Denken und unserer Einstellung zum Leben. Während für uns der Mensch der „Herr der Schöpfung“ ist – berechtigt, die Natur zu unterwerfen und dienstbar zu machen-, fühlt sich der Indianer als Teil der Erde. Für ihn lebt die ganze Schöpfung, sei es nun Erde, Wasser, Stein, Pflanze, Tier oder Mensch. Deshalb ist das Verhältnis des Indianers zur übrigen Schöpfung von einem Respekt bestimmt, den wir nicht besitzen. Wir können vergangenes Unrecht nicht wiedergutmachen. Aber erst heute, da unsere Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Geschöpfen sich gegen uns zu wenden beginnt und die vergewaltigte und ausgebeutete Natur uns selber zu zerstören droht, können wir den Schmerz und die Verzweiflung der indianischen Völker begreifen, die zusehen mussten, wie all das, was ihnen heilig war, ihre Mutter Erde mit den vielfältigen Lebensformen, ebensowenig geachtet wurde wie sie selber. Wir können zumindest auf das hören, was uns die Indianer Nordamerikas zu sagen haben, und wir werden darin manche Werte finden, die uns verloren gegangen sind und die wir erst wieder suchen müssen. Die heidnische Kultur, das Blut unserer Vorfahren fließt auch jetzt noch durch die Gewässer dieser Lande und auch sie lebten nach ähnlichen Prinzipien. Bis zur Christianisierung. Macht Euch mal Gedanken dazu.




Dokumentation über Zoophilia

Ürsprünglich erschienen auf dem Blog von Einar Schlereth

Ihr braucht gar nicht erst zu googeln, denn dort findet ihr das Wort Zoophilia nicht. Auch die deutsche Rechtschreibung im Libre Office unterstreicht das Wort als falsch. Nun ja, Leute mit Griechisch-Kenntnissen oder mit etwas Phantasie können sich sehr  leicht zusammenreimen, um was es geht:

Um Tierliebe, die Tierliebe der besonderen Art.

Gesetzliche Verbote sind ein Erbe der Bibel.

Die rabiate Verfolgung der Zoophilia begann in Europa, besser noch im christlichen Kulturbereich just mit der Einführung des Christentums. In den ‚heidnischen‘ Ländern war vielerorts Zoophilia Teil des sexuellen Verhaltens. Sie ist im Grunde so alt wie die Menschheit. Die ältesten Kunst-Äußerungen des Menschen, die Grottenmalereien in Altamira (16000 v. u. Z.), die noch viel älteren, die mitten in der Sahara gefunden wurden und noch älteren in Südafrika zeigen Menschen, die mit Tieren sexuell Verkehr haben.

In Persien, Indien, Hinterindien, China bis nach Japan gibt es Malereien, Skulpturen,
Fresken, Holzschnitte aus allen Jahrhunderten, die detailliert den Verkehr von Frauen und Männern mit allen nur denkbaren Tieren darstellen. Ich denke, dass das auch für die Hochkulturen in Nord – und Südamerika gilt, obwohl mir davon nichts präsent ist. Eine amüsante Story ist aus Indien bekannt. Unter der britischen Herrschaft beschwerten sich alle Männer eines Dorfes bei den Engländern, dass ihre Frauen ständig hinauf auf die Weiden gingen, um es mit den Ponys zu treiben. Die Engländer trafen ein salomonisches Urteil: Die Frauen durften nur noch einmal die Woche hinaufgehen.

In der Literatur wurde das Thema auch immer wieder aufgegriffen. Vom Lateiner Lucius Apuleius ‚Der Goldene Esel‘ über ‚Die Gespräche des Göttlichen Aretino‘, bei dem von der Geburt eines Wesens halbMensch/halbTier als Folge eines Verkehrs mit einem Hund im Kloster die Rede ist, bis zum Marquis de Sade und dem Schweden Ivar Lo-Johansson, der von der Liebesgeschichte einer Zirkusartistin mit einem Bären erzählt. Auch in Cartoons gibt es da Thema, z. B. in einem Playboy, wo ein Hirte eine Blondine begattete und im Hintergrund ein Schaf zum anderen sagt: Uns hat er gesagt, dass die fast so gut wie wir seien.

A propos, da fällt mir ein, dass uns eine hübsche Kellnerin eines sehr beliebten Restaurants in Freiburg/Bg erzählte, dass die Kellner nach Feierabend gerne zu einer Weide zogen, wo sie sich an den Schafen vergingen. Im bayrichen Franken, genauer in Bad Neustadt a. d. S., wo ich nach unserer Flucht aufgewachsen bin, kamen wir täglich an einem Blumenladen vorbei, wo es eine wunderschöne Verkäuferin gab, die ihren großen Schäferhund immer mit einer Schale Wasser draußen vor dem Laden ließ. Zehn Jahre nachdem wir die Stadt verlassen hatten, erfuhren wir, dass sie in flagranti mit ihrem Schäfer erwischt wurde.

Kein Zweifel also, dass dieses Thema die Menschheit zu allen Zeiten sehr intensiv beschäftigt hat. Und in jüngster Zeit, im Zusammenhang mit der phantastischen Verbreitung des Internets ist die Frage wieder stärker in den Vordergrund geraten.
Und dies obwohl Zoophilia immer noch in den meisten Ländern der Welt verboten und strafbar ist. Trotzdem ist sie weit verbreitet. Schon im Alfred Kinsey Report in den 50-er Jahren wurden erstmals Angaben über die Ausbreitung gemacht. Danach hatten 1 von 3 Jungen auf dem Lande irgendwann Sex mit Tieren, 8 % der Männer und 3,6 % der Frauen. Das klingt wenig, aber jemand hat ausgerechnet, dass damals, umgerechnet auf London, es 300 000 Frauen gewesen wären.

In den USA sind in jüngerer Zeit weitere Staaten hinzugekommen, die Zoophilia unter Strafe stellen. Insgesamt sind es jetzt 42 Staaten. Auch in Europa ist sie in den meisten Ländern verboten, außer in Dänemark, Schweden und Belgien. Deutschland hat erst kürzlich erneut die Strafe wieder eingeführt. Die Begründung war nicht die Moral, sondern Missbrauch an Tieren. Dabei ist genau das ein ausgesprochener
Schmarrn. Allenfalls können Männer, wenn sie sich an kleinen Hunden vergreifen,
Verletzungen verursachen, was in der Tat zunimmt, wie ich kürzlich las. Aber das
können Frauen nicht.

Aber wie gesagt, breitet sie sich die Zoophilia weiter aus. Vor einiger Zeit hatte ich auf einem der zahllosen US-Fernsehsender einen Moderator gesehen, der sich darüber ereiferte, dass so viele junge Mädchen und Frauen ‚heute es mit ihren Hunden treiben und sogar Fotos  auf Facebook, Twitter etc. auflegen. Davon  zeigte er einige Beispiele. Und es handelt sich dabei nicht etwa um hässliche Girls, die keinen Mann abkriegen, wie gerne behauptet wird, sondern im Gegenteil oft um äußerst hübsche Mädchen. Obendrein sahen sie nicht wie Huren aus, sondern Frauen, die wirklichen Spaß am Sex hatten. Ich kann dazu nicht mehr sagen, weil ich weder Facebook habe noch tweete oder twittere.

IST DAS VERWUNDERLICH? Fragte ich mich spontan. Also erstens nimmt die sexuelle Aktivität ab. In Japan finden die meisten sie lästig und zu anstrengend. Sie schauen sich lieber Pornos an. Auch hier im Westen ist diese Tendenz zu beobachten.

Es gibt keine Männer mehr und auch keine Frauen mehr. Dazu habe ich mich neulich schon in dem Artikel ‚Rassismus, Weiberhass …‚ geäußert. Ich jedenfalls habe auch keine Lust, mit Barbies und Gummis zu hantieren. Dann kann man sich ja gleich eine  aufblasbare Plastikpuppe zulegen.

Und dass die Frauen von den Typen die Nase voll haben, die nichts von Zärtlichkeit, Sex und Liebe verstehen, sondern nur abdrücken wollen, möglichst oral, wovon die Frau ja relativ wenig hat, ist auch verständlich. Da ist doch ein Hund die weitaus bessere Alternative. 1. Hund sabbelt kein dummes Zeug. 2. Meckert nicht an der Figur, an den zu kleinen oder zu großen Brüsten herum. 3. Man bekommt Sex, wenn sie will und nicht der große Meister. 4. Für ihn braucht man sich nicht von Kopf bis Fuß rasieren und parfümieren. 5. Keine Angst vor Schwangerschaft. 6. Keine Angst vor Aids. 5. Hunde sind Weltmeister im Lecken. 7. Sie sind gut bestückt. 8. Sie ergießen sich reichlich und lange. 9. Ihr Penis-Knoten bearbeitet intensiv den G-Punkt. 10. Sie petzen nicht! 11. Last not least ist der Hund auch ein Schutz. Das ist nötig, da wir ja gesehen haben, wie deutsche Männer nur zuschauen, wenn ihre Frauen vergewaltigt werden.

In dem Dokumentarfilm ‚Hidden Love: Animal Passions‘ auf Documentary Storm habe ich etliche Punkte bestätigt bekommen. Dort haben sich Männer und Frauen geoutet, die Sex mit Tieren haben. Überwiegend Männer, die Pferde liebten. Dort wurde die These vertreten, dass Männer stärker in der Zoophilia vertreten seien als Frauen. Dem widerspricht jedoch eine Frau getrennt in einem anderen Interview, die meint, dass Frauen es häufiger machen. Die Frau, die auch hervorgehoben hat, wie wunderbar sich das Fell des Tieres auf ihrer Haut anfühlte. Na klar, Frauen immer schon Felle und Pelze geliebt.

Das meine ich auch. Denn ich habe nie einen Mann gekannt oder nur von einem gehört (abgesehen von den Kellnern), dass er zoophil sei, aber von relativ vielen Frauen, dass sie es schon gemacht haben oder Freundinnen. Da ich Frauen immer geliebt habe und Beziehungen hatte, die sich über Jahrzehnte hinzogen, genoss ich meist das Vertrauen der Frauen. So wurden mir häufig Geheimnisse anvertraut, die ich immer gehütet habe. Frauen haben auch viel mehr Möglichkeiten, wenn sie etwa zuhause Haushalt und Kinder versorgen – und einen Hund haben. Pferde hat man halt nicht so leicht zur Hand. Welche Frau träumt nicht von Pferden. Aber die Chancen sind gering. Frauen werden oft durch die Hunde gereizt, weil die ja gerne alles bespringen, was ihnen in die Quere kommt.

In diesem Video wirft Hani Miletzki in einer Doktorarbeit  einen interessanten Punkt in die Diskussion und zwar gegen das Argument vom Missbrauch. Da wäre doch zu fragen, so meint sie, wie oft und welches Tier befragt wird, bevor es zur Schlachtbank geführt wird. Es werden jährlich Milliarden und aber Milliarden Tiere oft auf äußerst grausame Weise getötet und von den Menschen verzehrt. Und das, nachdem sie mehr oder weniger lange auf wirklich bestialische Weise gezüchtet und gehalten werden. Da protestieren die Tierschützer seit Jahren vergeblich und wenn sie es wagen, etwa gar einzuschreiten, haut man ihnen die Hucke voll. Kein Wort von Missbrauch. Wie gewöhnlich nichts als Heuchelei. Also doch Moral – und zwar die christliche.

Hani Miletski

Obendrein hat diese maßlose Fleischfresserei ein gerüttelt Maß an der Fettleibigkeit Schuld und durch den enormen Methanausstoß auch an der Klimaveränderung. Spielt alles keine Rolle, wir wollen täglich unsere drei Koteletts auf den Tisch haben. Aber wenn ein Mann seine Stute liebt und sogar heiratet, dann bricht die Welt zusammen.

Hier hänge ich noch das Video über das Buch von Hani Miletski an, in dem sie viele der seltsamen Mythen, die sich um Zoophilia ranken, ad absurdem führt (Geschichten vom selben Kaliber, wie sie noch in meiner Jugend über Selbstbefriedigung verbreitet wurden – man bekommt Rückgratverkrümmung, Nervenkrankheiten u. dgl.)  Für sie ist Zoophilia schlicht eine Orientierung.

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Autor: Einar Schlereth




Jesuiten

Der geheime Schwur der Jesuiten, Eidform(el) des ewig Bösen:

Ich ………….……………………… (Name des zukünftigen Mitglieds der Jesuiten), werde jetzt, in der Gegenwart des allmächtigen Gottes, der gebenedeiten Jungfrau Maria, des gesegneten Erzengels Michael, des seligen Johannes des Täufers, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und all der Heiligen und heiligen, himmlischen Heerscharen und zu dir, meinem geistlichen Vater, dem oberen General der Vereinigung Jesu, gegründet durch den Heiligen Ignatius von Loyola, in dem Pontifikalamt von Paul III. und fortgesetzt bis zum jetzigen, hervorgebracht durch den Leib der Jungfrau, der Gebärmutter Gottes und dem Stab Jesu Christi, erklären und schwören, dass seine Heiligkeit, der Papst, Christi stellvertretender Vize-Regent ist; und er ist das wahre und einzige Haupt der katholischen und universellen Kirche über die ganze Erde; und dass aufgrund des Schlüssels zum Binden und Lösen, der seiner Heiligkeit durch meinen Erlöser Jesus Christus, gegeben ist, er die Macht hat, ketzerische Könige, Prinzen, Staaten, Republiken und Regierungen aus dem Amt abzusetzen, die alle illegal sind ohne seine heilige Bestätigung, und dass sie mit Sicherheit vernichtet werden mögen.
Weiter erkläre ich, dass ich allen oder irgend- welchen Vertretern deiner Heiligkeit an jedem Platz, wo immer ich sein werde, helfen und beistehen und sie beraten und mein äußerstes tun will, um die ketzerischen protestantischen oder freiheitlichen Lehren auf rechtmäßige Art und Weise oder auch anders auszurotten, und alle von ihnen beanspruchte Macht zu zerstören.
Ich verspreche und erkläre auch, dass ich nichtsdestoweniger darauf verzichte, irgendeine ketzerische Religion anzunehmen, um die Interessen der Mutterkirche auszubreiten und alle Pläne ihrer Vertreter geheim und vertraulich zu halten, und wenn sie mir von Zeit zu Zeit Instruktionen geben mögen, sie nicht direkt oder indirekt bekannt zugeben durch Wort oder Schrift oder welche Umstände auch immer; sondern alles auszuführen, das du, mein geistlicher Vater, mir vorschlägst, aufträgst oder offenbarst …
Weiter verspreche ich, dass ich keine eigene Meinung oder eigenen Willen haben will oder irgendeinen geistigen Vorbehalt, was auch immer, selbst als eine Leiche oder ein Kadaver, sondern bereitwillig jedem einzelnen Befehl gehorche, den ich von meinem Obersten in der Armee des Papstes und Jesus Christus empfangen mag. Dass ich zu jedem Teil der Erde gehen werde, wo auch immer, ohne zu murren, und in allen Dingen unterwürfig sein will, wie auch immer es mir übertragen wird … Außerdem verspreche ich, dass ich, wenn sich Gelegenheit bietet, unbarmherzig den Krieg erkläre und geheim oder offen gegen alle Ketzer, Protestanten und Liberale vorgehe, wie es mir zu tun befohlen ist, um sie mit Stumpf und Stiel auszurotten und sie von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen; und ich will weder vor Alter, gesellschaftlicher Stellung noch irgendwelchen Umständen halt machen. Ich werde sie hängen, verbrennen, verwüsten, kochen, enthaupten, erwürgen und diese Ketzer lebendig vergraben, die Bäuche der Frauen aufschlitzen und die Köpfe ihrer Kinder gegen die Wand schlagen, nur um ihre verfluchte Brut für immer zu vernichten. Und wenn ich sie nicht öffentlich umbringen kann, so werde ich das mit einem vergifteten Kelch, dem Galgen, dem Dolch oder der bleiernen Kugel heimlich tun, ungeachtet der Ehre, des Ranges, der Würde oder der Autorität der Person bzw. Personen, die sie innehaben; egal, wie sie in der Öffentlichkeit oder im privaten Leben gestellt sein mögen. Ich werde so handeln, wie und wann immer mir von irgendeinem Agenten des Papstes oder Oberhaupt der Bruderschaft des heiligen Glaubens der Gesellschaft Jesu befohlen wird.“
Quellen:
1. Prof. Dr. Walter Veith, Kapstadt;
2. Ausschnitt aus dem „Schwur der höchsten Weihe“ der Jesuiten, aufgeschrieben im Verzeichnis des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika (House Bill 1523, Contested election case of Eugene C. Bonniwell, against Thos. S. Butler, February 15, 1913, pp. 3215-16)
MEIN FAZIT:
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ Im 30-jährigen Krieg starben 90% der Deutschen. Die Jesuiten empfahlen z.B. bei der Schlacht um Nördlingen  (16. September 1634) den Dauerbeschuss (trotz Zivilisten), Jesuiten fungierten als Artilleriekommandeure. Sie arbeiteten großteils im Stab der kaiserlichen/katholischen Armee und taten eigenhändig Blutarbeit, nicht „Jesu Werk“. Sie wurden aufgrund ihrer taktischen Studien alter Feldherren und deren Tricks vom Militär überaus geschätzt und hatten große Macht.
Südamerika war das „Eldorado“ der Jesuiten. Hier lief das Konzept noch ungestörter ab: es gab keine Konkurrenz und die Greuel ziehen sich bis zum heutigen Tage hin.
Kirche & jedwede Macht zu verbinden, zerstört die Verbindung zu Gott, der dadurch für viele unsichtbar wird!
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Quelle: http://julius-hensel.ch/2010/09/der-geheime-schwur-der-jesuiten/



Rechtsextreme als IS verkleidet in Prag

Verkleidet als IS-Kämpfer Tschechische Rechtsextreme lösen Panik unter Touristen aus (VIDEO)

Diese Aktion ging nach hinten los: Eine Aktion tschechischer Islamgegner in Prag ist am Sonntag mit Panik und Verletzten geendet. Wie Radio Prag berichtet, hatte eine Gruppe Rechtsextremer am Altstädter Ring in der Prager Altstadt eine Invasion der Terrormiliz Islamischer Staat in Tschechien inszeniert. Der Anführer der Gruppe, Martin Konvička, sei auf einem Kamel geritten, gefolgt von einem Geländewagen mit Männer, die mit langen Bärten und dunklen Mänteln als Kämpfer der Terrororganisation IS verkleidet waren. Unter „Allahu Akbar“ (Arabisch für „Gott ist der Größte“) – Rufen besetzten sie den belebten Platz in der Prager Altstadt und schossen aus Waffenattrappen in die Luft.

Menschen verschanzten sich in Restaurants

Der Altstädter Ring mit dem historischen Rathaus von Prag ist der zentrale Platz in der tschechischen Hauptstadt, voller Touristen, Händler, Verkaufsständen. Viele Passanten hielten den Angriff offenbar für echt und gerieten in Panik. Augenzeugen zufolge verschanzten Menschen sich in den Küchen der umliegenden Restaurants, das Onlineportal onetz berichtet von einigen Verletzten.

Die Prager Polizei ließ die Aktion abbrechen, um eine Massenpanik zu verhindern. Offenbar war der inszenierte Überfall zuvor als „Theateraufführung“ vom Prager Magistrat genehmigt worden. Der 21. August ist in Tschechien ein geschichtsträchtiger Tag: Vor 50 Jahren, am 21. August 1968, marschierten Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein, um den „Prager Frühling“ niederzuschlagen.

Die Behörden prüfen nun, ob es sich bei der drastischen Inszenierung um eine „Straftat der Verbreitung einer alarmierenden Falschmeldung“ handelt. Rädelsführer Konvicka, der den „Block gegen den Islam“ gründete – ein tschechisches Pendant zur deutschen Pegida-Bewegung – musste sich erst kürzlich wegen Aufhetzens zum Hass gegen Muslime vor Gericht verantworten.

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– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24625264 ©2016




Die geheimen Archive des Vatikan

Es sind Akten, die Normalsterbliche nie zu Gesicht bekommen: In dunklen Katakomben verwahrt die katholische Kirche seit mehr als 1.200 Jahren Dokumente, die Geschichte geschrieben und sie verändert haben – und von denen einige nie entdeckt werden sollten. Ein Blick in die Schatzkammer des Papstes.

Seit dem 4. Jahrhundert hebt die katholische Kirche ihre Aufzeichnungen auf. Im Jahr 1612 richtet Papst Paul V. das Archivum Secretum Apostolicum Vaticanum, das korrekt mit „Privatarchiv“ übersetzt werden müsste, als zentrale Sammelstelle ein. Seitdem ist es von Jahr zu Jahr gewachsen. Die wichtigsten Dokumente liegen unter dem Cortile della Pigna, dem Pinienhof mit der namengebenden Skulptur.

Der Bunker der Geheimnisse

Wir stehen vor einer feuerfesten Metalltür. Der Schlüssel klickt im Schloss. Es öffnet sich die Schatzkammer der Geschichte: ein Labyrinth aus Schränken und Regalen. „Bunker“ nennen die Mitarbeiter des Vatikans den zweistöckigen Raum. Die Wände sind aus Stahlbeton und angeblich atombombensicher. Ein spezielles Lüftungssystem regelt das Klima, damit die hochempfindlichen Dokumente nicht verschimmeln oder auseinanderfallen.

Doch dieser Platz allein reicht nicht aus. In den Sälen des Apostolischen Palastes, dort, wo auch die Gemächer des Papstes sind, befinden sich weitere der insgesamt mehr als 600 Einzelarchive. Würde man alle Regale des Geheimarchivs hintereinanderstellen, ergäbe das die Strecke von Frankfurt am Main nach Mannheim: 85 Kilometer hochbrisante Akten.

Lug und Betrug

15 Millionen Seiten umfasst diese weltweit einmalige Sammlung. Sie ist ein Schatz für jeden Historiker – und ein Versteck für Akten, die ein schlechtes Licht auf die katholische Kirche werfen. Auf Peinlichkeiten aus der Vergangenheit wie die Konstantinische Schenkung, die berühmteste Lüge der Weltgeschichte. In dieser gefälschten Urkunde aus der Zeit um das Jahr 800 wird rückwirkend Papst Silvester I. und all seinen Nachfolgern die westliche Hälfte des Römischen Reiches zugesprochen.

Auf diesen Betrug gründeten sich jahrhundertelang die Machtansprüche der Päpste. Der älteste „Aktenordner“ in den Archiven des Vatikans ist der Liber Diurnus Romanorum Pontificum, eine Sammlung von etwa 100 kirchlichen Formularen und Briefen aus der Zeit vom Ende des 5. Jahrhunderts bis in das 11. Jahrhundert.

Streng geheim über Jahrhunderte

Jahrhundertelang durfte nur eine Handvoll Menschen das Geheimarchiv betreten. Viele wussten überhaupt nicht, dass es diesen Ort gibt. 1881 öffnet Leo XIII. erstmalig das Privatarchiv der Päpste – eine Sensation für die Wissenschaft. Doch was steht wirklich in den Dokumenten? Welche Geheimnisse verbergen sich hier? Versuchte die Kirche, irgendetwas zu vertuschen? Jetzt sollte es Antworten geben.

Bis heute ist es aber nur ausgewählten Historikern vorbehalten, die Regale zu durchstöbern. Wer hier auf Spurensuche durch die Geschichte gehen will, muss in einer aufwendigen Prozedur nachweisen, dass er ein berechtigtes Interesse hat. Ein Doktortitel oder die Anmeldung zur Dissertation sind hilfreich. Mindestens sollte man aber ein Empfehlungsschreiben seiner Fakultät vorlegen können.

Wenn Wahrheiten ans Licht kommen

Gibt es nach so vielen Jahrhunderten eigentlich überhaupt noch Geheimnisse zu entdecken? Die Antwort ist Ja. In früheren Zeiten sind Dokumente oft falsch eingeordnet worden, manches wird übersehen – absichtlich oder zufällig? Ein Beispiel: die Akte des Templerprozesses. Sie ist eines der beeindruckendsten Stücke im gesamten Archiv. Die Protokolle sind ein aus 80 Pergamenten zusammengenähtes 56 Meter langes Dokument. Am Ende des Verfahrens gegen die Tempelritter stand die Auflösung ihres Ordens, der letzte Großmeister, Jacques de Molay, brannte auf dem Scheiterhaufen.

Die Prozessakte blieb 700 Jahre unentdeckt – was der Kirche nur recht sein konnte. Denn in der Pergamenturkunde von Chinon aus dem Jahr 1308 sprach Papst Clemens V. den letzten Großmeister der Templer von allen Anschuldigungen frei. Das Dokument beweist, dass die Macht des Papstes begrenzt war, er nicht das letzte Wort hatte: Auf Druck des französischen Königs Philipp IV. wurde der Templerprozess trotz der Absolution durch Clemens V. neu aufgerollt. Die für die Kirche peinliche Akte fand die italienische Paläografin Dr. Barbara Frale erst vor wenigen Jahren.

Marie Antoinette in der Todeszelle

Welche Worte richtete Marie Antoinette 1793 aus ihrer Todeszelle an Papst Pius VI.? Wie lautet das Urteil gegen Galileo Galilei? Was steht in der Bannbulle gegen Martin Luther? Das Archiv des Vatikans kennt die Antworten. Besonders interessant für die Detektive der Geschichte: die Verbrechen der Kirche. Mit der „Ad Extirpanda“ (auf Deutsch: „zur Ausrottung“) aus dem Jahr 1252 gestattete Papst Innozenz IV. offiziell die Folter, um Geständnisse von vermeintlichen Ketzern und Hexen zu erzwingen.

„Außerdem soll der Podestà (Stadtherr) oder städtische Amtsträger alle Häretiker, die er gefangen hat, ohne dass er ihnen jedoch bleibende körperliche Schäden zufügt oder sie zu Tode bringt, dazu zwingen, ihre Irrtümer ausdrücklich zu gestehen und andere Ketzer anzuklagen, die sie kennen“, heißt es in dem Dokument. Mehr als 100 Menschen mussten aufgrund dieser Folterduldung sterben. Alles ist nachzulesen in den fast 1.000 Jahre alten Aufzeichnungen – wenn man Latein oder Italienisch beherrscht und die Geduld aufbringt, Handschriften aus dem Mittelalter zu entschlüsseln. Außerdem ist die Schrift einiger Papiere nur unter UV-Licht zu erkennen.

Staat gegen Kirche

Schon von weitem fällt im Archiv ein Dokument besonders auf. Wegen seiner 100 roten Wachssiegel. Es ist ein Brief von englischen Abgeordneten an Clemens VII. aus dem Jahr 1531. Die Politiker baten den Papst, die Ehe zwischen dem englischen König Heinrich VIII. und Katharina von Aragón zu annullieren. Doch das Kirchenoberhaupt lehnte das Gesuch ab. Eine folgenreiche Entscheidung: Heinrich sagte sich vom Katholizismus los und gründete die anglikanische Kirche. Für den König bedeutete das, er konnte sich so oft scheiden lassen, wie er wollte, und immer wieder heiraten. Die katholische Kirche verlor damit den Einfluss im britischen Empire – in dem Staatengebilde, das zum mächtigsten aller Zeiten werden sollte.

Welche Rolle spielte der Vatikan zur Zeit des Nationalsozialismus?

In den Büros rund um das Geheimarchiv herrscht Hochbetrieb. Kurienbischof Sergio Pagano, der Präfekt der Einrichtung, und seine 55 Untergebenen arbeiten mit der Präzision von Profilern. Wieder und wieder nehmen sie sich jede einzelne Akte vor. Schrift entziffern, Codes entschlüsseln, Zusammenhänge einordnen – am Ende wird alles in die computergestützte Datenbank eingegeben. Alle 30 Jahre kommen riesige Aktenstapel dazu – immer dann schicken die diplomatischen Vertretungen des Vatikans ihre Dokumente nach Rom. Die jüngsten öffentlich zugänglichen Teile des Archivs sind etwa 70 Jahre alt. Wobei die Grenzen nicht nach Jahren gezogen werden, sondern nach Pontifikaten, also nach den Amtszeiten der Päpste.

Jüngst sind Akten bis zum Tod von Pius XI. im Jahr 1939 einsehbar. In drei Jahren soll die Öffnung des spannendsten Archivteils der jüngsten Vergangenheit erfolgen: die Zeit von Pius XII. (1939–1958). Aus den in etwa 250.000 Pappschachteln archivierten Akten erwartet die Wissenschaft Aufschluss darüber, welche Rolle der Vatikan zur Zeit der Nationalsozialisten und im Kalten Krieg spielte. Es gibt noch immer Geheimnisse in den labyrinthischen Gängen des riesigen Archivs unter der bronzenen Pinienzapfenstatue.




EKD-Ratsvorsitzender tritt für Islamunterricht an allen deutschen Schulen ein

Heilbronn (dpa/parstoday/k-networld) – Einige Bundesländer bieten bereits islamischen Religionsunterricht an. Der Münchner Landesbischof will sogar noch einen Schritt weiter gehen und fordert Islamunterricht an „allen“ deutschen Schulen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert einen „flächendeckenden Islamunterricht“ an deutschen Schulen. Das sei die beste Möglichkeit, junge Muslime immun zu machen gegen die Versuchungen von Fundamentalisten, sagte der Münchner Landesbischof der „Heilbronner Stimme“.

Junge muslimische Schüler sollen in die Lage versetzt werden, sich kritisch mit der Tradition ihrer Religion auseinanderzusetzen. „Sie können zugleich Neues über den Islam lernen – und das auf dem Boden des Grundgesetzes“, sagte Bedford-Strohm.

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, er teile Bedford-Strohms Einschätzung, dass die Länder jungen Muslimen «die Möglichkeit geben sollten, sich fundiert über den Glauben zu informieren und sich mit diesem auch in der Schule auseinanderzusetzen».

Etwa 10 Prozent der Schulen in Deutschland befinden sich in kirchlicher Trägerschaft

Viele staatlich finanzierte Universitäten unterhalten theologische Fakultäten. Wegen der weltanschaulichen Neutralität des Staates muss deren Lehrkörper und inhaltliche Ausrichtung „wesentlich von den Kirchen bestimmt werden“. Darüber hinaus unterhalten einige Universitäten außerhalb der theologischen Fakultäten sogenannte Konkordatslehrstühle, die staatlich finanziert sind, bei deren Besetzung die katholische Kirche jedoch ein Mitspracherecht hat. Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Konkordatslehrstühle ist auch weiterhin umstritten, wird aber beibehalten.

Ein wichtiger Rechtsgrundsatz in Deutschland ist, dass der Staat die Religionsgemeinschaften organisatorisch einbinden, ihnen aber nicht ihre Inhalte vorschreiben kann, weil der Staat die grundgesetzlich geschützte Religionsfreiheit (Art. 4, Absatz 1 und 2 Grundgesetz) beachten muss. Daran hätte Heinrich Bedford-Strohm bei seiner Aussage, „und das auf dem Boden des Grundgesetzes“, besser denken sollen, denn das Grundgesetz darf hier in den Inhalten der islamischen Leeren gar keinen Einfluss haben.

Es ist auch deshalb ein Problem weil für einen islamischen Religionsunterricht bisher kein Partner für den Staat zur Verfügung steht, nach dessen Glaubensgrundsätzen unterrichtet werden könnte. Deshalb sind zum Teil Formen des islamischen Religionsunterrichts entwickelt worden, bei dem allein in staatlicher Verantwortung islamische Religionslehre unterrichtet wird, was jedoch unter dem Aspekt der staatlichen Neutralität und der Trennung von Staat und Religion verfassungsrechtlich äußerst problematisch ist. Auch im Zusammenhang mit der Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Bundestag im Rahmen des Papstbesuchs in Deutschland 2011 kam es zu intensiven Debatten über die weltanschauliche Neutralität des Staates.

Die grundgesetzlich geschützte Religionsfreiheit mit dem Aspekt, dass hier staatlich inhaltlich nicht eingegriffen werden kann und darf, ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft. Der islamische Glaube hat bislang alles Recht dazu, die gleichen Rechte und Posten zu bekleiden wie es derzeit die evangelische und katholische Kirche tut. Der Islam könnte in kürzester Zeit genau so als Trägerschaft für staatliche Schulen und Fakultäten auftreten und somit viele Posten und Lerninhalte mit bestimmen. Laut Grundgesetz ist das sogar ihr Recht. Daher ist die Rückkehr zu einer Trennung von Staat und Religion im laizistischen Sinne. Christlichen Kirchen und andere Religionsgemeinschaften haben in Deutschland sowieso zu viel Einfluss bzw.  es wird ihnen von Seiten der Politik zu viel Einfluss eingeräumt.

Jeder Mensch sollte das Recht auf seinen Glauben, seine Religion haben. Allerdings gehört das weder in die Politik, noch in die Schulen. Für die Schulen würde ich Humanismus als Unterrichtsfach vorschlagen, woran alle Konfessionen teilnehmen müssen (auch Atheisten), wobei man auch eine Gemeinschaft verschiedenster Konfessionen und Herkünfte fördert und zugleich der Diskriminierung von Atheisten entgegenwirkt.




Ist der Papst islamfeindlich? Vatikan: Flüchtlinge weggeschickt

Der Vatikan weigert sich immer noch beharrlich, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen. Ist der Papst etwa islamfeindlich?

Willkommen in ihrem neuen Zuhause! Nachdem der Papst ein Flüchtlingscamp in Lesbos besucht hatte, lud er 12 syrische Flüchtlinge ein, darunter drei Familien mit sechs Kindern, nach ihrer Rettung mit nach Rom zu fliegen, ein neues Leben zu beginnen.

Franziskus sagte: „Heute habe ich mein herzliches Plädoyer für Verantwortung und Solidarität angesichts dieser tragischen Situation erneuert.“

Medienwirksam wurde die Nachricht um die ganze Welt verbreitet: „Der Papst nimmt drei syrische Familien auf“.

Direkt im Vatikan sind Hilfe suchende Flüchtlinge dann aber offenbar unerwünscht und deshalb bringt man sie auch vorsichtshalber sechs Kilometer vom Papst entfernt unter, ausserhalb der Mauern des Staates Vatikan in der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio, also in Italien

Mit seiner von ihm gepriesenen Solidarität nimmt er es dann auch nicht so genau.

Die ganze Barmherzigkeit des Stellvertreters Gottes auf Erden konzentriert sich wieder einmal mehr nur auf Christen.

Wie es aussieht, haben die vielen Anhänger des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche einen islamfeindlichen Papst bekommen.

Papst

Mit seiner von ihm gepriesenen Solidarität nimmt er es nicht so genau.

Franziskus und die „arabische Invasion Europas“

„Arabische Invasion Europas“. Diese drei Worte sind am 1. März in Santa Marta, dem Gästehaus des Vatikan, gefallen. Ausgesprochen vom Papst vor einer Gruppe von Vertretern der linksorientierten französischen Bewegung „Poissons Roses“.

Angesichts von mehr als einer Million vornehmlich muslimischen Flüchtlinge, die seit dem vergangenen Sommer nach Europa und vornehmlich nach Deutschland gekommen sind, spricht Franziskus in seiner langen Rede von eben dieser „Invasion“. Und das 79-jährige Oberhaupt der Katholischen Kirche fährt fort: „Wir können heute von einer arabischen Invasion Europas sprechen. Das ist eine soziale Tatsache.“

Franziskus spricht aber auch von den Chancen, die daraus für den Kontinent entstünden. Und er warnt mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise vor nationalen Alleingängen. Stattdessen beschwört er wie so oft in der Vergangenheit die Einheit und Solidarität aller Europäer – und genau deshalb nimmt der Vatikan keine Flüchtlinge auf. Scheinheilig eben

Dunkle Vergangenheit von Papst Franziskus

Vor dem Konklave, in der sie im April 2005 Joseph Ratzinger zum Papst wählten, erhielten die Kardinäle eine E-Mail. Darin: ein Text des argentinischen Journalisten Horacio Verbitsky. Der Betreff: Jorge Bergoglio. Die E-Mail soll damals die Chancen des Erzbischofs von Buenos Aires, zum nächsten Pontifex gewählt zu werden, so geschmälert haben, dass er hinter Joseph Ratzinger den zweiten Platz belegte.

Doch was stand in dem Text von Verbitsky? Der investigative Journalist hatte das dunkelste Kapitel im Leben des neuen Papstes Francisco I. beschrieben: seine Rolle während der argentinischen Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983. Verbitsky beschuldigte den Jesuiten, die beiden Priester Francisco Jalics und Orlando Yorio im Mai 1976 an die Militärdiktatur ausgeliefert zu haben.

Sie arbeiteten unter seiner Aufsicht als Ordensprovinzial von Buenos Aires. Der Vorwurf, dass Bergoglio (wie fast die gesamte katholische Kirche Argentiniens) mit der Junta kollaboriert hatte, war nicht neu. Doch Verbitsky präsentierte Beweise.

In seinem Anfang 2005 erschienen Buch „El Silencio“ skizziert er, wie Bergoglio die beiden Priester zwei Monate nach der Machtübernahme des Militärs aufforderte, den Jesuitenorden zu verlassen. Die Männer galten in Kirchenkreisen aber auch bei den Militärs als „Guerilleros“, weil sie Sozialarbeit in einem Armenviertel leisteten. Doch sie lehnten Bergoglios Gesuch ab.

Sie seien keine Guerilleros, sagten sie, und baten Bergoglio als ihren Vorgesetzten darum, dies der Junta zu vermitteln. Bergoglio versprach, ein Wort für sie einzulegen. Jalics und Yorio aber auch andere Zeugen beschrieben später, wie Bergoglio sein Wort brach und die Priester stattdessen denunzierte.

Er ließ der Junta eine Nachricht zukommen, dass die Priester nicht mehr unter dem Schutz der Kurie stünden. Bald darauf wurden sie entführt. Aus Dokumenten der Junta geht hervor, dass Bergoglio drei Jahre später einem Beamten indirekt empfahl, den Reisepass von Jalics nicht zu verlängern, da dieser Kontakte zur Guerilla gehabt habe und dem Jesuitenorden gegenüber ungehorsam gewesen sei. Jalics lebte zu dieser Zeit in Deutschland mit dem Vornamen Franz.

Kardinal Bergoglio äußerte sich nie zu diesen Vorwürfen. Erst im Jahr 2010, als die Kritik an Benedikt XVI. so stark zugenommen hatte, dass dessen Pontifikat bereits als gescheitert galt, wurde eine von Jorge Bergoglio autorisierte Biographie mit dem Titel: „Der Jesuit“ veröffentlicht.

Es wird vermutet, dass es sein Versuch war, die Vorwürfe zu entkräften, die ihm möglicherweise 2005 das Papstamt gekostet hatten und sich nun erneut als Kandidat in Stellung zu bringen. Bergoglio erzählt, wie er sich für die Freilassung der beiden entführten Priester eingesetzt habe und anderen Verfolgten Unterschlupf und Hilfe anbot. Zudem habe er Jalics und Yorio über die Gefahr aufgeklärt, in der sie schwebten und die Juntaführer Videla und Massera bei drei Gelegenheiten um ihre Freilassung gebeten (Papst-Kenner über Junta-Verbindungen: „Bergoglio spielt ein doppeltes Spiel“).

Dass Bergoglio allerdings zeitweilig einen lässigen Umgang mit der Wahrheit pflegt, bewies er 2006, als er das Buch „Kirche und Demokratie in Argentinien“ herausgab. Darin wird über ein Treffen der Bischöfe mit Repräsentanten der Junta gesagt: Die Kirchenoberen machten klar, dass man bei den Menschenrechten keinen Schritt zurückweichen werde. In Wahrheit hatten sie der Junta ihre Unterstützung für die „Neu-Organisation des Landes“ ausgedrückt, deren Scheitern „zum Marxismus führen“ würde.

Viel weisser Rauch um vorgespielte Güte und Hilfsbereitschaft – damals wie heute.

 

Quellen: PublicDomain/schweizmagazin.ch/SPON/tagesspiegel.de