Der Ursprung von AIDS – vom SIV zum HIV

Eine Buchpublikation bringt die These auf, dass die AIDS-Epidemie die Folge ärztlichen Fehlverhaltens bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Kinderlähmung war

Wollongong (Australien) – Eine neue Theorie zur Entstehung der AIDS-Epidemie sorgt, bisher nur in der Fachwelt, für Aufregung. Doch dies müsse die leichtfertige Verklärung der Biotechnologie und Transplantationsmedizin in Frage stellen, meint der australische Forscher, Prof. Brian Martin.
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Edward Hooper, ehemaliger Afrika-Korrespondent des BBC und langjähriger UN-Mitarbeiter in Zentralafrika, stellt nämlich in seinem neuen Buch die These auf, dass die AIDS-Epidemie die Folge ärztlichen Fehlverhaltens bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Kinderlähmung sei (Edward Hooper „The River: A Journey to the Source of HIV and AIDS“ Little Brown, 2000, 1070 Seiten). Anfang der 50er Jahre wetteiferten die US-amerikanischen Forscher Hilary Koprowski und Albert Sabin mit Geld und Rückendeckung der US-Regierung und von US-Pharmakonzernen bei der Entwicklung der Polio-Vakzine (Schluckimpfstoff gegen Kinderlähmung).
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In diesem Wettlauf hielt Koprowski lange den Vorsprung, auch in gigantischen praktischen Feldstudien. Doch die Impflinge waren nicht von Polio bedrohte amerikanische Kinder, sondern nichtsahnende kleine Afrikaner in Dörfern und Savannen, die schlicht gezwungen wurden, sich die Impflösung auf die Zunge träufeln zu lassen. Zwischen 1957 und 1960 wurden dazu mehr als eine Million Menschen in den damaligen belgischen Kolonien Kongo, Ruanda und Burundi ohne ihre Zustimmung geimpft, ein Menschenversuch gegen jede ärztliche Ethik, der in der Geschichte der modernen Medizin nur noch von den Zwangsversuchen der SS-Ärzte an KZ-Häftlingen und geistig behinderten Kindern an Skrupellosigkeit übertroffen wurde.
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Aber was hat das mit HIV zu tun? Unter damaligen Bedingungen konnten Polioviren nur auf Affennierenzellen gezüchtet werden. Woche für Woche wurden Affen getötet, um ihnen die für Viruskulturen benötigten Organe zu entnehmen. Edward Hooper fand verschiedene Indikatoren, dass als Spender auch Schimpansen benutzt wurden. Koprowski sandte mehrfach Affennieren aus dem Kongo an das Impfstofflabor im Wistar-Institut in Philadelphia, die für die Anzüchtung der Polioviren verwendet wurden. Solche Affenorgane könnten mit dem HI-Vorläufervirus infiziert gewesen sein. Das Virus sei dann in Philadelphia unwissentlich vermehrt und später an die ebenfalls nichtsahnendem Menschen in Afrika mit dem Impfstoff „huckepack“ verbreitet worden.
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Mikrobiologisch spricht nichts gegen diese Theorie, im Gegenteil: So ist bereits nachgewiesen, dass über Jahre Polio-Impfstoffe mit dem aus Affen stammenden Tumorvirus SV 40 kontaminiert waren, welches so in den 50er Jahren auf Millionen von Menschen übertragen wurde. Diese leiden heute nachweislich unter weit höherem Krebsrisiko als damals nicht Geimpfte. Epidemiologische Fakten sprechen ebenfalls für Hoopers These. Die frühesten in Afrika dokumentierten AIDS-Erkrankungen traten auffälligerweise in jenen Regionen des Kongo, Ruandas und Burundis auf, die Schwerpunktregionen von Koprowskis Impfstudien waren.
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Auch eine weitere einleuchtende Erklärung für die AIDS-Epidemie, auf die Hooper zusätzlich nur am Rande eingeht, bringt die Welt der modernen Medizin ins Wanken: Im ländlichen Afrika wurden noch bis vor wenigen Jahren für Injektionen nur unzureichend sterilisierte Mehrwegspritzen verwendet. Dabei wurden Dutzende pathogener Keime übertragen – von Malaria über Hepatitis B bis hin zur Syphilis. Auch dies könnte für die Ausbreitung des HI-Vorläufervirus, des „simian immunodeficiency virus“ (SIV), von einer infizierten Person auf diverse andere Menschen verantwortlich sein. In solchen Fällen ist eine Veränderung des Erregers nicht unwahrscheinlich, man nennt dies in der Medizin eine „Virulenzsteigerung durch Mehrfachpassage“. Das Phänomen gilt in der Mikrobiologie gleichermaßen für einzellige Parasiten, Bakterien und Viren. An einem gentechnisch modifiziertes SIV ließ sich in Versuchsreihen nun belegen, dass eine schnelle Passage des Virus von Affe zu Affe zu einer drastischen Virulenzsteigerung führt und sich ein Erreger so fortentwickelt, dass er in Affen das typische AIDS-Krankheitsbild auslöst. Zur Erklärung: Unter Virulenzsteigerung versteht man die Zunahme des Potentials eines Erregers, ein lebensbedrohliches Krankheitsbild zu erzeugen.
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Die Vermutung liegt also nahe, dass eine durch ein Heilmittel, oder wie es in der Fachsprache heißt, „iatrogen“ ausgelöste Passage von SIV von Mensch zu Mensch in Afrika aus dem verhältnismäßig unschädlichen HI-Vorläufervirus durch Mutation ein hochvirulentes und noch unheilbares Immundefizienzvirus gemacht haben könnte, besonders durch das Zusammentreffen beider von Hooper geschilderten Fakten.
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Nach US-Presseberichten werden jetzt, um Hoopers Theorie zu überprüfen, konservierte kleine Mengen der ab 1957 für die Polio-Impfstoffe in Philadelphia getesteten Substanzen auf HIV untersucht. Zwei Schlussfolgerungen sind allerdings auch schon aus dem abzuleiten, was durch Hooper bekannt wurde:
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Wenn AIDS seinen Ursprung in den ethisch verabscheuungswürdigen Impfversuchen mit Polioviren hat, haben die USA und die ebenfalls vom daraus folgenden Impfschutz profitierenden entwickelten Länder Europas und Asiens eine enorme moralische Verpflichtung, Afrika bei der Bewältigung der AIDS-Epidemie zu helfen.
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Ausgesprochene Vorsicht ist ferner bei der Einführung neuer Medizintechniken geboten, bei denen die Möglichkeit einer Übertragung von Viren nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Ein aktuelles Beispiel ist der Diskurs über die Xenotransplantation, der Fremdtransplantation von Organen aus gentechnisch mit Humangenen manipulierten Säugetieren auf den Menschen, der, verfolgt man die Fachpresse, rein technisch gesehen kaum noch Hindernisse entgegen stehen.
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Harvard wird eine Sonderschule – Genderstudien für Bekloppte

Die Harvard University hat in einer neuen Studie dargelegt, dass es „mehr als nur zwei Geschlechter“ gibt und diese auch noch jeden Tag anders sein können. Fern ab jeglicher Realität wird damit die LSBTTIQ Lobby gestärkt und alle wichtigen, familiären Werte in ihren Grundlagen erschüttert.

Und unsere Politik hat nichts Besseres im Sinn als diesen zerstörerischen Idealismus in die Köpfe unserer Kinder zu drücken.

Indem der Kultusminister die Akzeptanz der Vielfalt von Minderheitensexualitäten zu einem Schwerpunktthema gemacht hatte, war ein Paradigmenwechsel eingeleitet. In der Konsequenz hatte er damit das Familienthema der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft an den Rand gedrückt. Schlimmer noch. Die wohlmeinenden CDU-Politiker haben anscheinend gar nicht begriffen, dass die Homolobby ihre Agenda für die Sexualität der Vielfalt als Kampfparole gegen die „heterosexuelle Zwangsnorm“ versteht, also gegen bipolare Ehe und klassische Familie agitiert. Die entsprechende familiäre Werteerziehung zu Liebe und Treue und Elternschaft soll überwunden werden. Gegen die graue „Einfalt“ von Ehe und Familie soll die regenbogenbunte „Vielfalt“ aller Sexualitätsvariationen gesetzt werden. Das Gender-Manifest von 2006 dekretierte: „Wo Geschlechter-Dualität war, soll Geschlechter-Vielfalt werden.“ Statt der vordergründig behaupteten gesellschaftlichen Inklusion der homosexuellen Minderheit soll es zu einer Exklusion der heterosexuellen Themen um Ehe und Familie kommen.

Wie lange lässt sich die Mehrheitsgesellschaft durch die fake-Parolen der Minderheiten-Lobby irre machen? Wann erkennen die Medien, dass sie mit der sexuellen Vielfalts-Agenda einen sexualpolitischen Extremismus fördern? Wenn sich die CDU-Führung weiterhin vor den grünen Karren homosexueller Interessengruppen spannen lässt auf Kosten von Ehe und Familie, wird das der ehemaligen Familien-Partei sicherlich viele Stammwähler-Stimmen kosten.

Man kann der CDU nur dringend empfehlen, noch vor den Wahlen eine Revision der Richtlinie einzuleiten.

In der Reihe „Lehrplanmängel“ zum hessischen Sexualerziehungs-Lehrplan sind bisher folgende Artikel erschienen:

So, heute bin ich ein Mann, morgen eine Frau und wenn es in drei Tagen regnet, bin ich ein Einhorn! Hurra wir verblöden!

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Fukushima: Atommüllproblem eskaliert, Robotererkundung wieder gescheitert

Verladen kontaminierter Erde. Bild: Umweltministerium

Ein Artikel von: Florian Rötzer

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Recycling-Idee: Das Umweltministerium will mit der kontaminierten Erde aus den evakuierten Gebieten, die sich auftürmt, Parks schaffen

Um die 400 Tonnen Wasser fließen durch das havarierte AKW Fukushima, um die Kernschmelze zu kühlen, dabei ist aber auch Grundwasser. Das radioaktive Wasser wird, soweit es geht, dekontaminiert, was aber nicht vollständig möglich ist und Tritium zurückbleibt, weswegen es in riesigen Tanks aufgesammelt wird.

Fast eine Million Tonnen radioaktiv belastetes Wasser wird derzeit in 1000 Tanks gesammelt. Jedes Jahr kommen 150.000 Tonnen dazu. Ungeklärt ist, was damit gemacht werden soll. Es wurden verschiedene Vorschläge diskutiert, aber eine Entscheidung kam darüber nicht zustande, ob das Wasser einfach ins Meer geschüttet werden soll, ob man es verbuddelt oder verdampfen lässt. Zudem fließt kontaminiertes Wasser auch weiterhin ins Meer, bislang ist die Mauer aus künstlichem Eis, die 30 Meter in die Tiefe reicht und das verhindern soll, noch nicht ganz fertiggestellt. In Japan darf Wasser, das bis zu 60.000 Becquerel pro Liter belastet ist, in die Umwelt gelangen.

Aber das Wasser ist nicht der einzige belastete Abfall, da durch die Filterung radioaktiv belasteter Schlamm zurückbleibt. Was mit diesem geschieht, ist auch nicht entschieden. Man überlegt, ihn mit Zement zu vermischen, womit er aber auch nicht beseitigt wäre. Und dann gibt es da noch die Schutzkleidung für die Arbeiter am AKW. Um sie vor der Strahlung zu schützen, erhalten sie jeden Tag einen neuen Schutzanzug, neue Schuhe, Handschuhe und Gesichtsmasken, die benutzten wandern in den Müll. Der muss auch wieder eingesammelt und aufbewahrt werden. Mittlerweile müssen bereits fast 65.000 Kubikmeter der Schutzkleidung in Containern gelagert werden. Das sind auch wieder 1000 Container, die sie auch auf dem Gelände ansammeln. Tepco überlegt, die abgelegte Schutzkleidung zu verbrennen.

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Eines der vielen Übergangslager für kontaminierte Erde. Bild: Umweltministerium

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Aber neben dem strahlenden Abfall aus dem AKW gibt es noch den belasteten Boden in dem Gebiet um das AKW herum. In der Regel werden die mit der Erde gefüllten Behälter, meist schwarze Plastiksäcke, vor Ort gelagert. Die Dekontamination selbst ist nach Angaben der Behörden in den evakuierten Gebieten mittlerweile weitgehend abgeschlossen. Allein im Dorf Iitate lagern 2,4 Millionen Kubikmeter kontaminierter Erde. Bislang sind in den 6 Jahren seit der Katastrophe, so die Japan Times, gerade einmal 6000 Kubikmeter zu einer temporären Lagerstätte gebracht worden. Von den vorgesehenen 20 Hektar zur temporären Lagerung des kontaminierten Erdbodens wurden erst 20 Prozent erworben. Aber auch wenn die Erde dort hingebracht würde, wäre noch immer nicht gelöst, wo sie letztendlich gelagert werden soll.

Am Montag schlug ein Beraterkreis des Umweltministeriums vor, man könne die abgetragene Erde aus der Präfektur Fukushima doch zur Geländeauffüllung verwenden, um in Japan „Grünzonen“ für die öffentliche Nutzung zu schaffen. Wie die Zeitung Mainichi Shimbun schrieb, dürfte das Ministerium bewusst vermieden haben, das Wort Park zu verwenden, um einen öffentlichen Aufschrei zu vermeiden. Ob das mit der verschleiernden Neusprech-Formulierung mit „Grünzonen“ gelingt, dürfte fraglich sein, zumal das Wirtschaftsministerium auf Anfrage bereits einräumte, dass Parks zu den Grünzonen gehören.

Die Recyclingpläne für kontaminierte Erde, mit der Parks geschaffen werden sollen, schließen für den Umweltminister die Einrichtung einer neuen Organisation ein, die dafür sorgen soll, dass die Öffentlichkeit mitzieht. Also Recycling + Propaganda ist die Formel, den Abfall beiseiteschaffen zu können, auch wenn die Regierung letztes Jahr bereits beschlossen hat, dass kontaminierter Erdboden, der Cäsium enthält und bis zu 8000 Becquerel pro Kilogramm an Strahlung abgibt, für Bauprojekte wie Straßen oder Dämme verwendet werden kann, bei denen die Erde mit Beton oder anderen Materialien abgedeckt ist. Eigentlich müsste die Abdeckung mindestens 170 Jahre lang vorhanden sein, damit die Radioaktivität unter die Grenzwerte fällt. Nach Schätzungen würde der Beton aber nur 70 Jahre halten. Vor der Katastrophe durfte nur Abfall mit einer Belastung von 100 Becquerel pro Kilogramm als Abfall behandelt werden.

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Surreale Bilder aus Reaktor 1. Bild: Tepco

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Derweil ist das Innere der von Kernschmelze betroffenen Sicherheitsbehälter in den drei Reaktoren noch immer ein Schwarzes Loch (Pannenserie in Fukushima: Erkundungsroboter in Reaktor 2 blieb stecken). Gerade erst wieder ist eine Untersuchung von Reaktor 1 mit dem Roboter PMORPH von Hitachi weitgehend ergebnislos eingestellt worden, wie Tepco am Montag mitteilte, aber von einer erfolgreichen Erkundung sprach.

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Roboter PMORPH im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1. Bild: Tepco

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Der Roboter, der zwischen dem 18. und 22. März das Innere erkunden sollte, hat zwar wieder erhöhte Strahlung gemessen, wo aber die geschmolzenen Brennstäbe sich befinden, konnte auch hier nicht herausgefunden werden. Proben aus dem am Boden stehenden Wasser konnten wegen des darin treibenden Mülls nicht entnommen werden.

Gemessen wurden Strahlungswerte zwischen 1,5 bis 11 Sievert pro Stunde. Damit wäre die Strahlung bedeutend weniger als in Reaktor 2, wo bis zu 650 Sievert pro Stunde gemessen wurde (Noch höhere Strahlung von 650 Sievert in Reaktor 2, „Radioaktive Strahlung in Fukushima-Reaktor könnte einen Menschen in einer Minute töten“).

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Auf diesem Gehgitter für Arbeiter soll der Roboter das Innere erkunden, wird aber von Müll versperrt. Bild: Tepco

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Der Roboter konnte allerdings nur in der Nähe der Öffnung, die in den Behälter geschlagen wurde, die Lage erkunden. Auf dem Boden wurden mit den Kamerabildern „sandähnliche“ Ablagerungen beobachtet. Der Roboter konnte allerdings nur die Strahlung in einer Höhe von 90 cm über dem Boden des Behälters messen. Bei Tepco geht man davon aus, dass sich das geschmolzene Material unter dem Kühlwasser am Boden des Druckkessels befindet, aber teilweise auch in den Sicherheitsbehälter durchgedrungen ist.

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Quelle: heise.de




Organspende – Wie tot sind Hirntote?

Von Werner Bartens

 

Der Hirntod ist die Voraussetzung für die Entnahme von Spenderorganen. Doch die Frage, ob mit ihm tatsächlich das Leben aufhört, ist nicht eindeutig zu beantworten. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein vermeintlich lebloses Hirn noch erstaunlich viel kann.

 

Der Organspendeausweis ist eine Mogelpackung. Auf dem Dokument, das je nach Erhebung 16 bis 20 Prozent der Deutschen ausgefüllt haben, gestatten sie „für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen/Geweben zur Transplantation in Frage kommt“, die Entnahme einzelner Körperteile. Man kann auch seinen Widerspruch ankreuzen oder verfügen, dass andere die heikle Entscheidung übernehmen sollen. Doch was heißt schon „nach meinem Tod“? Der Tod ist in der modernen Medizin eine Frage der Definition, erst recht der Todeszeitpunkt.

 

Bevor ein Organ gespendet werden kann, muss der Hirntod festgestellt werden. Seit 1968 gibt es diesen Begriff – er wurde seinerzeit eingeführt, um die technisch plötzlich machbare Organverpflanzung zu ermöglichen. (Bevor 1952 die Herz-Lungen-Maschine erfunden wurde, galt der irreversible Kreislaufstillstand als Kriterium des Todes.)

 

org-entnahme-320Ärzte verstehen unter dem Hirntod die „irreversibel erloschene Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“. Durch Beatmung und andere medizinische Hilfen wird die Herz- und Kreislauffunktion künstlich aufrechterhalten. Doch der Puls von Hirntoten ist noch zu tasten, ihr Herzschlag und ihre Atmung auch; sie sind warm, einige können schwitzen, ausscheiden, verdauen, es gibt also noch einen Stoffwechsel.

 

Doch ist so ein Mensch tatsächlich tot? Auf die alte Frage gibt es keine eindeutige Antwort, aber viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse.

 

Dass im Gehirn kaum noch etwas funktioniert, diagnostizieren zwei Ärzte unabhängig voneinander. Sie stellen klinisch fest, dass der Mensch nicht mehr spontan atmet, im tiefen Koma liegt, keine Reflexe mehr hat. Apparativ muss zudem gezeigt werden, dass im EEG keine Hirnströme mehr nachweisbar sind, die Hirndurchblutung versiegt ist und das Gehirn nicht auf Reize reagiert.

 

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), eine private Stiftung, die in Deutschland die Verteilung koordiniert und für mehr Organspenden wirbt, stellt dazu lapidar fest: „Das Gehirn ist übergeordnetes Steuerorgan aller elementaren Lebensvorgänge. Mit seinem Tod ist auch der Mensch in seiner Ganzheit gestorben.“

 

Für den Kardiologen Paolo Bavastro aus Stuttgart ist die Sache hingegen nicht so einfach und bereits der Begriff Hirntod eine „arglistige Täuschung“. Vielmehr handele es sich bei „Menschen im Hirnversagen um schwerstkranke, sterbende Menschen, aber noch keine Toten“, wie er mehrmals dargelegt hat. Daraus folgt: „Sonst könnten wir auch keine lebensfähigen Organe aus einem toten Menschen entnehmen. Wir brauchen lebendige Organe aus einem noch lebenden Organismus.“ Der Fall des „Erlanger Babys“ 1992 zeigte zudem, dass der Fetus im Bauch einer hirntoten Schwangeren fünf Wochen weiter wuchs.

 




Verschlusssache Philadelphia-Experiment

Im Zweiten Weltkrieg soll die amerikanische Marine ein Kriegsschiff unsichtbar gemacht haben. Dabei sollen Menschen mit dem Schiffsrumpf verschmolzen und andere dem Wahnsinn anheim gefallen sein – bis heute versuchen einige Leute, das zu beweisen. Rational ist das nicht möglich.

Das Schiff, das durch die Hölle ging

Im Oktober 1943 hat die US-Marine angeblich das „Philadelphia-Projekt“ durchgeführt. Sein Zweck soll gewesen sein, ein Kriegsschiff für das damals neu erfundene Radar unsichtbar zu machen. Anderen Quellen zufolge suchte die US-Marine nach einem Entmagnetisierungsverfahren für Schiffsrümpfe: Schiffe sollten so vor den mit Magnetzündern versehenen Torpedos der deutschen U-Boote geschützt werden. Doch als die Militärforscher mit dem Versuch begannen, lief er fürchterlich aus dem Ruder.

Die Geschichte wird wie folgt kolportiert: Ausgewählt für das Experiment wurde die USS Eldridge, ein Geleitzerstörer der Cannon-Klasse. Auf dessen Deck installierten Militärtechniker riesige Generatoren, die starke Magnetfelder erzeugen sollten.

Als sie in Gang gesetzt wurden, geschahen entsetzliche Dinge: Das Schiff wurde gänzlich unsichtbar, für 15 Minuten war nur sein Kielabdruck im Wasser zu sehen. In dieser Zeit wurde es in den 370 Kilometer entfernten Kriegshafen von Norfolk teleportiert, wo es kurzfristig vor den Docks auftauchte. Anschließend entmaterialisierte es sich wieder für den Rücktransport nach Philadelphia.

Dort allerdings setzte sich die Materie nicht wieder korrekt zusammen. Menschliche Körper und andere Gegenstände waren mit dem Stahl des Rumpfs und der Aufbauten verschmolzen, viele Besatzungsmitglieder wiesen schwere Verbrennungen auf oder waren tot. Andere wurden wahnsinnig oder verschwanden spurlos.

Noch Jahre später sollen sich Beteiligte vereinzelt in Luft aufgelöst haben oder schweren Erkrankungen erlegen sein. Mitarbeiter an dem Versuch waren angeblich unter anderem der für seine elektrotechnischen Erfindungen bekannte Physiker Nikola Tesla sowie Albert Einstein.

Ein einziger Zeuge

Diese Darstellung geht auf den Bericht eines einzigen vorgeblichen Augenzeugen zurück: des Matrosen Carlos Meredith Allende alias Carl Allen. Er wohnte nach eigener Darstellung dem schauderhaften Ereignis aus nächster Nähe bei, denn er war Matrose auf der SS Andrew Furuseth, die in der Marinewerft von Philadelphia gegenüber der USS Eldridge lag.

Im Frühjahr 1956 wandte Allen sich an den amerikanischen Astronomen und Ufo-Forscher Morris K. Jessup. Er hatte dessen Buch „Was für die Ufos spricht“ („The Case for the Ufo“) gelesen. Jessup forderte darin, die Forschung an Einsteins Feldtheorie zu intensivieren. Daraus könnten neue Antriebstechniken für die Raumfahrt entstehen, und Reisen in fremde Welten würden möglich. Allen schilderte seine Beobachtungen in einer Serie von Briefen an Jessup.

„Die Theorien aus Ihrem Buch sind längst Realität“, hieß es darin. Militärforscher hätten bereits ein Schiff unsichtbar gemacht und es sogar teleportiert. Doch Jessup starb 1959 unter mysteriösen Umständen; die Polizei konstatierte Selbstmord. Nun kontaktierte Allen einen weiteren Ufo-Forscher namens Jaques F. Vallee.

Einer anderen Quelle zufolge übergab Jessup seinem Kollegen Ivan Sanderson vor seinem Suizid seine Unterlagen zum „Philadelphia-Experiment“, angeblich mit den Worten: „Für den Fall, dass mir etwas passiert“. Eindeutig wird die Quellenlage erst wieder 1968: In jenem Jahr erschien ein Artikel zum Thema von J. Clerk in dem Buch „The Allende Letters“ von Steiger & Whritenour. Weitere Veröffentlichungen folgten, und 1984 wurde der Film „Das Philadelphia-Experiment“ gedreht.

Natürlich behaupteten offizielle Stellen nach den ersten Publikationen, ein solches Experiment habe es nie gegeben. Marinesprecher nannten den angeblichen Augenzeugen Allen einen Schwindler, der mit der erfundenen Geschichte Geld machen wolle.

Das Naval Historical Center veröffentlichte die Logbücher der USS Eldridge von ihrer Indienststellung am 27. Juli 1943 bis Ende 1943. Demzufolge war das Schiff in dieser Zeit nicht in Philadelphia, sondern in New York. Es ist auch starker Tobak: Ein ganzes Kriegsschiff soll mit Mann und Maus über eine große Distanz teleportiert worden sein, wobei es aus der realen Welt verschwand.

Die Regierung wollte das Geschehen vertuschen, um die neu entwickelte Technologie geheim zu halten. Noch heute stellen viele Leute Vermutungen über die möglichen Hintergründe an. Manchen nennen gewisse Ungereimtheiten als Beleg für ihre Hypothesen, etwa hinsichtlich des Indienststellungsdatums.

Die USS Eldridge wurde 1951 im Rahmen der Militärhilfe an die griechische Marine übergeben. Dabei sollen die Schiffspapiere abweichende Angaben enthalten haben. So nannten die US-Papiere als Datum des Stapellaufs den 25. Juli 1943, die griechischen Dokumente jedoch den 25. Juni 1943. Damit hat die offizielle Mannschaft das Schiff erst einen Monat später betreten und konnte niemals Zeuge wie immer gearteter Experimente sein.

Die USS Eldridge, ein Geleitzerstörer der Cannon-Klass Quelle: wikipedia.de

Ungereimtheiten

In denselben Unterlagen wollen die Autoren William Moore und Charles Berlitz, die ein Buch über das Philadelphia-Experiment schrieben, auch eine verräterische Gewichtsdifferenz entdeckt haben. In den griechischen Dokumenten war eine Ladeverdrängung von 1900 Tonnen notiert, in den US-Papieren jedoch nur 1520 Tonnen, das sind 380 Tonnen Unterschied.

Womöglich wurde etwas, das so viel wog, aus dem Schiff entfernt – vielleicht Spulen und elektronische Geräte? Zugleich beflügelte das mysteriöse Dahinscheiden Jessups wilde Spekulationen über Vertuschungsmanöver und Verschwörungen gegen die Wahrheitsfindung.

Handfeste Beweise, die Allens Darstellung stützen würden, gibt es nicht. Deshalb glauben die meisten mit der Sache befassten Forscher – ob Physiker oder Historiker – nicht, dass es das Experiment je gab. Die genannten Indizien lassen sich vermutlich recht trivial erklären.

So dürfte das abweichende Datum für den Stapellauf nichts als ein banaler Schreibfehler sein. Auch fand das angebliche Experiment lange nach diesem Zeitpunkt statt. Die Gewichtsdifferenz tritt bei allen Schiffen der Cannon-Klasse auf. Sie resultiert aus dem Standardgewicht und dem Gewicht einschließlich Munition und Brennstoffe.

Da es ohne diese Zuladung an die Griechen übergeben wurde, notierten diese das geringere Gewicht. Vor allem wurde Allens Bericht niemals von anderen Zeugen bestätigt. Keiner seiner Mannschaftskameraden konnte sich an das erschreckende Experiment erinnern. Auch wies die USS Eldridge, die angeblich durch die Hölle ging, bei der Indienststellung keine Schäden auf.

Funken Wahrheit der Geschichte

Allenfalls gestehen die seriösen Forscher dem selbst ernannten Augenzeugen zu, dass er manche Fakten in der Fantasie zu dem spektakulären Ereignis verwob. Tatsächlich arbeitete die US-Marine an einem Antimagnetsystem, um sich gegen die 1942 erstmals eingesetzten Magnetminen und magnetgezündeten Torpedos der Deutschen zu wappnen. Das Verfahren hieß „Degaussing“, es kam auch auf den damals neu entwickelten Geleitzerstörern zum Einsatz.

Möglicherweise sprachen die beteiligten Ingenieure davon, ein Schiff „unsichtbar“ zu machen. Dies könnte der Schlüssel zu Allens Geschichte sein. Faktisch aber kann ein starkes Magnetfeld keine optische Unsichtbarkeit bewirken, und schon gar keine Teleportation.

Zweifel an seiner Darstellung des Ereignisses weckte auch Carl Allen selbst. Im Juni 1969 erschien er am Hauptsitz der Forschungsorganisation „Aerial Phenomena Research Organization“ in Tucson (Arizona), um seine Geschichte zu widerrufen. Später aber soll er wiederum den Widerruf widerrufen haben. Sein weiteres Schicksal ist unklar. Manche Historiker sagen, er sei 1994 in einem Heim im US-Bundesstaat Colorado gestorben.

Die Regeln der Physik

Das Hauptargument gegen das Philadelphia-Experiment ist, dass es alle Gesetze der Physik durchbrochen hätte. Obwohl – das stimmt nicht ganz. Wie Militärexperten herausfanden, beauftragte das „National Defense Research Committee“ der USA Anfang 1940 einige Physiker mit Forschungsarbeiten an der Unsichtbarkeit. Sie sollten herausfinden, ob elektromagnetische Felder Licht derart krümmen können, dass ein Luftspiegelungs- oder „Fata-Morgana“-Effekt eintritt. Berechnungsgrundlage war ein Schiff, das dadurch nicht mehr beobachtbar sein sollte.

Damals blieben die Forschungen ohne praktisches Ergebnis. Erst in jüngster Zeit ist ein ähnliches Experiment gelungen. US-Physiker haben sogenannte Metamaterialien entwickelt, die elektromagnetische Wellen in spezieller Weise brechen und so um einen Gegenstand herum lenken können. Die Forscher bauten einen Ring aus dem Tarnkappen-Material, in dem kleine Dinge tatsächlich nicht zu sehen sind. Bislang funktioniert dies allerdings nicht mit sichtbarem Licht, sondern nur mit Mikrowellen, wie sie etwa von Radargeräten, Handys oder Satelliten verwendet werden. In einem Radarbild erscheint an der Position des Gegenstands lediglich leerer Raum.

Interview: Das Philadelphia-Experiment

Oliver Gerschitz enthüllt in seinem Buch „Verschlusssache Philadelphia-Experiment“ ein Geheimnis, das für immer totgeschwiegen werden sollte: die ebenso faszinierende wie schockierende Dematerialisation eines Schiffes und seiner Mannschaft mitten im Zweiten Weltkrieg.

Waren Einsteins Genius und Teslas Erfindergeist im Spiel, als sich ein US-Kriegsschiff mit Mann und Maus in Nichts auflöste und gleichzeitig an einem 1000 Kilometer entfernten Ort sichtbar wurde?

Welche Geheimnisse bergen das so genannte »Philadelphia-Experiment« und sein unglaubliches Nachfolgeprojekt »Phönix«, das später als das »Montauk-Projekt« bekannt wurde?

Oliver Gerschitz erklärt hier eindrucksvoll, dass diese Projekte von einer geheimen Macht aus dem Verborgenen gesteuert wurden.

Ihre Ursprünge gehen zurück, bis ins Deutschland der 1920er Jahre, wo bestimmt Gruppierungen durch Manipulation der vierten Dimension Verbindung mit außerirdischen Kräften suchten. Hier wurde modernste Wissenschaft mit höchstem esoterischem und okkultem Geheimwissen verbunden.

In einer gezielt geplanten Aktion geschah das Unglaubliche. Man Verursachte einen Riss in der Raum-Zeit.

https://www.youtube.com/watch?v=Hs31tGFVvao

 

 

Quellen: PublicDomain / Focus / nuoviso.tv

 

 




Yellowstone – Wie schnell kann der Supervulkan erwachen?

Heiße Quellen und Geysire als Spuren des Vulkanismus im Yellowstone. © Marc Szeglat

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Einer der größten Vulkane der Welt schlummert unter der landschaftlichen Idylle des Yellowstone Nationalparks in den USA. Die Caldera des Supervulkans entdeckte man erst vor wenigen Jahrzehnten auf Satellitenfotos: so gewaltig ist der Einsturzkessel, dass Wissenschaftler lange Zeit den Vulkan vergeblich suchten, obwohl sie mitten drin standen.
Vulkanische Gesteine zeugen nicht nur von den 3 Supervulkaneruptionen des Vulkans, die sich in den letzten 2,1 Millionen Jahren ereigneten, sondern auch von zahlreichen normal großen Ausbrüchen. Seit der letzten Supervulkaneruption von 640.000 Jahren sind den Vulkanologen 23 normal große Vulkanausbrüche bekannt. Der Letzte dieser Ausbrüche fand vor gut 70.000 Jahren statt und viele Forscher fragen sich, wie lange der Nächste noch auf sich warten lässt.
Anzeichen für ein mögliches Erwachen des Vulkans werden schon seit längerem immer wieder beobachtet. So bildete sich im Bereich des Yellowstone-Sees eine Bodenaufwölbung, im Norris Geyser Basin entstanden neue Fumarolen und immer wieder kam es zu leichten Schwarmbeben. Eine Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt ist die, wie viel Zeit zwischen den ersten Anzeichen des Erwachens bis zum Ausbruch vergeht.
Petrologin Christy Till von der „School of Earth and Space Exploration“ kann diese Frage möglicher Weise beantworten. Die Professorin sammelte Lavaproben im Yellowstone und untersuchte die Kristalle der Lava im Labor. Sie identifizierte die Wachstumszonen der Kristalle, die Ähnlichkeiten mit den Jahresringen von Bäumen haben und rekonstruierte ihre Geschichte mit Hilfe des NanoSIMS (Nano Sekundärerionen-Massenspektrometer).

Bei ihren Forschungen konzentrierte sich die Petrologin auf die Frage, wie lange es dauert bis das bereits erstarrte Magma in der Magmakammer schmilzt und eruptiert wird, wenn sich die Kammer nach einer langen Ruheperiode des Vulkans erneut aufheizt. Dabei fand sie heraus, dass bei der letzten Eruption die in der Magmakammer wieder aufgeschmolzenen Kristalle innerhalb von 5 Monaten nach der beginnenden Aufheizung eruptiert wurden. Dieses Ergebnis überraschte zahlreich Forscher, nahm man bisher doch an, dass dieser Prozess deutlich mehr Zeit benötigen würde.

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Falschfarbenbild zonierter Pyroxen-Kristalle. Die konzentrischen Schichten entstanden durch erneutes Wachstum der Kristalle als frisches Magma in die Magmakammer strömte. © Kate Saunders, University of Bristol/spektrum.de

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Diese Ergebnisse lassen sich sicherlich nicht 1:1 auf jeden Ausbruch des Yellowstone-Vulkans übertragen, liefern aber doch einen Anhaltspunkt über die zeitliche Dimensionen und der Vorwarnzeit die bleibt um zu reagieren. Nur muss man sich nun die Frage stellen, ab wann die Uhr tickt? Anzeichen, dass sich unter dem Yellowstone-Vulkan neues Magma ansammelt, welches die Magmakammer aufheizt gibt es ja immer wieder. Man stelle sich vor, man würde von außen mit einer thermonuklearen Sprengung nachhelfen? Dieses Szenario sollten sie vielleicht auch einmal in Betracht ziehen!?

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Illustration: © Hernán Cañellas von National Geographic Deutschland

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Quelle: Arizona State University

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Nichtexistenz des Masern-Virus: Dr. Stefan Lanka gewinnt auch vor dem BGH

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Neben dem Oberlandesgericht Stuttgart hat nun auch der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Virologe Dr. Stefan Lanka keine 100.000 Euro an den Arzt Dr. David Bardens zahlen muss. Im Februar 2011 hatte Dr. Stefan Lanka eine Belohnung in Höhe von 100.000 Euro für denjenigen versprochen, der imstande sei, eine wissenschaftliche Publikation vorzulegen, in der die Existenz des Masern-Virus nicht nur behauptet, sondern auch bewiesen und darin u.a. dessen Durchmesser bestimmt ist. Der Arzt Dr. Bardens versuchte, die Existenz des Masern-Virus durch sechs eingereichten Publikationen zu beweisen.

Im aktuellen Newsletter von WissenschafftPlus schreibt Dr. Stefan Lanka, dass der Masern-Virus-Prozess endgültig gewonnen ist: „Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Masern-Virus-Prozess entschieden. Der I. Zivilsenat des BGH hat das Urteil vom Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) vom 16.2.2016 bestätigt. Die im Jahr 2011 von mir ausgelobten 100.000 € für einen wissenschaftlichen Beweis der Existenz des behaupteten Masern-Virus müssen dem Kläger nicht ausgezahlt werden. Dieser wurde zudem verurteilt, alle Kosten des Verfahrens zu tragen.

In den Prozess haben sich fünf Gutachter eingebracht und die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen vorgelegt. Alle fünf Gutachter, darunter der vom Erstgericht beauftragte Prof. Dr. Dr. Andreas Podbielski haben übereinstimmend festgestellt, dass keine der sechs in den Prozess eingebrachten Publikationen einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz des behaupteten Masern-Virus enthält.

Genetik widerlegt Existenzbehauptungen

In den Prozess wurden die Ergebnisse von Untersuchungen zum sog. genetischen Fingerabdruck des behaupteten Masern-Virus eingebracht. Zwei anerkannte Labore, darunter das weltweit größte und führende genetische Institut, kamen unabhängig voneinander zu exakt den gleichen Resultaten. Die Ergebnisse beweisen, dass sich die Autoren der sechs Publikationen des Masern-Virus-Prozess irrten und als direkte Folge sich bis heute alle Masern-Virologen irren: Sie haben normale Bestandteile von Zellen als Bestandteile des vermuteten Masern-Virus fehlgedeutet.

Aufgrund dieses Irrtums wurden in einem Jahrzehnte dauernden Konsensfindungsprozess normale Zell-Bestandteile gedanklich zu einem Modell eines Masern-Virus zusammen gefügt. Eine tatsächliche Struktur, die diesem Modell entspricht, wurde bis heute weder in einem Menschen, noch in einem Tier gefunden. Mit den Ergebnissen der genetischen Untersuchungen sind alle Existenz-Behauptungen zum Masern-Virus wissenschaftlich widerlegt.

Den Autoren der sechs Publikationen und allen anderen Beteiligten ist dieser Irrtum nicht aufgefallen, weil sie die fundamentale wissenschaftliche Pflicht verletzten, „lege artis“, nach den international definierten Regeln der Wissenschaft zu arbeiten. Sie führten keinerlei Kontrollexperimente durch. Die Durchführung der Kontrollexperimente hätte Autoren und Menschheit vor diesem folgenreichen Irrtum geschützt. Dieser Irrtum wurde zur Grundlage des Glaubens an die Existenz aller krankmachenden Viren. [1] Der gerichtlich bestellte Gutachter Prof. Dr. Dr. Podbielski hat aufgrund der Nachfrage des erkennenden Gerichts auf Seite 7 oben des Protokolls [2] ausdrücklich bestätigt, dass die Autoren keinerlei Kontrollexperimente durchführten.

Das OLG Stuttgart hob am 16.2.2016 das Fehlurteil der ersten Instanz auf, wies die Klage zurück und bezog sich dabei u.a. auf die zentrale Aussage von Prof. Podbielski zu den sechs Publikationen. Der Kläger versuchte mit einer Beschwerde am BGH das Urteil des OLG zu Fall zu bringen. Als Begründung brachte er seine subjektive aber faktisch falsche Wahrnehmung des Verfahrensablaufes in Stuttgart vor und die Behauptung, dass unsere Benennung von Fakten zu Masern eine Gefährdung der Volksgesundheit darstellt. Die Behauptungen des Klägers wurden vom BGH mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Damit hat der BGH das Urteil des OLG Stuttgart vom 16.2.2016 [3] bestätigt.

Schlussfolgerungen

Die sechs im Prozess vorgelegten Publikationen sind die maßgeblichen Publikationen zum „Masern-Virus.“ Da es neben diesen sechs Publikationen nachweislich keine anderen Publikationen gibt, in denen mit wissenschaftlichen Methoden versucht wurde, die Existenz des Masern-Virus zu beweisen, haben das nun höchstrichterliche Urteil im Masern-Virus-Prozess und die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen Konsequenzen: Allen nationalen und internationalen Aussagen zum vermuteten Masern-Virus, zur Infektiösität von Masern, zu Nutzen und Unbedenklichkeit der Masern-Impfung wurden der Anschein von Wissenschaftlichkeit und damit die rechtliche Basis entzogen.

Durch Anfragen, die das Masern-Virus-Preisausschreiben auslöste, hat die Leiterin des Nationalen Referenz-Instituts für Masern am Robert Koch-Institut (RKI), Prof. Dr. Annette Mankertz, eine wichtige Tatsache eingestanden. Dieses Eingeständnis kann die erhöhte Impfschadensrate speziell der Masern-Impfung erklären und warum und wie besonders diese Impfung vermehrt Autismus auslöst. [4]

Frau Prof. Mankertz hat eingestanden, dass das „Masern-Virus“ typisch zelleigene Bestandteile (Ribosomen, die Eiweiß-Fabriken der Zellen) enthält. Da die Masern-Impfung aus „ganzen Masern-Viren“ besteht, enthält dieser Impfstoff zelleigene Strukturen. Dies erklärt, warum die Masern-Impfung häufigere und stärkere Allergien und Autoimmunreaktionen auslöst als andere Impfungen. Der Gerichtsgutachter Prof. Podbielski führte mehrfach aus, dass mit der Behauptung des RKI zu Ribosomen in den Masern-Viren, die Existenz-Behauptungen eines Masern-Virus widerlegt sind.

Im Verfahren wurde ebenso aktenkundig, dass die höchste deutsche wissenschaftliche Autorität auf dem Gebiet der Infektiologie, das RKI, entgegen seinem gesetzlichen Auftrag in § 4 Infektionsschutzgesetz (IfSG) es unterlassen hat, Untersuchungen zum behaupteten Masern-Virus zu erstellen und zu veröffentlichen. Das RKI behauptet, dass es interne Untersuchungen zum Masern-Virus getätigt hat, weigert sich aber, die Ergebnisse auszuhändigen oder zu veröffentlichen.

Spenden

Durch den Masern-Virus-Prozess, durch die asoziale Berichterstattung der Leitmedien, der rechten bis zur linken Presse, haben wir finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Wir haben durch den Prozess viel gelernt, sind gestärkt daraus hervorgegangen und das Thema ist durch den Prozess international bekannt geworden. Dadurch haben wir dazu beigetragen, dass die Fehlannahmen der heutigen Biologie, Medizin und Virologie global erkannt und aufgelöst werden. Ein Ziel unserer Arbeit ist, der tatsächlich wissenschaftlichen Biologie und Medizin, die wir vertreten und weiterentwickeln, Raum zu schaffen. [5]

Was sich noch nicht ausgeglichen hat sind die finanziellen Einbußen. Wir bitten Sie, uns durch Spenden beim Ausgleich zu helfen. Auch das Schreiben und die Herstellung des geplanten Buches zum Masern-Virus-Prozess benötigt Geld, das wir im Moment noch nicht haben.

WissenschafftPlus Dr. Stefan Lanka
IBAN: DE77700100800705906800
BIC: PBNKDEFF
Postbank München

Wir danken für Ihre Treue und Solidarität, mit der Sie den Gewinn des Masern-Virus-Prozess möglich gemacht haben.

Wir wünschen von Herzen
Alles Gute!

Ihr Dr. Stefan Lanka und das WissenschafftPlus-Team

[1] Siehe Artikel „Viren entwirren“ im Zwei-Monats-Magazin WissenschafftPlus Nr. 6/2015.

[2] Das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 12.3.2015. Zu finden hier: http://wissenschafftplus.de/uploads/article/Protokoll_13_4_20150001.pdf

[3] Das Urteil des OLG Stuttgart vom 16.2.2016 ist auf der Internetseite des OLG Stuttgart zu finden.

[4] Siehe Artikel in WissenschafftPlus 3/2016: Was ist Autismus, wie entsteht er, warum Impfungen – in erhöhtem Maße die Masern-Impfung – Autismus auslösen und wie man den Autismus in den Griff bringen und sogar heilen kann.

[5] Siehe Artikel in WissenschafftPlus 6/2015: Die Entwicklung von Medizin und Menschheit. Wie geht es weiter? Dieser Artikel ist frei auf der Internetseite www.wissenschafftplus.de zu finden.

Quelle: Wissenschafftplus.de

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Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz Fluch oder Segen für die moderne Gesellschaft?

Künstliche Intelligenz und Robotik:
Wird bald alles anders?

Fluch oder Segen für die moderne Gesellschaft?
Diese Diskussion setzt meist sogleich ein, wenn
von Robotern, Machine Learning oder künstlicher
Intelligenz die Rede ist. Tatsächlich scheinen der
Phantasie keine Grenzen gesetzt: Im besten Fall
arbeiten wir nur noch 15 Stunden die Woche bei
höchstem Lebensstandard.

Das erste Szenario:

Die Gesellschaft spaltet sich, immer mehr Menschen werden abgehängt, so dass der soziale Frieden in Gefahr ist.

Forschung in künstlicher Intelligenz (KI) hat in letzter Zeit bahnbrechende Fortschritte erzielt. Doch selbstfahrende Autos, das Computerprogramm Watson (IBM) und die Spracherkennungssoftware Siri sind erst der Anfang. Die KI-Forschung verfügt mit jedem Jahr über mehr Geld, mehr WissenschaftlerInnen und mehr theoretische Grundlagen. Vermutlich werden die heutigen Erfindungen im Vergleich mit den technologischen Errungenschaften der nächsten Jahrzehnte bescheiden anmuten.

Die möglichen Vorteile von KI sind enorm: Wir Menschen verdanken unsere Vormachtstellung auf der Erde nicht unserer Muskelstärke oder Schnelligkeit, sondern dem einzigartigen Einfallsreichtum unseres Gehirns. Vor allem aufgrund unserer Intelligenz konnten wir jene politischen, wirtschaftlichen, technologischen und wissenschaftlichen Errungenschaften anhäufen, von denen unsere moderne Zivilisation abhängt. Wir können uns gar nicht ausmalen, was wir mit superintelligenter KI erreichen könnten, aber die Beseitigung von Kriegen, Krankheit und Armut scheint hierdurch in Reichweite zu gelangen. Die Erschaffung einer superintelligenten Maschine wäre wahrscheinlich das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der Menschheit.

Bedauerlicherweise könnte es diese auch frühzeitig beenden, wenn wir nicht lernen, die damit verbundenen Gefahren zu vermeiden. Schon heute erwägen einige Militärmächte autonome Waffensysteme zu entwickeln, die ihre Ziele selbstständig auswählen und eliminieren können. Menschenrechtsorganisationen wie die UNO und Human Rights Watch haben sich bereits für Abkommen ausgesprochen, die solche Waffensysteme verbieten.

Doch die Zeiten ändern sich: So hat beispielsweise Google Anfang des Jahres (2014) die KI-Firma DeepMind für ca. 400 Millionen Dollar gekauft, deren erklärtes Ziel es ist, universal anwendbare Lernalgorithmen zu konstruieren. Beachtenswert ist, dass Shane Legg, ein Mitgründer von DeepMind, auf die Einrichtung eines Ethikrats bestanden hat, um mögliche Risiken von KI zu minimieren. Und die Risiken sind hoch: Legg zufolge ist “KI die Nummer 1” unter allen Technologien, welche die Menschheit potentiell auslöschen könnten.

Google kauft zum Jahresende (2013 ) Militärroboter-Hersteller
Google hat mit Boston Dynamics einen Roboterhersteller übernommen, der sich besonders durch Maschinen hervorgetan hat, die sich auf ungewöhnliche Weise durch schweres Terrain bewegen und für das Militär geeignet sind.

Hier sehen sie einen kleinen Einblick in die für die Öffentlichkeit Zugänglich gemachte Forschung. Stellen Sie sich diese Maschinen und das was nicht veröffentlich wurde in Verbindung mit einer KI einmal vor.

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https://www.youtube.com/watch?v=rVlhMGQgDkY

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Stellen Sie sich dann eben dazu auch noch vor das alle diese Maschinen von einander lernen und immer mit einander Vernetzt sind und auch andere neue Maschinen anlernen könne. Lernt zb. ein Roboter in Asien den Umgang mit einem Bleistift gibt er dieses Wissen umgehend weiter an ein KollektiveS Bewusstsein der Maschinen ein Robobrain und jede vernetzte Maschine hat das Wissen dann dazugelernt.

http://robobrain.me/#/

Wo könnte diese Entwicklung die Menschheit hinführen?




BAYER MONSANTO

BAYER WIRD DURCH DIE ÜBERNAHME VON MONSANTO WELTWEITE NR.1

Weltweit größter Agrarchemiekonzern

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Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch den deutschen Pharmariesen Bayer ist perfekt. Das teilte das deutsche Unternehmen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht.

Bayer und Monsanto unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 Dollar (rund 114 Euro) je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Mrd. Euro).

Der Monsanto-Deal ist die bisher größte Übernahme durch einen deutschen Konzern und macht Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie. Bayer hatte im Mai angekündigt, den umstrittenen Biotechnologieriesen übernehmen zu wollen. Der Leverkusener Konzern hatte sein Angebot für Monsanto mehrfach erhöht.

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Transaktion soll 2017 abgeschlossen sein

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Das kombinierte Unternehmen sei „sehr gut positioniert“, um am Agrarsektor und dessen erheblichem langfristigem Wachstumspotenzial teilzuhaben, teilte Bayer mit. Bayer plant die Finanzierung der Transaktion durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital. Der Übernahme müssen noch die Monsanto-Aktionäre zustimmen, außerdem die zuständigen Kartellbehörden.

Der Abschluss der Transaktion wird laut Bayer bis Ende 2017 erwartet. Für den Fall, dass die notwendigen Kartellfreigaben nicht erteilt werden sollten, hat Bayer Monsanto eine Zahlung in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,8 Mrd. Euro) zugesichert.

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Kritik an Patenten, Gentechnik, Glyphosat

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Die Monsanto-Übernahmepläne von Bayer-Chef Werner Baumann waren von Anfang an umstritten. Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Zudem dominiert Monsanto das weltweite Geschäft mit Saatgut. Landwirte, die gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto kaufen, müssen eine Vereinbarung unterzeichnen, in der sie sich verpflichten, kein Saatgut aus der Ernte für die kommende Aussaat aufzuheben und zu verwenden – anders als das über Jahrhunderte in der Landwirtschaft üblich war.

Kritiker werfen dem Konzern die rigorose Verteidigung seiner Patente mit Gerichtsverfahren vor. Monsanto weist die Vorwürfe zurück, man verteidige nur sein geistiges Eigentum. Das von Monsanto entwickelte Saatgut habe Eigenschaften, die in der Natur normalerweise nicht aufträten, begründet der Konzern den Patentschutz. Nach Einschätzung von Umweltschutzorganisationen erhöht sich für die Landwirte aber dadurch die Abhängigkeit von einigen wenigen Saatgutfirmen. Viele Bauern würden durch die hohen Kosten in den Ruin getrieben.

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Vorreiter im „Digital Farming“

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Bayer-Chef Baumann betonte dagegen die Vorteile eines Zusammenschlusses. Die Agarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben. Immerhin müssten bis 2050 drei Milliarden Menschen zusätzlich ernährt werden. Gleichzeitig müsse man die Folgen der Klimaerwärmung auf die Landwirtschaft in den Griff bekommen, so Baumann.

Interessant für Bayer ist der US-Konzern nicht nur wegen seines Know-hows in der Biotechnologie, sondern auch wegen seiner führenden Rolle beim „Digital Farming“ – der Nutzung digitaler Techniken für die Landwirtschaft.

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Globaler Markt im Umbruch

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Das globale Geschäft um Saatgut und Pflanzenschutzmittel steht vor gewaltigen Umwälzungen. Denn Bayer und Monsanto stehen mit ihren Fusionsplänen nicht allein. So hatten zuletzt die US-Behörden die geplante Milliardenübernahme des Schweizer Agrarchemiekonzerns Syngenta durch das chinesische Staatsunternehmen ChemChina genehmigt. Im vorigen Dezember hatten außerdem Dow Chemical und Dupont verkündet, über einen Zusammenschluss zu verhandeln.

Was das alles für Auswirkungen auf ganz Europa haben wird steht hierbei völlig außer Frage, wenn ein deutscher Konzern das Pestizid Glyphosat vertreiben wird und mit seinem Kapital die Politik beeinflussen kann. Weiterhin sollte sich wirklich jeder den folgenden, sehr aufschlussreichen Vortrag von Gottfried Glöckner anschauen und verinnerlichen.

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https://www.youtube.com/watch?v=ehJe-4hjR2c&feature=share

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Atmosphäre

Forscher schlagen Alarm: Rätselhafte Störung der Atmosphäre könnte zur Gefahr werden

Atmosphäre

Auf eins war Verlass in der Stratosphäre: Die „quasi-zweijährige Schwingung“ ist bisher immer aufgetreten. Ihr Ausbleiben gibt den Forschern der Nasa Rätsel auf. (Nasa)

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Der Erde geht die Puste aus. Seit 62 Jahren, seit dem Beginn der Messung 1953, ist die sogenannte quasi-zweijährige Schwingung, kurz QBO (aus dem Englischen von quasi-biennal oscillation), nicht mehr ausgeblieben. Bis jetzt zumindest.

Die atmosphärische Schwingungen tritt alle 22 bis 34 Monate in der unteren und mittleren tropischen Stratosphäre auf. In einer Höhe zwischen 17 bis etwa 30 Kilometern dreht der Wind dann von West nach Ost und umgekehrt ab. Dieser zweijährige Richtungswechsel hat großen Einfluss auf die Stratosspähre insgesamt. So verändert sich die Menge an Ozon am Äquator während der Ost- und Westwindphase der „quasi-zweijährige Schwingung“ um 10 Prozent. Die „quasi-zweijährige Schwingung“ beeinflusst auch den polaren Ozonhaushalt.

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Ost-West-Konflikt in der Stratosphäre

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Das funktioniert so: Winde in der über der Erde liegenden 10 bis 30 Kilometern hohen Troposphäre zirkulieren abwechselnd in östliche und westliche Richtung, wofür sie ungefähr zwei Jahre benötigen.

Die Westwinde entstehen an der Decke der Stratosphäre und sinken ab. Bei rund 15 Kilometern über dem Erdboden werden sie durch höhere liegende Ostwinde ersetzt. Diese fallen dann wieder ab und der Westwind tritt wieder auf. Herrschen Westwinde vor, verstärkt sich der Polarwirbel, was zur Folge hat, dass die Jetstream, Starkwindbänder in der darunter liegenden Troposphäre, sich stärker ausprägen. Das bedeutet für uns mildes Westwetter. 

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Die „quasi-zweijährige Schwingung“ ist der Old Faithful der Stratosphäre 

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Seit dem Beginn der Messung im Jahr 1953 blieb die QBO ihrem Takt treu. Zumindest bis jetzt: Ende 2015 stellten Wissenschaftler fest, dass die Ostwinde nicht absinken konnten, weil die stärkeren westlichen Winde nach oben drängten und den Zyklus störten. Bis zum Juli 2016 blieb diese Unregelmäßigkeit bestehen. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in den „Geophysical Research Letters“.

Paul Newman vom Goddard Weltraumzentrum in Greenbelt, Maryland, vergleicht diese Störung mit dem Ausbleiben des Old Faithful, einem der bekanntesten Geysire der Erde. Er bekam seinen Namen („Der alte Getreue“), weil er zuverlässig und regelmäßig ausbricht, seit seiner Entdeckung 1870 bereits über eine Million Mal: Wenn Old Faithful auch nur für einen Tag aufhörte, dann würdest du dich auch fragen, was da unter der Erde passiert.

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Unvorhersehbare Folgen für unser Wetter

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Genau darum geht es den Forschern von der Nasa jetzt: Sie wollen herausfinden, was die Störung in der quasi-zweijährigen Schwingung hervorbrachte und was dies für Auswirkungen hat. Bisher haben Newman und seine Kollegen zwei Theorien, wie es dazu kommen konnte.

Es könnte einerseits mit dem außergewöhnlich starken El Niño von 2015/2016 zusammenhängen oder andererseits mit den steigenden Temperaturen durch den Klimawandel. Weiterhin könnte es natürlich auch eine Folge des jahrelang ausgeführten Geoengineering sein.

Auf jeden Fall gilt es jetzt zu klären, ob es sich bei der Störung um eine extrem seltene Ausnahmeerscheinung handelt oder um eine langfristige Änderung im globalen Wettersystem, die unvorhersehbare Konsequenzen haben könnte.