Schleuser verdienten 6 Milliarden Dollar

DEN HAAG ( IRNA / UNHCR )
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Schleuser verdienen mit der illegalen Migration viel Geld, die Sicherheit ihrer Schützlinge ist ihnen oft nicht so wichtig.

Schleuser verdienen mit der illegalen Migration viel Geld, die Sicherheit ihrer Schützlinge ist ihnen oft nicht so wichtig.

 

Einem gemeinsamen Bericht von Interpol und Europol zufolge haben die Schleuser von Flüchtlingen nach Europa im vergangenen Jahr rund 6 Milliarden Dollar verdient.

Wie Associated Press am Dienstag aus Den Haag meldete, sieht dieser Bericht vorher, dass durch die Flucht von weiteren rund 800.000 Menschen von Libyen nach Europa die Zahl der Flüchtlinge dieses Jahr steigen wird.

Vergangenes Jahr haben mehr als 1,2 Millionen Menschen Antrag auf Asyl in Europa gestellt. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Kriegsgebieten im Nahen Osten und Nordafrika.

In einem Teil des Berichts der Europol und Interpol wurde davor gewarnt, dass Terroristen diese Gelegenheit nutzen und in Europa eindringen können.

Zwei Terroristen der Terroranschläge vom 13. November in Paris kamen zusammen mit Flüchtlingen über Griechenland aus Syrien.

Kenia: Regierung will Flüchtlingslager schließen

 

Das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. Foto: UNHCR/Bannon

Das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. Foto: UNHCR/Bannon

In der vergangenen Woche hat die Regierung in Kenia verkündet, Flüchtlinge in Zukunft nicht mehr aufzunehmen und bestehende Flüchtlingslager zu schließen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) appellierte an die Regierung in Nairobi, die Ankündigung noch einmal zu überdenken.

Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt

Das Innenministerium nannte als Gründe für diese Entscheidung die ökonomischen und ökologischen Lasten sowie Sicherheitsbedenken. Die Regierung hätte das Department of Refugee Affairs aufgelöste und arbeite an einem Plan, um die kenianischen Flüchtlingslager zu schließen.

 

600.000 Flüchtlinge in Kenia wären von dieser Entscheidung betroffen.

 

“UNHCR hat diese Ankündigung mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen,” erklärte UNHCR Sprecher Adrian Edwards. “Seit einem Vierteljahrhundert spielt Kenia eine große Rolle im Osten Afrikas und dem Horn von Afrika, weil es Menschen, die vor Verfolgung und Krieg flüchten Asyl gewährt.”

Die Sicherheit von hunderttausenden Menschen aus Somalia, Südsudan und anderen Ländern sei immer abhängig gewesen von der Großzügigkeit und der Bereitschaft Kenias, in der Region die führende Rolle in der internationalem Schutz zu übernehmen, so Edwards.

“UNHCR steht in ständigem Kontakt zur kenianischen Regierung. Wir sind uns bewusst, dass Kenia viele Jahre eine herausragende Rolle mit den Nationen spielt, die Flüchtlings aufnehmen, und dass dies zwangsläufig viele Folgen für das Land und seine Bevölkerung hat,” betonte Edwards.

UNHCR setzt sich seit vielen Jahren für eine beständige internationale Unterstützung Kenias ein, unterstützt Gastgemeinden und berücksichtigt bei seiner Arbeit deren Belange.

Angesicht der weltweit 60 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind, ist es wichtiger als je zuvor, dass internationale Asylverpflichtungen durchgesetzt und unterstützt werden, so Edwards.

600.000 Flüchtlinge betroffen

In Kenia leben um die 600.000 Flüchtlinge aus den umliegenden Staaten. Die größte Gruppe sind Menschen aus Somalia (79 %), gefolgt von Südsudanesen (15 %), äthiopische Flüchtlinge (5 %), aus der Demokratischen Republik Kongo, Sudan, Burundi und anderen. 90 Prozent der Flüchtlinge leben in drei großen Flüchtlingslagern: Dadaab, Kakuma und Alinjugur. Für die Unterstützung dieser Flüchtlinge hat UNHCR im Jahr ca. 250 Millionen US-Dollar veranschlagt.

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