Die USA sichern ihre teuer ausgebildete Kopfab-Miliz und geben freies Geleit aus Rakka

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Die USA haben den kontrollierten Abzug von IS-Kämpfern aus Rakka erlaubt. Die „Tagesschau“ schaut noch immer weg. Das Pentagon will in Syrien bleiben. Ja warum wohl?

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„Die BBC hat Details eines Abkommens aufgedeckt, das, unter dem starren Blick der von den USA und Großbritannien angeführten Koalitionstruppen und kurdischen Einheiten, welche die Stadt kontrollieren, hunderten Kämpfern des Islamischen Staats und ihren Familien erlaubte, aus Rakka zu entkommen. In einem Konvoi befanden sich einige der berüchtigsten IS-Mitglieder und (…) dutzende ausländische Kämpfer.“ Dieses „schmutzige Geheimnis“ verriet der britische öffentliche Rundfunk vor zwei Tagen.

Die BBC ist spät dran. Dass die USA der Kopf-Ab-Miliz freies Geleit aus ihrer Hochburg verschafften, als die Koalition aus Assads Truppen, schiitischen Milizen und russsicher Luftunterstützung heranranpreschte, konnten die COMPACT-Leser schon vor einem Vierteljahr lesen!

In COMPACT 08/17 war zu lesen:

Generaloberst Sergej Surowikin berichtete am 9. Juni, dass US-Streitkräfte und Kurden «mit den Führern des IS zusammenarbeiten, um das Gebiet kontrolliert aufzugeben, und in Provinzen vorrücken, in denen syrische Regierungstruppen operieren». Die unabhängigen al-Masdar News veröffentlichten wenige Tage später Videomaterial, auf dem ein schier endloser IS-Konvoi anscheinend tatsächlich Rakka verlässt – unbehelligt, obwohl das Gebiet von amerikanischen Kampfdrohnen nur so wimmelt.

Das Video sehen Sie hier:

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Obwohl Washington das Geheimabkommen bestätigte, war der Paukenschlag der BBC den Qualitätsjournalisten der ARD-Tagesschau bislang keine Meldung wert. Nach jahrelangem Stiefellecken der US-gesponserten Islamisten hat man plötzlich anscheinend die Zunge verschluckt.

Kein Wunder:

Viele der aus Rakka entkommenen Dschihadisten sollen in die Türkei geflüchtet sein. Etliche werden wohl nach Europa strömen (oder wiederkehren). „Da gibt es einige französische Brüder aus unserer Gruppe“, zitiert die BBC einen aus Rakka geflüchteten IS-Kämpfer, „die nach Frankreich wollten, um am sogenannten ‚Tag der Abrechnung‘ Anschläge zu verüben.“

Die „Enthüllung“ des freien Geleits für IS-Kämpfer hat das Pentagon nicht davon abbringen können, öffentlich zu behaupten, man müsse dauerhaft in Syrien präsent sein, falls die IS-Schurken eines Tages wiederkehren sollten. Am Montag sagte Verteidigungsminister James Mattis Reportern, die USA bereiteten sich auf ein langes Verhältnis vor, um den IS zu bekämpfen, „so lange er kämpfen möchte“.

Und was ist mit den Gesprächen zwischen Trump und Putin?

Mattis und seine Freunde im militärisch-industriellen Komplex sind anscheinend gänzlich unbeeindruckt davon, dass sich Donald Trump und Wladimir Putin am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam am Samstag darauf einigten, dass der Syrien-Konflikt keine militärische Lösung hat.

Sputniknews berichtete: „Trump und Putin bestätigten, dass solche Schritte die vollständige Erfüllung der Resolution voraussetzen, einschließlich der Verfassungsreform und einer freien und fairen Wahl unter Beobachtung der Uno, an der alle Syrer teilnehmen werden können.“

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Quellen: Compact, Sputniknews, Reuters, BBC

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