Venezuelas Präsident kündigt auf Öl basierende Krypto-Währung als Lösung gegen US-Sanktionen an

Wenn Maduro Glück hat, könnte der Petro eines Tages sehr viel wert sein!

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Es ist wahrscheinlich mittlerweile allgemein bekannt, dass Venezuela sich in einer Wirtschaftskrise gewaltigen Ausmaßes befindet. Die Ursache dieser Krise ist jedoch weiterhin strittig. Könnte es Venezuelas sozialistische Wirtschaft sein? Sind die Ölpreise niedriger als sie aushalten können? Die Inflation, welche den Wert des venezolanischen Bolivar im vergangenen Monat um die Hälfte reduziert hat? Oder könnte es alles damit begonnen haben, dass die USA im Jahr 2015 Sanktionen gegen das Land verhängten und es zu einer Bedrohung seiner nationalen Sicherheit erklärten – Sanktionen die bis heute andauern? Für jede einzelne dieser Ursachen wird die Schuld jemand anderem angelastet.

Doch jetzt hat sich der venezolanische Präsident Nicolas Maduro eine neue Methode einfallen lassen, diesen letzten Grund zu umgehen – zumindest teilweise. Während Krypto-Währungen in aller Munde sind, könnte er vielleicht einige dieser  Investoren über eine Krypto-Währung gewinnen, die etwas anders ist, denn er versprach einen realen Wertbezug zu Venezuelas riesigen Öl- und Gasreserven.

„Venezuela kündigt die Schaffung einer eigenen Kryptowährung an. Sie wird Petro heißen. Es wird Innovationen im Sinne neuer Formen internationaler Finanzierung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes ermöglichen“, sagte Maduro in einer Erklärung.

Theoretisch zumindest sollte Maduro tatsächlich in der Lage sein, mit seiner Kryptowährung erfolgreich zu werden – vorausgesetzt, sie funktioniert genauso wie Bitcoin.

In seiner wöchentlichen Fernsehshow „Sonntags mit Maduro“ beteuerte er, dass der Petro zum Wert natürlicher Ressourcen in Beziehung gesetzt werde, einschließlich Venezuelas Öl- und Gasreserven. Das eingenommene Geld werde „dazu verwendet werden, die monetäre Souveränität des Landes zu stärken, finanzielle Transaktionen durchzuführen und die Finanzblockade gegen das Land zu überkommen“.

„Wir stehen vor einem finanziellen Krieg gegen unser Land, den wir, im Gegensatz zur Opposition, verurteilt haben. Es gibt Geschäftsleute, die von Donald Trumps Blockade nicht betroffen sind. Mit denen werden wir wie im 21. Jahrhundert agieren“ , sagte Maduro.

Venezuela hat sich bereits geweigert, Zahlungen für sein Öl im allmächtigen US-Dollar zu akzeptieren, ein Akt des Widerstands, der zu verheerenden Folgen für einige Nationen im Nahen Osten geführt hat. Seine alternativen Finanzierungswege dürften Venezuelas Beziehungen mit den USA weiter belasten.

Eine Hauptkritik an bisherigen Kryptowährungen ist das Fehlen von Sachwerten als Grundlage zur Wertbestimmung. Wenn Maduro Glück hat, könnte der Petro eines Tages sehr viel wert sein.

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Verweise:

Quelle des Artikels (rebloggt): http://derwaechter.net

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