“Leitmedien” – Kann man bei diesen Rekordtiefs diese Propagandamedien überhaupt noch so betiteln?

Leitmedien der Atlantikbrücken-Propaganda

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Knapp einem erneuten Allzeit-Tief ist Der Spiegel entronnen. Die Nummer 51 mit dem Titelthema „Wunsch: Kind – Wenn die Sehnsucht nach einem Baby zum Drama wird“ erreichte 165.832 Einzelverkäufe. Damit liegt diese Ausgabe nur knapp über dem Wert des Spiegel 47/2017, welcher mit der Titelzeile „Wer bist du Ratte, dass du der Türkei drohst – Mitten in Deutschland: Hetze und Einschüchterung im Namen Erdogans“ wie keine Ausgabe zuvor floppte und mit 165.354 Einzelverkäufen den historisch schwächsten Wert des Spiegel überhaupt darstellte. Der Einbruch bei dem Wochenmagazin entspricht damit erneut beinahe 20 Prozent.

Statistik: Verkaufte Auflagen der Nachrichtenmagazine Der Spiegel, Stern und Focus vom 2. Quartal 2015 bis zum 4. Quartal 2017 | Statista
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Focus weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt

Zum Vergleich mit dem Normalniveau: In den letzten 12 Monaten gingen durchschnittlich 203.800 Exemplare des Magazins über die Verkaufstheken. Die Gesamtausgabe 51 „verkaufte“ sich insgesamt 714.415 Mal, diese Zahl basiert allerdings vor allem auf Abos, Lesezirkeln und Bordexemplaren. In diesen Zahlen sind auch 64.185 ePaper inbegriffen. Also Lesezirkel, die Teile, die in den Arztpraxen zu Hauff rumliegen und gerade mal gut genug gegen die Langeweile sind. Wobei Männer größtenteils aus lauter Verzweiflung lieber zu “Bunte” oder “Brigitte” greifen.

Ebenfalls deutlich unter seinen Durchschnittszahlen, aber zumindest über der zuvor dreimal hintereinander verfehlten 50.000er-Marke, landete der Focus. 52.235 Käufer registrierte im Einzelhandel das Heft mit dem Titel „Jerusalem“. Der 12-Monats-Durchschnitt des Focus liegt derzeit bei 64.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 62.500. Beide Zahlen wurden auf ähnlichem prozentualem Niveau verfehlt wie beim Spiegel und beim Stern. Der „Gesamtverkauf“ des Focus betrug bei dieser Ausgabe, Bordexemplare und Lesezirkeln inklusive, diesmal 415.034 Ausgaben, darunter 34.195 ePaper.

Im Vergleich zum Durchschnittswert verloren damit alle drei großen deutschen Wochenmagazine beinahe 20 Prozent bei den Kioskverkäufen.

So schlecht lief es für die drei großen deutschen Wochenmagazine Spiegel, Stern und Focus noch nie: Die letzten analysierten Ausgaben verkauften sich im Einzelhandel zusammen nur 352.794 Mal und damit noch unter dem bisherigen Negativrekord im Dezember 2017.

Nur 134.727 Einzelverkäufe erzielte laut dem Online-Branchendienst MEEDIA der Stern 51/2017 mit der Titelgeschichte „Spektakuläre Funde: Woher kommt der Mensch?“ Nie zuvor lief eine Stern-Ausgabe im Einzelhandel so schwach. Der aktuelle 12-Monats-Durchschnitt des Magazins liegt sonst bei 169.100 Einzelverkäufen, der 3-Monats-Durchschnitt bei 153.800. Der „Gesamtverkauf“ inklusive Abos, Lesezirkeln und Bordexemplaren lag bei 535.937, darunter fallen auch 21.774 so genannte ePaper.

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