PSYOPS

Psychologisch Operative Kommunikation PSYOPS

Seit dem Vietnamkrieg hat sich das Gewinnen der "hearts and minds" im Einsatzraum sowie die gezielte Beeinflussung der Weltöffentlichkeit durch professionelle PSYOPS-PR etabliert.

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PSYOPS – opKom – MediaOp Was ist das eigentlich?

Psychologisch Operative Kommunikation ist eine Truppengattung der Streitkräfte, wie auch der Geheimdienste. Hauptauftrag ist die Beeinflussung des Verhaltens und der Einstellung feindlicher Streitkräfte, Konfliktparteien sowie ausländischer Zivilbevölkerung mit kommunikativen Mitteln, um eigene militärische Operationen zu erleichtern. Wenig bekannt: Auch die eigene Bevölkerung darf in den USA bereits seit Clinton “bearbeitet” werden. U.U. gilt das als Kriegslist nach der Haager Landkriegsordnung.

In den USA ist Psychologisch Operative Kommunikation gegen die eigene Bevölkerung erlaubt.

Der Ausdruck psychologische Kriegsführung (englisch: Psychological warfare (PSYWAR))bezeichnet im Militärwesen und in der Kriegsführung alle Methoden und Maßnahmen zur Beeinflussung des Verhaltens und der Einstellungen von gegnerischen Streitkräften sowie fremder Zivilbevölkerungen im Rahmen oder im Vorfeld militärischer Operationen. Dabei wird durch gezielte Falschinformation Einfluss auf die strategischen Erwägungen des Gegners genommen. Der Begriff wird auch außerhalb kriegerischer Auseinandersetzungen in politischen oder kommunikativen Konflikten verwendet, wenn vergleichbare Ziele erreicht werden sollen. Unter anderem ist psychologische Kriegsführung Methode von Geheimdiensten, wie sie beispielsweise mit der sogenannten Zersetzung in der Vorwendezeit durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR angewendet wurde.

Der Begriff „psychologische Kriegsführung“ gilt als problematisch und anstößig. Der Einsatz von Militärmacht erstreckt sich zunehmend nicht mehr auf die Ebene des lokalen kriegerischen Konfliktes, sondern er globalisiert sich durch die Massenmedien.

Häufig operiert man daher mit euphemistischen uns rabulistischen Begriffen wie „Befriedung“ oder „Stabilisierung“ in Spannungs- oder Konfliktgebieten (z. B. UN-Friedensmissionen), und bemüht sich, die bislang unverhüllte Terminologie entsprechend zu wandeln.

Auch hat sich seit dem Vietnamkrieg das Gewinnen der hearts and minds im Einsatzraum sowie die gezielte Beeinflussung der Weltöffentlichkeit durch professionelle PR etabliert. Für nicht-kriegerische Operationen beispielsweise der UNO sind flankierende PSYOPS-Massnahmen zum Standard geworden.Im deutschen Sprachraum wurde bislang das Thema der psychologischen Kriegsführung im Gegensatz zur gut dokumentierten Propaganda nicht umfassend aufgearbeitet.

Im NATO-Sprachgebrauch hat sich der Begriff „Psychological Operations“ (PSYOP) durchgesetzt, als Paralleldisziplin zu MEDIAOPS (Media Operations), worunter im zivilen Sprachgebrauch Public Relations/Medienarbeit zu verstehen ist. PSYOPS und MEDIAOPS sind Teilgebiete von INFOOPS (Informational Operations).

Diesen begrifflichen Unterschieden und hierarchischen Zuordnungen entsprechen Entscheidungs- und Befehlswege. Die Bundeswehr etwa hat als spezifische Form bzw. Doktrin der psychologischen Kriegsführung die Operative Information (OPINFO) entwickelt, was die NATO-Terminologie in gewisser Weise zusammenfasst.  Quelle

Gemäß ihren sich ändernden Auftragsschwerpunkten bezeichnete sich die ursprünglich im Heer angesiedelte Truppengattung zunächst als Truppe für Psychologische Kriegsführung, später als Truppe für Psychologische Verteidigung, bis 2013 als Truppe für Operative Information.

Operative Kommunikation ist der heute von der Bundeswehr verwendete Begriff für die Psychologische Kriegführung PSYOPS. Letzterer wird wie der zwischenzeitlich genutzte Name Psychologische Verteidigung und Operative Information nicht mehr benutzt. Der Grund dafür ist, dass sich heute der Einsatz von Militärmacht nicht nur auf Ebenen des unmittelbaren kriegerischen Konfliktes bewegt, sondern häufig auch zur Befriedung oder Stabilisierung in Spannungs- oder Konfliktgebieten dient (z. B. in UN-Missionen). Außerdem erhebt die Bundeswehr (wie auch die Leitmedien) für sich den Anspruch, keine unwahren Informationen zu verbreiten. 😉 Sie versucht jedoch (wie die Leitmedien) durch selektive Information Meinungen zu beeinflussen. Wichtigste Unterscheidung im Selbstverständnis der Operativen Kommunikation der Bundeswehr zum Prinzip der psychologischen Kriegführung ist also die Tatsache, dass die OpKom, will sie langfristig funktionieren, nur nachprüfbare Informationen verbreiten soll. Ansonsten, so die offizielle Doktrin der Bundeswehr, würde sie, und mit ihr auch die gesamten Streitkräfte im Einsatzland, ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Im NATO-Sprachgebrauch hat sich der Begriff Psychological Operations (PSYOPS) durchgesetzt. Dies ist ein Parallelverfahren zu MEDIAOPS (Media Operations), worunter im zivilen Sprachgebrauch Public Relations/Medienarbeit zu verstehen ist. PSYOPS und MEDIAOPS sind in einigen Einsatzgebieten Teilgebiete von INFOOPS (Information Operations). Hierbei handelt es sich um ein übergreifendes Konzept, welches in den sogenannten Informationsraum wirken soll und alle Fähigkeiten, die darin zur Wirkung kommen, koordiniert.

Für den Verteidigungsfall in Deutschland gilt: Die Zielgruppe der OpKom wird direkt durch den Deutschen Bundestag festgelegt.

Verboten ist den deutschen Truppen grundsätzlich:

im Inland die Beeinflussung der eigenen Soldaten, der deutschen Bevölkerung und die von verbündeten Streitkräften und der Medien

im Auslandseinsatz zusätzlich die Beeinflussung sämtlicher verbündeter Streitkräfte und der internationalen Medien.

“Arbeitsunterlage Operative Information”:

“Massenkommunikationsmittel können Verlauf und Ausgang von Konflikten entscheidend beeinflussen. […] Propaganda, Desinformation und Manipulation von Meinungen sind Teil des Kampfes um Informationsüberlegenheit.”

Negativ-Schlagzeilen der OpInfo-Kräfte: Die “Bataillone für Psychologische Verteidigung” in Clausthal-Zellerfeld und Andernach sammelten 1989 illegal Informationen über alle verdächtigen Umtriebe im Lande und beschatteten dabei sogar prominente Sozialdemokraten wie Herta Däubler-Gmelin und Whistleblower “tricky” Egon Bahr oder den Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker!! Als der Innenspionage-Skandal aufflog, wurden die damaligen PSYOP-Truppen aufgelöst. Sie firmieren seitdem verkleinert unter neuen Namen.

Artikel über den Prozess gegen Slobodan Milosevic und den Terrorangriff auf die USA gelten deutlich als PSYOP-Propaganda.   Für den Chefredakteur der PSYOP_Printabteilung aber kein Problem: “Man muss die Themen behandeln, solange sie heiß sind.” Außerdem brauche man doch auch “einen Gegenpool zu bestimmten  Tageszeitungen und alternativen Medien”.

Wie man nun dieses Statement einordnen muss, überlassen wir dem geneigten Leser:

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