Katar hat die Teilnahme an der von Saudi-Arabien geführten Kriegskoalition beendet!

Riad (ParsToday / K-Networld) – Der Kommandeur der saudisch-geführten Kriegskoalition hat das Ende der Teilnahme Katars an Militäreinsätzen im Jemen erklärt.

Man habe entschieden, die Zusammenarbeit Katars mit der Koalition wegen seiner Unterstützung von Terrorgruppen im Jemen, darunter von IS und al-Kaida,  sowie  seiner Interige in der Region zu beenden, teilte der Gouverneur der von Saudi-Arabien geführten Kriegskoalition mit.

Heute brachen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain und Ägypten ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar ab.

Nach einem Hackerangriff auf die staatliche Nachrichtenagentur Katars und dem Besuch Trumps in Saudi-Arabien im Mai 2017 sind die Beziehungen zwischen Katar und den arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfes angespannt.

Die von Saudi-Arabien geführte Kriegskoalition begann am 26. März 2015 ihre Luftangriffe gegen Jemen mit dem Ziel, den  jemenitischen Ex-Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi an die Macht zurückzuholen.

Der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, hat ernsthafte Maßnahmen gegen Saudi-Arabien und andere Golfstaaten gefordert und sie der Förderung extremistischer Ideologien beschuldigt.

Bei einer Rede in der Stadt Carlisle im Norden Großbritanniens rief Corbyn zu „harten Gesprächen“ mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfes auf.

„Wir müssen uns gegen der Islamophobie und der Teilung Großbritanniens widersetzen und am 8. Juni vereint sein, um zu zeigen, dass unsere Demokratie stark ist“, sagte Corbyn heute bei einer Wahlkampveranstaltung.

Der Oppositionsführer kritisierte zudem die britische Premierministerin, Theresa May, wegen der geringen Zahl der Polizeikräfte und wiederholte sein Wahlversprechen, bei einem Wahlsieg 10.000 Polizisten einzustellen.

Am Donnerstag finden in England vorgezogene Wahlen zum Unterhaus statt.

Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen ist nun Katars Botschafter in Ägypten aufgefordert, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen.

Der Sprecher des ägyptischen Außenministeriums, Ahmed Abu-Zaid, sagte heute dazu, auch dem ägyptischen Geschäftsträger in Doha ist gesagt  worden, Katar in den nächsten zwei Tagen zu verlassen.

Das Außenministerium in Kairo teilte heute in einer Erklärung mit, der Luftraum und der Seeweg sind für Katar gesperrt.

Auch  Fluglinien aus anderen Golfstaaten steuern Katars Hauptstadt Doha, eines der Drehkreuze in der Region, nicht mehr an.

Katar bezeichnete „diese auf falschen Behauptungen basierenden Schritte“ als  ungerechtfertigt. Katar sei einer Hetzkampagne ausgesetzt, die auf Verleumdungen basiere. Ziel sei es offenbar, Katar politisch zu „bevormunden“.




Irak: al-Abadi ordnet Beginn der Befreiungsoperationen für westliche Landesgebiete an

Bagdad (al-Alam / K-Networld) – Der irakische Ministerpräsident hat den Beginn der Befreiungsoperationen für den Westteil Iraks im Gebiet der gemeinsamen Grenze mit Syrien angeordnet.

Haider al-Abadi hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die irakische Grenze zu Syrien von den IS-Terroristen besetzt sei und die Befreiungsoperationen zur Vernichtung der Terroristen in diesen Gebieten, zur Wiedererlangung der Sicherheit im Grenzgebiet, am 7. Mai 2017 begonnen hätten.

Der irakische Ministerpräsident sagte weiter, dass sich die IS-Terrormiliz an der irakischen Grenze und auf syrischem Boden befinde und man sich anstrenge, durch die Schaffung von Sicherheit für die Grenzen, den Angriffen des IS vorzubeugen.

Gleichzeitig mit dem Beginn der Operationen für die Befreiung der verbliebenen Gebiete in der Provinz al-Anbar aus den Händen des IS im Oktober 2016, auf Befehl von Haider al-Abadi, haben die irakischen Kräfte mit der Befreiung des Westens von Mossul begonnen und bisher mehr als 80 Prozent dieses Teils von Mossul befreit. Der Osten von Mossul wurde zuvor schon vom IS befreit.

Die Dschihadisten leisten mit Granaten, Scharfschützen sowie von Selbstmordattentätern gelenkten Autos Widerstand. Im März 2017 waren schätzungsweise noch 2.000 IS-Kämpfer in Mossul. Laut den irakischen Streitkräften ließ der Widerstand jedoch nach. Dafür spreche, dass der IS mittlerweile vor allem Autobomben einsetze.

Mossul ist die letzte Stadt des IS im Irak. Auch im benachbarten Syrien stehen die Islamisten unter Druck: Dort soll nach kurdischen Angaben im April die Rückeroberung des IS-Zentrum Rakka beginnen, wo noch viele IS-Anführer vermutet werden.

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Sigmar Gabriel: Der Zustand des Kriesenlandes Irak liegt an den USA

Bagdad (dpa / Tasnimnews / K-Networld) – Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat dem seit Jahren vom Krieg und Terror erschütterten Krisenland Irak Hilfe beim Wiederaufbau der von der Terrororganisation IS(Daesh) zurückeroberten Gebiete  zugesagt.

Das ölreiche Land müsse aber zunächst einmal sicherstellen, dass es seine wirtschaftlichen Potenziale ausschöpft, sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Zudem warb der SPD-Politiker für den Zusammenhalt des ölreichen Landes, in dem es neben Sunniten, Schiiten und religiösen Minderheiten wie den Jesiden auch einen großen kurdischen Bevölkerungsanteil gibt.

Eine besondere Verantwortung für den Wiederaufbau des Krisenlandes sieht Gabriel bei den USA. Der 2003 von den Amerikanern begonnene Krieg im Irak sei völkerrechtswidrig gewesen und habe „einen großen Teil der Probleme mit ausgelöst“, sagte er. „Ihr Krieg ist hier noch überall präsent.“

Aber wo sind die Sanktionen gegen die USA? Es werden sofort alle anderen Länder, die völkerrechtswidrig andere Länder angegriffen haben sanktioniert. Warum die USA nicht? Das sich Sigmar Gabriel nun öffentlich so äußert und in der Vergangenheit genau solch eine Politik mit unterstützt hat, lässt erahnen dass es hierbei nur um Wahlkampfgeschwafel handeln kann. Und das auf eine sehr heuchlerische Art und Weise.

Gabriel hält sich zu seinem ersten Besuch zur Zeit im Irak auf.




Libysche Armee wirft Ankara Terrorismus-Unterstützung vor

Tripolis (IRNA / K-Networld) – Der Sprecher der libyschen Armee, Ahmed al-Masmari, hat der Türkei offziell Unterstützung vom Terrirismus in seinem Land vorgeworfen.

Bei einer Pressekonferenz sagte al-Masmari am Samstagabend: „Den Truppen der libyschen Armee ist es gelungen, die IS-Terroristen in  der Region „al-Amarat“ im Westen von Benghasi zu umzingeln, so dass dort bald der Kampf gegen Terroristen zu Ende gehe.“

Der Sprecher fügte allerdings hinzu, die Türkei unterstütze ganz offen die Terroristen in Libyen, so dass man beobachten könne, wie die türkischen Söldner und auch Staatsbürger aus Nigeria gemeinsam mit IS-Terroristen in Libyen präsent sind.




Palmyra erneut dem Islamischen Staat entrissen!

Exklusiv-Bericht für RT von
Lizzie Phelan
3. März 2017

Aus dem Englischen übersetzt von Einar Schlereth, zuvor veröffentlicht auf seinem Blog

Nachdem die Syrische Arabische Armee (SAA) mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Operation zur Befreiung von Palmyra beendet hat, hat RT den exklusiven Zugang zur rückeroberten Stadt erhalten, die den ISIS-Terroristen entrissen wurde.

http://k-networld.de/wp-videos/palmyra.mp4

RT s Korrespondentin Lizzie Phelan [die wir bereits von meinen Übersetzungen von ihren Libyen-Reportagen kennen. D. Ü.] hat exklusive Bilder in Syrien geschossen, nachdem die „Perle der Wüste“ durch den Sieg der SAA genommen wurde.

Phelan steht auf einem Hügel mit einem Panorama-Blick auf Palmyra während der Schlussphase der Eroberung der Stadt und berichtet über die letzten Gefechte in den Außen-Bezirken. Neben den Fotos von den Ruinen der alten Stadt sind auch Rauchsäulen von den Luftschlägen im Kampf um den Flughafen zu sehen.

„Es ist berichtet worden, dass die Regierungskräfte mit Unterstützung russischer Attack-Helikopter die Kontrolle über die gesamte Stadt Palmyra gewonnen haben. Wir wissen, dass die Regierungssoldaten in den berühmten Ruinen der alten Stadt stationiert sind,“ sagte die RT-Korrespondentin.

In den Außenbezirken der Stadt tobt immer noch ein ‚harter Kampf‘ mit hunderten ISIS-Kämpfern, die versuchen, die Regierungslinien zu durchdringen. Die Terroristen, so bemerkt Phelan, sind bewaffnet mit „Panzern und groß-kalibrigen MG s und Doppelroh-Flugabwehrkanonen“ [Die sind beileibe nicht aus den USA zu ihnen gekommen, die hat Allah ihnen geschickt. D. Ü.]

Ein Teil der Aufnahmen des RT-Teams zeigen Abend-Ansichten vor der alten Zitadelle, die von der SAA nach mehrtägigen Kämpfen erobert werden konnte. Der Eingang zu den Ruinen wird von Regierungstruppen bewacht. Der Zugang ist noch nicht möglich, da die Terroristen bei ihrer Flucht alles vermint haben.

Hier ein Doppelfoto mit neuen Schäden auf dem unteren.

Hohe syrische Beamte bestätigten am Donnerstag, dass es gelungen sei, die Terroreinheiten aus der Stadt zu verdrängen. Zuvor hatte schon der Sprecher des russischen Präsidenten Palmyras Befreiung bekannt gegeben mit einem Zitat des Verteidigungsministeriums.

Regierungstruppen dringen am Donnerstag Mittag in die Stadt ein, als die Terroristen die Flucht ergreifen, berichtete SANA.

„Die Fahne der Islamischen Terroristen wurde aus der Stadt Palmyra entfernt. Dies ist eine gemeinsame Anstrengung der russischen Luftwaffe und der syrischen Armee. Bald wird das ganze Gebiet Syriens von den Terroristen befreit sein,“ sagte Andrey Krasow, stellvertretender Chef von Russlands parlamentarischem Verteidigungskomitee.

Syrische Pioniere, die von den russischen Kollegen trainiert wurden, räumen erneut fast ein Jahr nach der ersten Befreiung der historischen Wiege der Zivilisation die Minen weg. Gleichzeitig werden Befestigungen in den Vororten von Palmyra angelegt, um eine erneute Konter-Offensive des Islamischen Staates zu verhindern.

Die Stadt wurde das erste Mal im vergangenen März von den Dschihadisten befreit. Im Dezember gelang es  durch eine Überraschungsoffensive den Terroristen, als die SAA bei Aleppo kämpfte, die Stadt erneut zu erobern.

Zuvor haben Aufnahmen von Drohnen des russischen Verteidigungsministeriums gezeigt, dass die Terroristen noch mehr Schäden in den Ruinen angerichtet haben. Die Fassade des Theaters aus der römischen Zeit und das anschließende Tetrapylon wurden zerstört.

Vor der Ankunft der ISIS war Palmyra, was ‚Stadt der Palmen‘ bedeutet, ein Museum unter freiem Himmel gerade mal 210 km von der syrischen Hauptstadt Damaskus entfernt. Vor dem syrischen Konflikt wurde dieser einzigartige Platz, von der UNESCO als „Oase in der syrischen Wüste“ beschrieben, jährlich von 150 000 Touristen besucht.

WEITERE INFORMATIONEN

SAA erobert Palmyra mit russische Luftwaffe zurück

Russische Drohnen-Aufnahmen von den Sprengungen der ISIS in Palmyra (VIDEO)
Und hier auf deutsch.




Chinas Militär ist in Syrien eingetroffen um Russland zu unterstützen

Die Volksrepublik China wird der syrischen Regierung im Kampf gegen den islamischen Staat (IS, ehemals ISIL / ISIS oder auch DEASH) helfen, indem sie „militärische Berater“ schicken, haben Medienberichte behauptet.

„Mehr chinesische Truppen werden in den kommenden Wochen eintreffen“, so die offizielle Meldung der syrischen Armee, meldeten Libanon-Nachrichten – Webseite Al-Masdar Al-Arabi. In dem Bericht wird behauptet , dass ein chinesisches Marineschiff auf dem Weg nach Syrien mit Dutzenden von „Militärberatern“ sei. Ihnen sollen auch Berichten zufolge noch weitere Truppen folgen. Das Schiff soll den Suez-Kanal in Ägypten passiert haben und seinen Weg durch das Mittelmeer bahnen.

Laut der Webseite werden die Berater, den russischen Truppen in der Region Latakia beitreten. Inzwischen zitieren israelische Militär Nachrichten – Webseite, DEBKAfile – , dass ein chinesischer Flugzeugträger der Liaoning-CV-16 Klasse bereits im syrischen Hafen Tartus an der Mittelmeerküste gesichtet wurde. Es wird auch davon berichtet, dass der Träger von einem geführten Raketen-Kreuzer begleitet wird.

Quellen zufolge wurde zwischen Russland, Iran, Irak und Syrien vereinbart ein gemeinsames Informationszentrum in Bagdad zu errichten, von wo aus ihre Operationen gegen den islamischen Staat koordiniert werden sollen. „Das Hauptziel des Zentrums wird sein, Verarbeitung und Analysen von aktuellen Informationen über die Lage im Nahen Osten – in erster Linie für den Kampf gegen den IS“, berichtete eine militärisch-diplomatische Quelle gegenüber den russischen Nachrichtenagenturen am Samstag.

Der russische Präsident Wladimir Putin wurde vor kurzem zu Russlands Präsenz in Syrien befragt, auf die er antwortete, dass Russland die Tätigkeit auf Waffenlieferungen an die syrische Regierung, Ausbildung des Personals und der Bereitstellung humanitärer Hilfe für das syrische Volk fokussiere. „Wir handeln auf der Grundlage der Charta der Vereinten Nationen , d.h. die Grundprinzipien des modernen Völkerrechts zu wahren, wonach diese oder jene Art von Beihilfen, einschließlich der militärischen Unterstützung, ausschließlich auf die legitime Regierung eines Landes oder eines anderen, auf deren Zustimmung oder Antrag oder auf die Entscheidungdes Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zurückzuführen sind“, sagte Putin in der ’60 Minutes‘ Show CBS.

Putin bekräftigte seine Unterstützung für die reguläre Armee Syriens. Die Armee von Präsident Baschar al – Assad „Er [Assad] wird beschuldigt gegen sein Volk zu handeln, was die gewaltbereite Opposition behauptet und einige unserer internationalen Partner gern interpretieren. In Wirklichkeit kämpft Assads Armee gegen Terrororganisationen“, sagte Putin.

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Quelle: http://www.alamongordo.com/china-military-arrive-in-syria-to-help-russia/




Chomsky

Chomsky: Der Westen ist über Riads Unterstützung für Terroristen informiert

Beirut (ParsToday/K-Networld) – Der Westen wisse laut dem amerikanischen Denker und Philosophen, Noam Chomsky, über die Unterstützung Riads für die Terroristen Bescheid, ignoriere sie jedoch.

Chomsky betrachtet Saudi-Arabien als Unterstützer von terroristischen und extremistischen Gruppen, wie die die Terrormilizen  IS und  Al-Nusra-Front.

In einem Interview mit dem libanesischen Fernsehsender „Al Mayadeen“ unterstrich er, dass das Königreich von Saudi-Arabien die sogenannten islamistischen Extremisten in der Region unterstütze, doch der Westen, mit den USA an der Spitze, bereit seien die Augen vor diesen Maßnahmen zu schließen. Obwohl die USA, Großbritannien und Frankreich wüssten, dass Saudi-Arabien als das radikalste islamistische Land seinen Einfluss  durch Geld und Dollar zu erweitern versuchen, würden sie nichts gegen den radikalen Islam sagen, da sie der Überzeugung seien, dass Saudi-Arabien  eine heldenhafte Rolle  in der Region und auf der Welt spiele, so Chomsky.

Da haben die Waffenlieferungen aus Deutschland an Saudi-Arabien doch einen extrem herben Beigeschmack. Aber sowas wird von der Bundesregierung gern verdrängt. Das bemerkt man u.a. auch in den Bundespressekonferenzen sehr deutlich!

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Kurden

Viele Kurden fühlen sich verraten

Die Kurden bekämpfen erfolgreich den „Islamischen Staat“. Und sie wollen die Kontrolle in Nordsyrien erlangen. Doch nicht nur die Türkei will sie daran hindern. Auch die USA fordern den Rückzug. Viele Kurden fühlen sich verraten.




Israelischer Geheimdienstchef: Wir wollen nicht, dass ISIS in Syrien besiegt wird

In einem Vortrag bei der Konferenz in Herzliya vertrat der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes Generalmajor Herzi Halevy Israels seit langem bestehende Position, dass es „ISIS in vielfacher Beziehung gegenüber der syrischen Regierung bevorzugt,“ und erklärte offen, dass Israel nicht will, dass ISIS in dem Krieg besiegt wird.

Generalmajor Halevy gab seiner Besorgnis über die Angriffe gegen ISIS-Territorium vor kurzem Ausdruck und sagte, dass in den letzten drei Monaten die islamistische Gruppe vor der „schwierigsten“ Situation seit ihrer Gründung und der Ausrufung eines Kalifates stand.

Israelische Regierungsvertreter haben immer wieder mit Genugtuung die Vorstellung zum Ausdruck gebracht, dass der Islamische Staat ganz Syrien erobert, indem sie sagten, dass ihnen das lieber ist, als wenn die mit dem Iran verbündete Regierung den Krieg überlebt. Gleichzeitig haben sie nie so offen den Islamischen Staat und sein Überleben unterstützt.

Halevy drückte weiter seine Besorgnis darüber aus, dass die Niederlage des ISIS bedeuten könnte, dass die „Supermächte“ Syrien verlassen, und sagte, das würde Israel „in eine schwierige Lage“ bringen, nachdem es so sehr gegen das Überleben der syrischen Regierung gewesen ist.

Er sagte dann, dass Israel „alles in unseren Kräften stehende tun wird, damit wir nicht in eine solche Situation geraten,“ was wohl heißt, dass das israelische Militär sich um direkte Unterstützung des Islamischen Staates als Anliegen der Politik bemüht, und nicht nur der Rhetorik.




Boko Haram

Nigeria: 8000 Terroristen von Boko Haram ergeben sich freiwillig

Abuja – 8000 Terroristen von Boko Haram haben sich in den letzten zwei Tagen der nigerianische Armee freiwillig ergeben.

Wie die Armee am Mittwoch mitteilte, befinden sich die Terroristen derzeit in einem Lager in der Stadt Gombe.

Vor sechs Jahren begann die Terrorgruppe „Boko Haram“  ihre  bewaffneten Anschläge gegen die nigerianische Regierung. Dabei sind bisher 15.000 Menschen getötet und 1,5 Mio. weitere verletzt worden.

Boko-Haram-Führer Shekau hatte dem IS zuvor öffentlichkeitswirksam Treue geschworen. Danach hatte eine IS-nahe Internetseite verkündet: Shekau wurde entmachtet. Gab es einen Putsch des IS bei Boko Haram?

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Ein Machtkampf um die Terror-Herrschaft?

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Er hatte es eilig, sich zurückzumelden: Diesmal nicht in einer seiner martialischen Videobotschaften, sondern nur mit einer Stimmaufnahme, die im Internet auftauchte. Experten halten sie für echt. Sie stammt von Abubakar Shekau, bislang der Chef von Boko Haram – vielleicht mittlerweile Ex-Chef.  

Er sei „betrogen“ worden, klagt Shekau – und er klingt im Vergleich zu früheren Auftritten kleinlaut. Ja, er habe dem „Islamischen Staat“ und dessen Anführer Abu Bakr al Bagdadi 2015 die Treue geschworen. Aber die Leute sollten wissen, dass der angebliche Neue, Abu Musab al-Barnawi, ein Ungläubiger sei, der ihn stürzen wolle. Er gebe nicht auf, so Shekau, und halte an seiner Auslegung des Islam fest. Und er bleibe der wahre Anführer von Boko Haram, der sogenannten „Vereinigung für die Verbreitung der Lehren des Propheten und des Dschihad“.

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IS hat offenbar Putsch bei Boko Haram angezettelt

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Die Tatsache, dass Shekau sich offenbar zur Schadensbegrenzung gezwungen sieht, verrät, dass es heftig rumort bei Boko Haram. Und es könnte bedeuten, dass der IS seinen Einfluss in Westafrika ausdehnt.

Offenbar hat der IS, das derzeit mächtigste Terrornetz der Welt, bei Boko Haram einen Putsch angezettelt. Immerhin wurde die Nachricht, der „Islamische Staat“ habe Shekau abgesetzt und al-Barnawi zum neuen Terrorboss bei Boko Haram ausgerufen, gezielt in den Medien des IS veröffentlicht. Das ist mehr als ein PR-GAU für Shekau. Denn trotz aller internen Spannungen galt er bislang als unangefochtener Anführer der Miliz.

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Streit um willkürliches Töten von Frauen?

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Damit scheint es jetzt vorbei, sagt Kabiru Adamu, politischer Analyst in Nigerias Hauptstadt Abuja: „Wir erleben nun eine Spaltung auf der Grundlage der Ideologie. Ein Teil von Boko Haram befürwortet das willkürliche und wahllose Töten von Frauen, Kindern, darunter viele Christen, Juden, aber eben auch einer Menge Muslime. Der andere Teil von Boko Haram will das nicht länger hinnehmen – und erklärt, dass der Mord an Muslimen mit dem Islam nicht vereinbar sei. Dieser Konflikt dürfte zur Spaltung geführt haben.“

Bisher war der mutmaßliche Nachfolger al-Barnawi für die Pressearbeit bei Boko Haram verantwortlich. Nun scheint al-Barnawi ganz oben angekommen. Der IS hat ihn als neuen „Wali“, als Gouverneur der westafrikanischen „Provinz des Islamischen Staates“ vorgestellt.

„Die Tatsache, dass der ‚Islamische Staat‘ einen neuen Anführer der Gruppe Boko Haram benannt hat, zeigt, dass der IS die Brutalität und Willkür von Abubakar Shekau ablehnt“, vermutet Politikbeobachter Adamu. „Das muss aber noch lange nicht bedeuten, dass der neue Chef seine Strategie großartig ändert.“ Al-Barnawi werde weniger Muslime und Frauen töten lassen. Aber am Ziel eines „Gottesstaates“ in Nigeria werde sich nichts ändern.

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Geheimdienste sahen Zusammenarbeit als Propaganda

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Bislang war die Zusammenarbeit von Boko Haram mit dem IS als Propaganda betrachtet worden – auch von westlichen Geheimdiensten. Möglicherweise ist der Einfluss des IS aber doch so stark, dass er Boko Haram eben nicht nur Geld, Waffen, Munition, Logistik und Expertise für professionelle Internet-Videos zur Verfügung stellt, sondern auch die Strategie bestimmt.

Auf jeden Fall aber hat der IS den Machtkampf innerhalb von Boko Haram beschleunigt und verschärft. Die nigerianische Armee sieht das zunächst positiv und wertet die Zersplitterung als Folge der jüngsten militärischen Erfolge im Kampf gegen die Terrorgruppe.

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„Das Militär hat einen guten Job gemacht“

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So sieht das auch Politikbeobachter Kabiru Adamu. Doch er warnt zugleich: „Natürlich ist Boko Haram geschwächt. Ende 2014, Anfang 2015 hatten sie im Norden Nigerias ein riesiges Gebiet erobert, aber mittlerweile haben sie in keinem Bundesstaat mehr die uneingeschränkte Kontrolle. Das Militär hat also einen guten Job gemacht. Aber es wäre gefährlich, diese Situation falsch einzuschätzen. Die ursprüngliche Strategie der Terrorgruppe mag nicht mehr funktionieren, aber die Ideologie bleibt gefährlich. Und noch sehe ich nicht, welche Lösungen Nigeria hat, um die Verbreitung der Ideologie zu verhindern.“ 

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Mehrere Terrorgruppen sind im Norden und Westen Afrikas aktiv und versuchen, ihren Einflussbereich auszuweiten. Sie sind jedoch in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark aktiv.

Mehrere Terrorgruppen sind im Norden und Westen Afrikas aktiv und versuchen, ihren Einflussbereich auszuweiten. Sie sind jedoch in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark aktiv.

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Terror verstärkt auch im christlichen Süden Nigerias?

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Viele Szenarien sind möglich – beruhigend ist keines. Da sind die Aussagen des angeblichen neuen Boko-Haram-Chefs al-Barnawi, vor allem christliche Anschlagsziele ins Visier zu nehmen. Das könnte bedeuten, dass seine – die wahrscheinlich dominante – Fraktion den Terror in den christlich geprägten Süden Nigerias ausdehnt. Im Norden werden bereits internationale Hilfsorganisationen angegriffen. Nach dem Beschuss eines Unicef-Konvois musste das UN-Kinderhilfswerk seine Arbeit vorerst einstellen. Den Helfern, die sich um die Millionen von Terror-Flüchtlingen kümmern, wirft al-Barnawi vor, Nigeria zu missionieren.

Die Fraktion um den entmachteten Abubakar Shekau könnte sich dem Terror-Konkurrenten Al Kaida im Islamischen Maghreb zuwenden. Damit wäre das Chaos perfekt – nicht nur, was die Facetten des Terrors in Nigeria betrifft, sagt Yan St-Pierre, Analyst der Berliner Politikberatung Mosecon. Im Kampf mit dem afrikanischen Al-Kaida-Ableger werde es nun „eine Stufe höher gehen“, so St-Pierre. Es werden einen Kampf um Einfluss und um das Territorium gehen. „Denn es geht um einen großen Markt für Waffen und Drogen.“ Es sei eine Situation, in der Westafrikaner die Rechnung für die Schwäche ihrer Regierungen bezahlen würden.

Der IS könnte also versuchen, seinen Einfluss von Libyen aus weiter nach Westafrika auszudehnen. Der Wettbewerb um die Terror-Vorherrschaft im Sahel wäre eröffnet. Wenn er nicht schon längst auf Hochtouren läuft.

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