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Syrien fordert Ende der Angriffe US-geführter Anti-IS-Koalition auf Zivilisten

Damaskus (IRNA / K-Networld) – Das syrische Außenministerium hat in zwei Schreiben an den UNO-Generalsekretär und Präsidenten des UN-Sicherheitsrates ein Ende der Luftangriffe der US-geführten Anti-IS-Koalition auf Zivilisten gefordert.

In beiden Schreiben verurteilte das Außenministerium die Bombardierung der Stadt Al-Mayadin im Südosten Deir ez-Zor scharf.

“Der Angriff ist eine weitere Aggression der illegalen   Anti-IS-Koalition    gegen die nationale Souveränität und territoriale Integrität Syriens verstoßen”, hieß es in beiden Schreiben.

“Die Einsätze der Koalition sind gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates sowie gegen das  internationale Recht. Die Koalition räumte  in den letzten Monaten die Tötung von hunderten syrischen Zivilisten ein”, fügte das syrische Außeninisterium hinzu.

Die Kampfjets der Anti-IS-Kalition bomabardierten am 25. Mai eine vierstöckige Wohnung in der syrischen Stadt Al-Mayadin. Dabei wurden 35 Zivilisten, darunter Kinder und Frauen, getötet und Dutzende weitere verletzt.

So viel zur all angepriesenen chirurgischen Kriegsführung der USA. Noch vor Kurzem übte Washington heftige Kritik an Israels Vorgehen im Krieg gegen die Hamas in Gaza. „Der Verdacht, dass Extremisten in der Gegend operieren, rechtfertigt keine Angriffe, die das Leben so vieler unschuldiger Zivilisten gefährden“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums damals. Nun jedoch führt Amerika im Irak und in Syrien selbst Krieg gegen eine islamistische Terrororganisation (die sie auch noch selbst ins Leben gerufen haben), und Zivilisten kommen dabei ums Leben. So schnell kann das gehen. Tatsächlich haben die USA zugegeben, ihre Toleranzschwelle für die Inkaufnahme von zivilen Toten abgesenkt zu haben. Dabei hatte man schon lange das Gefühl, dass es von Seiten der USA so etwas wie eine Toleranzschwelle komplett nicht vorhanden sein kann. Und wenn man dann auch noch solch ein aktives Töten von Zivilisten gegen jegliche Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und gegen die syrische Regierung durchführt, stellt man sich die Frage wie lange die Welt bei diesem Treiben noch tatenlos zusehen wird.

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Mehrere Tote bei Explosion in der Metro von St. Petersburg

Bei einer Explosion in der U-Bahn in der russischen Stadt St. Petersburg sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Lokale Agenturen berichten von mindestens zehn Toten. Weiterhin sollen bis zu 30 Menschen verletzt worden sein, einige von ihnen sehr schwer. Die Ursache für die Explosionen sind dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge unklar. Man ziehe alle Möglichkeiten in Betracht, auch Terrorismus!

Inzwischen haben die Sicherheitskräfte alle U-Bahn-Stationen der Millionen-Metropole geschlossen. Lokalen Medien zufolge explodierte ein Sprengsatz in einem Zug auf der Fahrt zwischen zwei Stationen im Zentrum. Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Der Sprengsatz sei mit Metallsplittern versehen gewesen. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich dabei nicht um einen Selbstmordattentäter gehandelt haben.

Zuvor hatten andere Medien von Detonationen in mindestens zwei U-Bahnhöfen gesprochen. Demnach ereigneten sich die Detonationen an den Stationen “Sennaya Ploshchad” und “Technologisches Institut”. Unbestätigt ist derweil ein Bericht, wonach Sicherheitskräfte eine dritte Bombe entdeckt haben.

Kremlchef Wladimir Putin war am Montag zu einer Konferenz in St. Petersburg. Er hielt sich aber nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf. Die Bundesregierung sprach mit Blick auf die ersten Berichte von furchtbaren Nachrichten. “Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Familien”, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert.

In St. Petersburg leben knapp fünf Millionen Menschen. Die Metropole liegt am östlichen Ende der Ostsee. Bis Moskau sind es knapp 700 Kilometer.

 

 

37 Tote nach türkischem Frachtflugzeugabsturz in Kirgisistan

Bischkek (Press TV/ParsToday) – Beim Absturz eines Frachtflugzeugs bei der kirgisischen Hauptstadt Bischkek sind 37 Menschen ums Leben gekommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte.

Die Boeing-747-Maschine der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines absolvierte den Flug von Hongkong nach Bischkek. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums stürzte das Flugzeug auf eine Datschensiedlung nahe des Flughafens ab.

Die Mehrheit der Opfer seien Einwohner eines Dorfes, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums.

Dem kirgisischen Katastrophenschutzministerium zufolge sind mindestens sechs der Opfer Kinder. Die Leichen der Besatzungscrew lagen unter den Opfern.

Nach Angaben des Ministeriums, führte der Flugzeugabsturz zum Brand von zwei Wohnhäusern.

Lokalen Quellen zufolge wurden alle   Flüge von und nach  Flughafen Manas in Kirgisistan bis auf weiteres ausgesetzt.

Tote bei Feuer im Bochumer Bergmannsheil

Klinik Bergmannsheil in Bochum

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Bochum  Großbrand in Bochum: Das Dach des Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil steht in Flammen. Die Lage vor Ort ist laut Einsatzkräften chaotisch.

In einem Bochumer Krankenhaus ist in der Nacht zum Freitag ein Brand ausgebrochen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden mehrere Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil evakuiert. Die Lage sei chaotisch, sagte der Sprecher.

Mehrere Patienten werden vermisst – derzeit geht die Feuerwehr von zwei Toten aus. Zudem gebe es mindestens 15 Verletzte, wovon sechs laut Polizei in Lebensgefahr schweben. Zunächst war von fünf lebensgefährlich Verletzten gesprochen worden. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle, hieß es um 7.30 Uhr von der Feuerwehr.

Feuerwehr geht von zwei Toten bei Großbrand in Bochum aus

Die Feuerwehr löscht die oberen Stockwerke des Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum.Foto: dpa

Das Feuer ist offenbar in einem Patientenzimmer im 6. Obergeschoss ausgebrochen und hat sich über die gesamte Station ausgebreitet. Augenzeugen berichtet von einem völlig zerstörtem Dach. Durch die enorme Hitze des Feuers seien Fenster und Möbel geschmolzen.

100 Patienten werden kurzfristig entlassen

Zurzeit ist die Feuerwehr Bochum mit über 200 Einsatzkräften vor Ort. Weitere Einsatzkräfte wurden aus dem gesamten Ruhrgebiet angefordert. Die Brandursache war zunächst unklar.

Nach Angaben der Stadt Bochum seien zum Zeitpunkt des Brandes 180 der 650 Betten des Krankenhauses belegt gewesen. 100 von ihnen würden nun kurzfristig entlassen werden, die anderen 80 würden intern verlegt. Das Universitätsklinikum Bergmannsheil ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets.

Verkehrsbehinderungen in Bochum

Rund um die Einsatzstelle sind in den nächsten Stunden erhebliche Verkehrsbehinderungen zu erwarten. Die Bogestra teilte mit, dass die Haltestelle Bergmannsheil während der Löscharbeiten nicht angefahren werden könne. Das betreffe die Linien 308 und 318. Die Bahnen fahren ansonsten auf der gewohnten Strecke.

Die Buslinien 354, 365 und 394 müssen umgeleitet werden. In den Fahrtrichtungen Zillertal, Bochum Hbf und Keplerweg halten die Busse nicht an der Haltestelle Haupteingang Bergmannsheil.In den Fahrtrichtungen Munscheider Straße, Real und Narzissenstraße entfallen die Haltestellen Romanusplatz und Haupteingang Bergmannsheil. Die Busse der Linie 388 in Fahrtrichtung Keplerweg halten nicht an den Haltestellen BO-Ehrenfeld, Ursulastraße, Bochumer Verein/Jahrhunderthalle, Annastraße und Schmidtstraße.

Notfallnummern eingerichtet

Das Bergmannsheil hat Notfallnummern eingerichtet, unter denen sich Angehörige von Patienten informieren können.

0234 / 302 6114
0234 / 302 6116
0234 / 302 6118

Zudem hat die Feuerwehr Bochum eine Hotline geschaltet, bei der sich Bürger über Verkehrsbehinderungen durch den Großeinsatz informieren können:

0234 / 9254 938

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Quelle: derwesten.de

USA greift syrische Armee an – Moskau ruft zur Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates auf

Moskau ruft Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat ein

Die USA und Russland streiten über die Folgen des US-geführten Luftangriffs auf die syrische Armee mit 80 toten und 100 schwer verletzten syrischen Soldaten. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beschuldigte Moskau die USA die Waffenruhe zu gefährden. Die USA erklärten, es habe sich um ein Versehen gehandelt.

Die Bombardierung syrischer Regierungssoldaten durch die US-geführte Anti-IS-Allianz hat zu neuen Spannungen zwischen den USA und Russland geführt. Am Rande einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats erhoben Vertreter beider Staaten massive Vorwürfe gegeneinander.

Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin verließ die Sitzung kurz nach Beginn und erklärte, hinter dem russisch-amerikanischen Abkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen in Syrien stehe nun “ein sehr großes Fragezeichen”. Möglicherweise sei es Ziel des Angriffs gewesen, “die Arbeit der gemeinsamen Umsetzungsgruppe für Syrien zu stören, so dass das Abkommen nicht in Kraft treten kann”.

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Tschurkin und Power fetzen sich vor dem Gremium

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Tschurkin warf seiner Amtskollegin Samantha Power zudem “Schwafelei” vor und zeigte sich verärgert darüber, dass sie mit der Presse geredet habe, während er vor dem Gremium gesprochen habe.

US-Botschafterin Power warf Russland ihrerseits Scheinheiligkeit und Effekthascherei vor, weil es die Sondersitzung des höchsten UN-Gremiums beantragt hatte. Dieses Vorgehen sei “selbst für russische Verhältnisse” einzigartig. Stattdessen solle sich die Regierung in Moskau darauf konzentrieren, die Umsetzung des gemeinsam und im guten Willen ausgehandelten Abkommens für Syrien voranzubringen.

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USA gestehen den Angriff ein

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Vertreter der US-Armee räumten ein, dass die Bombardierung der syrischen Soldaten auf das Konto der von den USA geführten Allianz gehe. Der Angriff habe nach tagelangen Beobachtungen möglicher Ziele durch den US-Geheimdienst stattgefunden, erklärte ein Sprecher. Er sei sofort abgebrochen worden, nachdem Russland darauf hingewiesen habe, dass es sich nicht um Stellungen des “Islamischen Staats” (IS) gehandelt habe.

Das US-Verteidigungsministerium drückte offiziell sein Bedauern aus. “Sollten wir versehentlich eine Position der syrischen Armee getroffen haben, bedauern wir dies, insbesondere den Verlust von Menschenleben”, erklärte der Pressesprecher des Pentagon, Peter Cook. Die US-Regierung versicherte zudem, man werde bei den weiteren Angriffen auf Kämpfer der Islamistengruppen IS und Al-Kaida in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen der Waffenruhe handeln.

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IS macht vorübergehende Bodengewinne

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Der Angriff hatte sich am späten Nachmittag in der Nähe des Flughafens von Deir al-Sor in Nordost-Syrien ereignet. Die Militärbasis ist umgeben von Extremisten des IS. Direkt nach dem Luftangriff seien die Dschihadisten am Boden in die Offensive gegen den Stützpunkt gegangen, so die Nachrichtenagentur Sana. Durch die Attacke hätten die Islamisten einen strategisch gelegenen Berg mit Blick auf die Basis einnehmen können. Kurz darauf meldete die syrische Armee jedoch, sie habe die verlorene Stellung wieder eingenommen.

Russland und die USA hatten am vergangenen Wochenende eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland vereinbart, die Montag in Kraft trat, in den vergangenen Tagen aber zunehmend brüchig wurde. Hält die Feuerpause sieben Tage, wollen die USA und Russland der Abmachung zufolge zu gemeinsamen Luftangriffen auf Extremistengruppen wie den IS übergehen. Der von beiden Ländern ausgehandelte Pakt soll den Weg für eine friedliche Lösung des seit mehr als fünf Jahren tobenden Syrien-Konflikts ebnen.

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